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Ratgeber zum Thema Todesfall

Verfasst am 21. Juli 2020

Definition "Todesfall"
Als Todesfall bezeichnet man das Ableben einer Person mit Bezug auf deren soziales Umfeld.
http://www.istockphoto.com/de/kschulze

Was ist ein Todesfall, bzw. Sterbefall?

Der Begriff Todesfall (Sterbefall) bezeichnet den Umstand, dass eine Person verstorben ist. Dabei wird der Fokus weniger auf den Toten an sich als auf die Hinterbliebenen gelegt. Diese müssen einiges beachten: Zum einen müssen sie alle Freunde und Verwandten informieren, zum anderen aber auch den rechtlichen Vorschriften entsprechen. Dabei ist es zunächst am wichtigsten, einen Totenschein ausstellen zu lassen. Ist der Tod in den eigenen vier Wänden eingetreten, sollten die Hinterbliebenen einen Arzt rufen, welcher den eingetretenen Tod offiziell feststellt.

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Fand der Todesfall im Krankenhaus statt, übernimmt die dortige Verwaltung den Prozess. Bei einem nicht-natürlichen Tod wird die Polizei eingeschaltet, welche im Anschluss die Ermittlungen aufnimmt. Mit dem Totenschein können die Hinterbliebenen im Anschluss die Sterbeurkunde beim zuständigen Standesamt beantragen. Außerdem ist es wichtig, ein Bestattungsunternehmen zu engagieren, das für den Abtransport der Leiche in die Leichenhalle und die weitere Organisation sorgt. Darüber hinaus kann das zuständige Bestattungsunternehmen auch in weiteren Bereichen, wie dem Aussuchen eines Sarges oder einer Urne, unterstützend helfen.

Bestattungspflicht

In Deutschland herrscht eine Bestattungspflicht. Jedes Bundesland verfügt über ein eigenes Bestattungsgesetz (BestattG). Grundsätzlich lassen sich jedoch in allen dieselben Inhalte finden. Demnach muss ein Leichnam in Deutschland frühestens nach 48 Stunden und spätestens nach acht Tagen beerdigt werden. Nach spätestens 24 bzw. 36 Stunden muss eine Überführung des Toten in eine Leichenhalle stattfinden. Dieses Zeitfenster geht auf frühere Zeitepochen zurück, als die schnelle Bestattung noch der Verhinderung von Seuchen diente. Ebenso historischen Ursprungs ist auch der Friedhofszwang: Demnach müssen Leichname entweder in einem Sarg oder einer Urne auf einem Friedhofsgelände beerdigt werden. Lediglich die Bestattungsgesetze in Bremen und Nordrhein-Westfalen sind liberaler gestaltet und gestatten das Verstreuen von Totenasche auch auf Privatgrundstücken. In einigen Bundesländern sind außerdem Seebestattungen möglich, bei denen die Asche der Nord- oder Ostsee übergeben wird. Auch die Beisetzung der Urne in einem sogenannten Friedwald oder Ruheforst ist möglich.

Kostentragungspflicht

Nach einem Todesfall sind die Angehörigen dazu verpflichtet, die Kosten für die Beerdigung zu übernehmen. Dabei muss das Familienmitglied zahlen, das dem Verstorbenen gegenüber unterhaltspflichtig war. Das betrifft zunächst den Ehepartner oder Lebenspartner und erst danach die Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern und Enkelkinder, in dieser Reihenfolge. Außerdem sind die Verwandten nach § 844 BGB bei einer Tötung ihres Familienmitglieds dazu berechtigt, die Bestattungskosten vom Täter einzufordern. §1968 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) benennt den oder die Erben als Verantwortliche für die Übernahme der Beerdigungskosten.

Todesfall ohne Angehörige

Es kommt immer wieder vor, dass jemand verstirbt und keine Angehörigen existieren, die sich um die Beerdigung kümmern können. In einem solchen Fall ist das städtische Ordnungsamt zuständig, das eine Beerdigung von Amts wegen durchführt. Dabei wird ein Beerdigungsunternehmen engagiert und meistens eine günstige Feuerbestattung ausgewählt. Finden sich im Lauf der Zeit doch noch Angehörige, müssen diese im Nachhinein für die Bestattung aufkommen.

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Top-Fragen zum Thema Todesfall für Angehörige

1. Was ist im Todesfall zu tun? Was muss man regeln?

Zunächst sollten Sie einen Arzt rufen, der den Tod offiziell feststellt und einen Totenschein ausstellt. Danach ist es unabdinglich, wichtige Unterlagen wie den Personalausweis und eventuelle Verfügungen zu sichten. Außerdem sollte das Testament beim zuständigen Nachlassgericht abgegeben werden. Im nächsten Schritt müssen die Wohnung und eventuelle Haustiere versorgt werden, bevor ein Bestattungsunternehmen ausgewählt wird, das den Leichnam abholt und in die Leichenhalle bringt. Außerdem sollten die Krankenkasse und der Arbeitgeber kontaktiert und sämtliche Verträge und Versicherungen gekündigt werden. Sie benötigen Hilfe bei der Gestaltung der Kündigungen? Lassen Sie sich hier schnell und unkompliziert beraten. 

2. Wo muss ein Todesfall gemeldet werden?

Der Todesfall muss zunächst einem Arzt gemeldet werden, im nächsten Schritt folgen die Krankenkasse und der Arbeitgeber. Auch die Versicherungen müssen informiert werden, die oberste Priorität haben dabei die Lebensversicherung, Unfallversicherung und Sterbegeldversicherung. Nur so können diese zu einer raschen Zahlung verpflichtet werden. Außerdem müssen die Sterbeurkunde beim Standesamt beantragt und eventuelle Verträge gekündigt werden. Ist der Ehepartner verstorben, sollte außerdem eine Witwen- oder Witwerrente bei der Rentenversicherung beantragt werden. Sie sind unsicher, ob Sie den Tod Ihres Angehörigen bei allen nötigen Stellen gemeldet haben? Einer unserer Rechtsanwälte macht Sie am Telefon gerne auf Versäumnisse aufmerksam. 

3. Wer zahlt im Todesfall die Beerdigung?

Im Todesfall sind die Hinterbliebenen durch die Kostentragungspflicht für die Finanzierung der Bestattung verantwortlich. Sind die Familienmitglieder dazu nicht in der Lage, sollten die Kosten von einem eventuellen Erben eingefordert oder eine Ratenzahlung mit dem Bestattungsunternehmen vereinbart werden. Ansonsten übernimmt das zuständige Sozialamt auf Antrag die Kosten. Dazu überprüft die zuständige Stelle die Vermögensverhältnisse der Familie und finanziert bei einem entsprechenden Ergebnis eine bescheidene Bestattung. Bei der Sozialbeerdigung können in einem angemessenen Rahmen auch Wünsche des Verstorbenen realisiert werden. Sie haben weitere Fragen zu dem Thema? Lassen Sie sich hier schnell und preiswert von einem Rechtsanwalt beraten. 

4. Wer erbt im Todesfall?

Die Verteilung des Erbes ist davon abhängig, ob ein Testament oder Erbvertrag existiert oder ob die gesetzliche Erbfolge angewendet wird. Bei ersteren erben nur die im Testament oder Vertrag genannten Personen. Existiert kein Schriftstück, findet die gesetzliche Erbfolge Anwendung, bei der der Ehepartner oder Lebenspartner sowie die Nachkommen oder Angehörigen bedacht werden. Außerdem haben der Ehepartner und die Kinder bzw. die anderen Verwandten des Erblassers bei einer Enterbung einen Anspruch auf ihren Pflichtteil. Daher ist es ratsam, schon frühzeitig ein Testament zu gestalten, das den eigenen Vorstellungen entspricht. Sie haben Fragen zur Gestaltung Ihres Testaments oder zu einer Erbschaft? Einer unserer Rechtsanwälte in Ihrer Nähe berät Sie gerne. 

5. Wer muss im Todesfall die Wohnung räumen? Wer zahlt im Todesfall die Miete?

Bei einer Mietwohnung geht der Mietvertrag im Todesfall auf die Familienmitglieder, die dort ebenfalls gewohnt haben oder die Erben über. Wenn kein Eigenbedarf besteht ist es daher ratsam, den Mietvertrag des Verstorbenen so schnell wie möglich zu kündigen. Erfolgt die Kündigung innerhalb eines Monats, kann eine Sonderkündigungsfrist von drei Monaten geltend gemacht werden. Bis dahin ist die Zahlung der Miete auch weiterhin fällig und kann bei einer Weigerung Konsequenzen nach sich ziehen. Außerdem sind die Erben innerhalb dieses Zeitraums für die Räumung der Wohnung verantwortlich. Auch Verträge mit dem Telefonanbieter sowie dem Energieversorger müssen rechtzeitig gekündigt werden. Lassen Sie sich bei den Kündigungen am besten von einem kundigen Rechtsanwalt unterstützen. 

Top-Tipps zum Thema Todesfall für Angehörige

1. Sorgen Sie bereits zu Lebzeiten für den Todesfall vor.

So unangenehm das Thema auch ist – ab einem bestimmten Alter sollten Sie sich mit den Vorbereitungen für Ihr eigenes Ableben beschäftigen. Zahlreiche Bestattungsunternehmen bieten eine Vorberatung an, im Rahmen derer Sie die nötigen Vorkehrungen etwa zur Gestaltung der Trauerfeier treffen können. Außerdem können Sie die Beerdigung durch Treuhandkonten oder Versicherungen finanziell absichern und Ihre Angehörigen entlasten. Mindestens ebenso wichtig ist die Anfertigung einer Patientenverfügung und eines Testaments. Zudem ist eine Bestattungsverfügung sinnvoll, in welcher der Verstorbene in Form einer Willenserklärung selbst festlegt, wie er bestattet werden möchte. Auch besondere Unterlagen wie etwa einen Organspendeausweis sollten Sie bereit legen und die Familie über den Aufbewahrungsort in Kenntnis setzen. Nur auf diese Weise können Sie sicher sein, dass Ihre Wünsche zu Lebzeiten auch nach Ihrem Tod berücksichtigt werden. Sie sind unsicher, ob Ihr Testament den nötigen Auflagen entspricht? Lassen Sie es hier online von einem Rechtsanwalt für Erbrecht überprüfen.

2. Kündigen Sie sich so schnell wie möglich um die Verträge des Verstorbenen.

Der Tod eines geliebten Familienmitglieds ist in den meisten Fällen ein schwerer Schicksalsschlag. Dennoch sollten Sie nicht in Trauer versinken, sondern sich so schnell wie möglich um die Angelegenheiten des Verstorbenen kümmern. Dazu gehört vor allem die Benachrichtigung eines Arztes, der den Totenschein ausstellt, und der Krankenversicherung. Besonders wichtig ist es auch, die Wohnung des Toten sowie seine Verträge mit Versicherungen, dem Telefonanbieter und dem Energieversorger zu kündigen. Diese enden nicht automatisch mit dem Tod und verursachen sonst unnötige Kosten. Dabei sollten Sie beachten, dass etwa der Mietvertrag trotz einer fristgerechten Sonderkündigung noch mindestens drei Monate weiterläuft, sodass die Zahlungen weiterhin geleistet werden müssen. Sie haben Fragen zur Erstellung einer Kündigung? Einer unserer Rechtsanwälte hilft Ihnen gerne weiter. 

3. Lassen Sie sich gleich mehrere Sterbeurkunden ausstellen.

Mit dem Totenschein kann beim zuständigen Standesamt eine Sterbeurkunde beantragt werden. In einem solchen Fall sollten Sie sich mindestens zehn Exemplare oder beglaubigte Kopien geben lassen. Die Sterbeurkunde wird nämlich für sämtliche Vertragskündigungen oder Abmeldungen benötigt. Durch die hohe Anzahl von Urkunden können Sie sicherstellen, dass alle nötigen Stellen angemessen informiert werden können. Sie sind unsicher, wen Sie über den Tod Ihres Verwandten informieren müssen? Lassen Sie sich von einem Rechtsanwalt vor Ort beraten, der Sie bei der weiteren Abwicklung unterstützt. 

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