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Ratgeber zum Thema Trennung

Verfasst am 21. Juli 2020

Definition "Trennung"
Eine Trennung im familienrechtlichen Sinn ist die Aufhebung einer ehelichen Lebensgemeinschaft, bei welcher keine häusliche Gemeinschaft zwischen zwei Ehepartnern mehr besteht.
https://de.fotolia.com/Rido

Was ist eine Trennung?

Bei einer Trennung handelt es sich um eine dauerhafte räumliche Trennung zweier Ehegatten gemäß § 1567 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Mindestens ein Ehegatte lehnt in diesem Fall die häusliche Gemeinschaft ab. Die Trennung ist innerhalb der Wohnung möglich. Sie kann aber auch durch den Auszug eines Partners aus der gemeinsamen Wohnung erfolgen und ist die Voraussetzung für eine Scheidung: Ohne vorhergehendes Trennungsjahr ist ein Scheidungsverfahren nicht möglich. Das Getrenntleben muss auf emotionaler, wirtschaftlicher und räumlicher Ebene erfolgen. Es gilt die sogenannte Trennung von Tisch und Bett.

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Warum muss ein Trennungsjahr eingehalten werden bei einer Scheidung?

Anhand des Trennungsjahres sollen die Ehepartner beweisen, dass die Ehe endgültig und unwiederbringlich gescheitert ist. Das Trennungsjahr soll sicherstellen, dass eine Scheidung tatsächlich beabsichtigt ist. Vom Gesetzgeber ist dies so vorgesehen, da es sich bei der Ehe um eine auf Dauer angelegte Institution handelt, welche nicht sofort und ohne Weiteres beendet werden soll. Die Scheidung einer kann also nur dann erfolgen, wenn diese als gescheitert gilt. Eine eheliche Lebensgemeinschaft darf somit nicht mehr bestehen und auch nicht wieder hergestellt werden. Erst nach Ablauf eines Trennungsjahres wird angenommen, dass die Ehe endgültig gescheitert ist.

Welchem Partner steht die Wohnung zu nach einer Trennung?

Bei einer Trennung steht im Regelfall demjenigen Ehepartner die gemeinsame Wohnung zu, der zuständig ist für die Betreuung der Kinder. Wenn sich die Partner nicht einig darüber sind, wer aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen soll, kann das Familiengericht bei der Entscheidung hinzugezogen werden. Hierbei gilt es, auch die individuellen Umstände der jeweiligen Partner zu berücksichtigen. Eine alleinige Nutzung der Wohnung ist auch dann möglich, wenn bei einem weiteren Zusammenleben der Partner eine unbillige Härte zu vermuten ist. Diese kann beispielsweise im Fall von Gewalt in einer Partnerschaft angenommen werden. Der Partner, der aus der Wohnung auszieht, sollte auch aus dem Mietvertrag herausgenommen werden. Bei laufenden Kreditzahlungen einer Eigentumswohnung muss derjenige Partner die Raten weiterhin zahlen, der in der Wohnung verbleibt.

Was passiert mit dem Hausrat?

Auch den gemeinsamen Hausrat gilt es zwischen den Partnern nach einer Trennung aufzuteilen. Zum diesem sogenannten Hausrat gehören auch Rechte, Anwartschaften und bewegliche Sachen, die dem gemeinsamen Zusammenleben der ehelichen Lebensgemeinschaft dienen sollten. Wenn sich die Partner über die Aufteilung nicht einig sein sollten, kann das Familiengericht den gemeinsamen Hausrat formell aufteilen unter Berücksichtigung der Eigentumsverhältnisse. Dabei müssen alle Hausratsgegenstände genau erfasst und aufgelistet werden. Anschließend müssen die Eigentumsverhältnisse und die Nutzungsregelungen abgeklärt werden, um zu einer eindeutigen Zuteilung der jeweiligen Gegenstände zu gelangen. Das Gericht entscheidet hierbei nach Ermessen.

Gibt es einen Versorgungsausgleich?

In der Regel findet nach einer Trennung auch ein Versorgungsausgleich statt. Dies bedeutet, dass Anwartschaften zur Rentenversicherung, welche die Ehepartner während der Ehe erworben haben, nach der Trennung zwischen beiden Parteien ausgeglichen werden sollen. Bei der Anwartschaft einer Rentenversicherung handelt es sich um die Werte in Form gutgeschriebener Entgeltpunkte durch die Erfüllung der Beitragszahlungen. Bei der Leistungsgewährung durch die Rentenversicherung werden die Werte zum Rentenanspruch. Die Aufteilung dieser Anwartschaften nach einer Trennung soll finanzielle Gerechtigkeit im Rentenalter herstellen.

Können die Partner Unterhalt nach der Trennung verlangen?

Nach einer Trennung kann der Ehegatte seinen Unterhaltsanspruch gemäß § 1361 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) gegen einen anderen Ehegatten geltend machen. Der Ehegatte, der wirtschaftlich schlechter gestellt ist, hat einen Anspruch auf Trennungsunterhalt. Entscheidend ist dabei die Trennung, die entweder innerhalb der gemeinsamen Wohnung vollzogen wird oder durch den Auszug eines Partners aus der Wohngemeinschaft erfolgen kann.

Wo leben die Kinder nach einer Trennung?

Wenn beide Partner miteinander verheiratet waren oder eine gemeinsame Sorgeerklärung für ein Kind abgegeben haben, steht ihnen auch nach der Trennung weiterhin das gemeinsame Sorgerecht zu. Die Eltern müssen sich jedoch über den gewöhnlichen Aufenthalt des Kindes einigen. Falls sie hierbei zu keiner einvernehmlichen Einigung gelangen, kann das Familiengericht darüber entscheiden. Die Entscheidung über den Aufenthalt erfolgt unabhängig von der elterlichen Sorge. Der Elternteil, bei dem das Kind leben soll, besitzt lediglich das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

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Top-Fragen zum Thema Trennung für Ehepartner

1. Wo kann ich den Trennungsunterhalt beantragen?

Falls Sie sich mit Ihrem Partner nicht über den Trennungsunterhalts einigen können, so haben Sie die Möglichkeit, Ihren Unterhaltsanspruch vor dem Familiengericht geltend zu machen. Bei einer Trennung sind beide Partner dazu verpflichtet, sich gegenseitige Auskünfte zu Ihrem Unterhalt zu gewähren. Wenn Ihr Ehegatte diese Auskunft verweigern sollte, können Sie sich die entsprechenden Informationen mithilfe einer Auskunftsklage einholen. Falls Sie nähere Fragen zu diesem Thema haben, können Sie sich gerne an unsere telefonische Rechtsberatung wenden.

2. Wie wird der Trennungsunterhalt berechnet?

Bei der Gewährung des Trennungsunterhalts müssen die finanziellen Verhältnisse während der bestehenden Ehe ausgeglichen werden. Daher entscheidet die Höhe des Einkommens der Ehegatten über die Höhe des Unterhalts. Weitere Voraussetzungen für die Gewährung des Unterhalts sind die Bedürftigkeit des Ehepartners und dessen Unterhaltsbedarf. Bei dem Ehepartner, der den Unterhalt zahlen soll, muss zuvor seine Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden. Das Maß des Unterhalts wird an den Lebensverhältnissen während der Ehe bemessen. Wenn Sie sich genauer zu diesem Thema informieren möchten, kann Ihnen hierbei unser schriftliches Beratungsangebot weiterhelfen. 

3. Wer bekommt das gemeinsame Haus nach einer Trennung?

Laut Gesetz kommt der gemeinsamen Ehewohnung ein besonderer Status zu. Beide Ehepartner sind damit unabhängig von den Eigentumsverhältnissen dazu berechtigt, in dem Wohnraum zu leben. Wenn vor einer Scheidung beide Partner als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen werden, so steht beiden jeweils die Hälfte des Wohnraums zu. Wenn einer der Eigentümer in dem Haus weiterhin wohnen möchte, muss er dem anderen Partner die Hälfte des Hauses abkaufen. Sie können sich bei weiteren Fragen gerne an unsere telefonische Rechtsberatung wenden. 

4. Wann muss mein Partner mir Unterhalt zahlen?

Wenn Ihr Ehepartner ein höheres Einkommen hat als Sie, haben Sie einen Anspruch auf Trennungsunterhalt, da innerhalb des Trennungsjahres noch nicht mit einer Veränderung der beruflichen Verhältnisse gerechnet wird. Erst nach Ablauf des Trennungsjahres kann erwartet werden, dass Sie ihre berufliche Situation ändern. Wenn jedoch eine Unterhaltspflicht gegenüber einem Kind besteht, sind Sie dazu verpflichtet, den Unterhalt mit einem entsprechenden Einkommen sicherzustellen. Wenn Sie Ihren Unterhaltsanspruch gegen Ihren Partner geltend machen wollen, können Sie sich hier die Unterstützung von einem erfahrenen Anwalt für Familienrecht einholen. 

5. Was steht mir nach dem Trennungsunterhalt zu?

Unmittelbar nach einer rechtskräftigen Scheidung haben Sie keinen Anspruch mehr auf den Trennungsunterhalt, der Ihnen zuvor im Trennungsjahr zustand. Sie können ab diesem Zeitpunkt jedoch einen nachehelichen Unterhalt von Ihrem geschiedenen Ehepartner verlangen. Bei Unklarheiten und weiteren Fragen zu diesem Thema können Sie sich an unsere schriftliche Rechtsberatung wenden. 

Top-Tipps zum Thema Trennung für Ehepartner

1. Unterhaltsanspruch rechtzeitig geltend machen.

Wenn Sie Ihren Unterhaltsanspruch gegen den Partner nicht rechtzeitig geltend machen, können Sie rückwirkend für die Vergangenheit keinen Unterhalt mehr verlangen. Unterhalt kann lediglich dann eingefordert werden, wenn er bereits verlangt wurde. Wenn Sie sich hierzu näher informieren möchten, können Sie sich hier an einen erfahrenen Rechtsanwalt wenden. Dieser kann Ihnen auch bei der Geltendmachung Ihres Unterhaltsanspruchs helfen. 

2. Nur einen Ehepartner in das Grundbuch eintragen lassen.

Wenn sich nur ein Partner in das Grundbuch des Hauses als Eigentümer eintragen lässt, hat dieser nach der Trennung die Möglichkeit, das Haus auch ohne die Zustimmung seines Partners zu verkaufen. Falls Sie zu diesem Thema weitere Fragen haben, können Sie sich bei unserer schriftlichen Rechtsberatung näher dazu informieren. 

3. Treffen Sie eine schriftliche Vereinbarung mit Ihrem Ehepartner.

Wenn Sie nach einer Trennung aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen, müssen Sie mit dem Vermieter eine Entlassung aus dem Mietvertrag vereinbaren. Wenn dies allerdings nicht erfolgt, sollten Sie mit Ihrem Partner eine schriftliche Vereinbarung treffen, in der Sie von dem Mietverhältnis nach dem Auszug aus der Wohnung freigestellt werden. 

4. Regeln Sie Angelegenheiten zuvor in einer Scheidungsfolgenvereinbarung.

Bei dem Scheidungstermin sollten alle wichtigen Themen rund um die Trennung bereits geklärt sein, da dieser im Fall von Uneinigkeiten zwischen den Partnern verschoben werden kann. So sollten das Umgangsrecht mit den Kindern, der Kindesunterhalt sowie die Aufteilung des gemeinsamen Hausrats im Voraus zwischen den Partnern einvernehmlich besprochen sein. Weitere wichtige Punkte, auf die Sie sich schon vor dem Termin mit Ihrem Partner einigen sollten, sind der Unterhalt zwischen den Ehepartnern sowie die Überlassung der Ehewohnung. Für weitere Informationen können Sie sich gerne an unsere schriftliche Rechtsberatung wenden. 

5. Beachten Sie Ihre Erwerbsobliegenheit.

Wenn Sie nach einer Trennung zur Zahlung von Unterhalt an Ihren Partner verpflichtet sind, versuchen Sie nicht absichtlich eine Leistungsunfähigkeit durch beispielsweise die Kündigung Ihrer Tätigkeit herbeizuführen. In diesem Fall würden Sie von dem Gericht trotzdem so behandelt werden, als würden Sie einer Tätigkeit nachgehen und Ihnen kann ein fiktives Einkommen angerechnet werden. Wenn Sie sich Ihrer Unterhaltsplicht entziehen sollten, drohen Ihnen Sanktionen und im schlimmsten Fall sogar die Gefängnisstrafe. Im Fall von Streitigkeiten zu diesem Thema können sich beraten lassen bei unserer telefonischen Rechtsberatung

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