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Ratgeber zum Thema Testament

Verfasst am 12. Dezember 2020

Definition "Testament"
Ein Testament ist eine einseitige Erklärung einer Person darüber, was nach ihrem Tode mit ihrem Vermögen geschehen soll.
https://de.fotolia.com/Butch

Was ist ein Testament?

Das Testament wird rechtssystematisch den Verfügungen von Todes wegen zugerechnet und tritt somit erst in dem Moment in Kraft, wenn der Tod der erklärenden Person eintritt und diese mit dem Testament ihren letzen Willen hinterlassen will. Im Testament kann der Testierende bestimmen, was nach seinem Ableben mit seinem Vermögen (dem Erbe) geschehen soll, insbesondere, wer es zu welchen Teilen erben soll. Er kann darin auch ein sog. Vermächtnis bestimmen. Die rechtliche Grundlage für das Testament bilden die Vorschriften des fünften Buches (Erbrecht) des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

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Testierfreiheit und Pflichtteil

Nach § 2229 BGB kann ein Testament errichten, wer das 16. Lebensjahr vollendet hat. Sechzehn- und Siebzehnjährige bedürfen, trotz der noch nicht erreichten Volljährigkeit, nicht der Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten, wenn sie ein Testament errichten. Von der Errichtung eines Testaments ist nach dem Erreichen des 16. Geburtstages nur ausgeschlossen, wer nach § 2229 Abs. 3 BGB „wegen krankhafter Störung der Geistestätigkeit, wegen Geistesschwäche oder wegen Bewusstseinsstörung nicht in der Lage ist, die Bedeutung einer von ihm abgegebenen Willenserklärung einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln“.

Grundsätzlich gilt im deutschen Erbrecht die sogenannte Testierfreiheit. Diese gibt dem Errichter des Testamentes freie Hand bei der Benennung von Erben bzw. der Auf- und Verteilung seines Erbes. Die Testierfreiheit ist Ausfluss der in Deutschland grundgesetzlich verankerten Freiheit des Eigentums (Art. 14 Grundgesetz). Eine Einschränkung erfährt die Testierfreiheit lediglich durch das Pflichtteilsrecht. Der Pflichtteil wird gesetzlich jedem Abkömmling des Erblassers gewährt, auch wenn er im Testament überhaupt nicht bedacht worden ist. Ein testamentarisch ausgeschlossener Erbe kann seinen Anspruch auf den Pflichtteil gegen andere Erben geltend machen.

Verschiedene Formen des Testaments

Das Testament kann auf verschiedene Arten errichtet werden. Das BGB kennt das eigenhändige Testament (§ 2247 BGB), das öffentliche Testament (§ 2232 BGB) und drei verschiedene Formen des Nottestaments (§§ 2249-2251 BGB).

Ein eigenhändiges Testament zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass es vom Errichter handschriftlich verfasst und unterschrieben wurde. Weil die Beweiskraft handgeschriebener Dokumente nicht optimal ist, hat der Gesetzgeber für das eigenhändige Testament eine Reihe von Zusatzvorschriften erlassen. So soll der Erblasser nach § 2247 Abs. 2 BGB in dem Testament angeben, zu welcher Zeit (Tag, Monat und Jahr) und an welchem Ort er es verfasst hat. Außerdem soll der Verfasser des Testaments nach § 2247 Abs. 3 BGB mit seinem Vornamen und dem Familiennamen unterschreiben, damit später leichter festgestellt werden kann, wer das Testament tatsächlich verfasst hat. Nach § 2247 Abs. 5 BGB ist ein eigenhändiges Testament, über dessen Gültigkeit Zweifel bestehen, schließlich nur dann gültig, wenn sich aus anderen Umständen als Unterschrift, Orts- und Zeitangabe die notwendigen Feststellungen treffen lassen.

Berliner Testament

Lesen Sie alles dazu in unserem gesonderten Ratgeber zum Thema „Berliner Testament“.

Echtheit des Testaments

Die Zweifel über die Echtheit oder Bestandskraft eines Testaments lassen sich durch die Errichtung eines öffentlichen bzw. notariellen Testaments vermeiden. Das öffentliche Testament wird dadurch errichtet, dass der Erblasser dem Notar entweder ein handschriftlich, selbstverfasstes Testament zur Verwahrung überreicht oder ihm seinen letzten Willen zur Niederschrift diktiert. Von Vorteil für den Errichter des Testamentes ist in diesem Zusammenhang, dass er sich durch den Notar umfangreich beraten lassen kann und vor allem, dass das Testament im sog. Testamentsregister hinterlegt wird und somit der letzte Wille leicht auffindbar ist.

Testamentsvollstrecker

In bestimmten Fällen kann es sinnvoll sein, dass nach dem Tode des Erblassers ein Testamentsvollstrecker berufen wird. Der Testamentsvollstrecker hat die Aufgabe, den in dem Testament beschriebenen letzten Willen des Erblassers zur Ausführung zu bringen. Ein Testamentsvollstrecker kann auch bereits in dem Testament bestimmt werden.

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Top-Fragen zum Thema Testament für Beteiligte

1. Warum sollte ich ein Testament hinterlassen?

Ein Testament bietet dem Erblasser weitreichende Möglichkeiten bei der Verteilung seines Vermögens unter den Nachkommen. Liegt kein Testament vor, so greift automatisch die gesetzliche Erbfolge. Diese sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Erbmasse und entspricht damit womöglich nicht der Absicht des Erblassers. Lassen Sie sich in Sachen Testament von einem kompetenten Rechtsanwalt beraten!

2. Wer darf das Testament öffnen?

Die Öffnung (Eröffnung) des Testaments ist immer Sache des Nachlassgerichtes (dem Amtsgericht angegliedert). Wer ein Testament einer verstorbenen Person in die Hände bekommt, muss es nach § 2259 BGB umgehend beim Nachlassgericht abliefern. Nutzen Sie jetzt die schriftliche Rechtsberatung, um Ihre Fragen zur Testamentseröffnung zu klären! 

3. Was kostet ein Testament?

Ein Testament kann dann Kosten verursachen, wenn es öffentlich, also vor dem Notar zustande kommt. Der Notar darf für die Beurkundung des Testaments eine 1,0-fache Gebühr verlangen, die sich je nach der Höhe des Vermögenswertes, über den im Testament verfügt wird, ändert. Den Kosten, die ein notarielles Testament verursacht, stehen jedoch auch Vorteile gegenüber. Lassen Sie sich daher von einem kompetenten Rechtsanwalt in dieser Sache beraten!

4. Wann braucht man einen Testamentsvollstrecker?

Die Aufgabe des Testamentsvollstreckers ist es, die letztwilligen Verfügungen des Erblassers zur Ausführung zu bringen. Die Benennung eines Testamentsvollstreckers kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn der Erblasser sein Testament mit Auflagen verbunden hat, wenn er Streit zwischen den Erben verhindern will oder wenn (beispielsweise minderjährige) Erben vor sich selbst geschützt werden sollen. Nehmen Sie jetzt die schriftliche Rechtsberatung in Anspruch, um Fragen zum Testamentsvollstrecker abzuklären!

5. Kann man ein Testament anfechten?

Die Anfechtung eines Testaments ist möglich, die §§ 2078, 2079 BGB machen hierzu Vorgaben. Das juristische Prozedere ist allerdings recht kompliziert, sodass man in jedem Fall fachlichen Rat durch einen Rechtsanwalt einholen sollte. Machen Sie daher Gebrauch von der telefonischen Rechtsberatung und lassen Sie sich von einem versierten Rechtsanwalt zur Testamentsanfechtung beraten!

Top-Tipps zum Thema Testament für Beteiligte

1. Machen Sie sich klar, was Sie in Ihrem Testament regeln wollen!

Gegenstand testamentarischer Regelungen kann nicht nur die reine Vermögensverteilung sein, sondern auch, wie mit Vermögensgegenständen verfahren werden soll. Unbedingt sollte auch darauf geachtet werden, dass der Inhalt des Testaments eindeutig ist, so dass in der Folge keine Unklarheiten oder Streitigkeiten entstehen. Lassen Sie sich deshalb von einem kompetenten Rechtsanwalt zu ihrem Testament beraten!

2. Verwahren Sie ihr Testament sicher!

Der sicheren Verwahrung des Testaments kommt große Bedeutung zu. Wird ein öffentliches Testament errichtet, sorgt der Notar für die Verwahrung des Testaments beim zuständigen Nachlassgericht. Auch ein eigenständiges Testament kann auf diese Weise hinterlegt und so gesichert werden. Was Sie hierfür tun müssen, erfahren Sie bei der telefonischen Rechtsberatung!

3. Beachten Sie bei der Errichtung des Testaments die Erbschaftsteuer!

Für eine Erbschaft fallen mitunter hohe Steuern an – je nachdem wie viel Vermögen vererbt wurde und wie der Verwandtschaftsgrad zwischen Erblasser und Erbe ist. Dieser Umstand sollte auch bei der Errichtung des Testaments bedacht werden. Wer sein Testament vorausschauend plant, kann beispielsweise durch Schenkungen die Erbschaftsteuerlast drücken. Nutzen Sie jetzt die schriftliche Rechtsberatung, um sich über die steuerlichen Möglichkeiten aufklären zu lassen!

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