fbpx

Scheinehe

Ratgeber

Was ist eine Scheinehe?

Eine Scheinehe liegt dann vor, wenn beide Partner zwar eine formale Ehe miteinander geschlossen haben, sich vor der Eheschließung aber darüber einig waren, keine eheliche Lebensgemeinschaft miteinander herstellen und führen zu wollen. In Deutschland werden Scheinehen häufig zwischen deutschen Staatsbürgern und Ausländern geschlossen, damit der ausländische Ehepartner eine Aufenthaltserlaubnis erhält.

Was sind die rechtlichen Konsequenzen einer Scheinehe?

Strafbar ist nicht die Scheinehe an sich, sondern die Angabe unvollständiger oder unrichtiger Tatsachen bei der Ausländerbehörde über das Bestehen einer ehelichen Lebensgemeinschaft, um einen Aufenthaltstitel zu erlangen. Dabei können sich Deutsche genauso strafbar machen, wie die an der Eheschließung beteiligten Ausländer. Wenn eine Ehe sich als eine Scheinehe erweisen sollte, kann der Ausländer dadurch seine Aufenthaltserlaubnis wieder verlieren und die Scheinehe aufgehoben werden.

Kostenlose Erst­beratung zu
Scheinehe erhalten

Füllen Sie das nachfolgende Formular aus, wenn es sich um eine realistische Anfrage handelt können Sie damit rechnen, dass sich bald ein Anwalt bei Ihnen meldet.

Wie hoch ist die Strafe bei einer Scheinehe?

Eine Scheinehe kann in Deutschland gemäß § 92 des Ausländergesetzes (AuslG) mit einer Geldstrafe geahndet werden. Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren sind ebenso möglich. Häufig werden jedoch die Migranten gemäß § 271 des Strafgesetzbuches (StGB) wegen Falschbeurkundung oder gemäß § 156 StGB wegen Falschaussagen verurteilt. Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft können wiederum verurteilt werden wegen der Unterstützung illegaler Aufenthalte.

Wie ist eine Scheinehe beweisbar?

Eine Scheinehe ist dann beweisbar, wenn keine eheliche Lebensgemeinschaft vorliegt. Wenn sich die Ehegatten vor der Eheschließung nie begegnet sind, kann dies ebenso ein Indiz für das Vorliegen einer Scheinehe sein. Auch widersprüchliche Aussagen hinsichtlich der Personalien oder der sonstigen Umstände können darauf hinweisen. Ebenso verdächtig kann die Übergabe eines Geldbetrags bei der Eheschließung sein, wenn es sich dabei nicht um eine Mitgift handelt. Damit eine Aufenthaltserlaubnis des ausländischen Ehegatten erteilt werden kann, muss er bei der Ausländerbehörde häufig vorweisen, dass ein Wille zur Herstellung einer ehelichen Lebensgemeinschaft vorliegt.

Was sind die weiteren Konsequenzen beim Vorliegen einer Scheinehe?

Wenn eine Scheinehe aufgedeckt wird, kann diese gemäß § 1314 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) auf Antrag aufgehoben werden. Antragsberechtigt sind die jeweiligen Ehegatten sowie die von der Landesregierung bestimmten zuständigen Verwaltungsbehörden. Die Scheinehe kann gemäß § 1313 des BGB nur für die Zukunft aufgehoben werden und ist ab dem Zeitpunkt der Rechtskräftigkeit des gerichtlichen Urteils ungültig.  

Darf ein Ausländer nach einer Scheinehe weiterhin in Deutschland bleiben?

Ein ausländischer Ehepartner hat einen Anspruch auf Einbürgerung, wenn er seit mindestens zwei Jahren eine Ehe mit einem deutschen Ehepartner führt. Im Fall einer Scheinehe kann der Aufenthaltstitel des ausländischen Ehepartners wieder aufgehoben werden. Auch die Einbürgerung kann nachträglich wieder zurückgenommen werden.

Teilen:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on pinterest
Pinterest
Share on linkedin
LinkedIn

Verwandte Beiträge

Kündigungsschutzklage

Was ist eine Kündigungsschutzklage? Ist dem Arbeitnehmer eine Kündigung ausgesprochen worden, fürchtet dieser zumeist um seine Existenz und berufliche Zukunft. Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) bietet hierbei

Kündigungsfristen

Was ist eine Kündigungsfrist? Kündigungsfristen bewirkt das Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses auch nach der Kündigungserklärung bzw. einer ordentlichen Kündigung. Obwohl das Arbeitsverhältnis absehbar enden wird, bleiben

Arbeitszeugnis

Was beinhaltet ein Arbeitszeugnis? Endet ein Arbeitsverhältnis, ist der Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, ein Arbeitszeugnis auszustellen. Der Anspruch besteht noch bis zu 3 Jahre nach

Aufhebungsvertrag

Was ist ein Aufhebungsvertrag? Der Aufhebungsvertrag wird zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber abgeschlossen, um das Arbeitsverhältnis in beidseitigem Einverständnis zu beenden. Ggf. kann auch eine sofortige

Verdachtskündigung

Was ist eine Verdachtskündigung? In vielen Fällen kann der Arbeitgeber keine zwingenden Beweise für einen Pflichtverstoß eines Arbeitnehmers vorweisen (z.B. beim Abhandenkommen von Waren oder

Zu diesem Thema mit einem Anwalt sprechen


15 Minuten

29
  • 15 Minuten Telefonat mit einem Anwalt
  • Antwort auf eine konkrete kurze Fragestellung zu Ihrem Thema
  • Geld-Zurück Garantie


30 Minuten 

49
  • 30 Minuten Telefonat mit einem Anwalt
  • Juristische Erläuterung des Problems & konkrete Tipps
  • Geld-Zurück Garantie
Meistgekauft

Schriftliche
Rechtsberatung

99
  • Rechtsverbindliche, schrifltiche Antwort eines Rechtsanwalts
  • Direkter online Dokumentenupload
  • Eine Rückfrage inklusive

So einfach geht's:

  1. Beratungspaket auswählen & buchen
  2. Optional – Rechtsgebiet auswählen
  3. Anwalt ruft Sie innerhalb weniger Stunden an

In Kooperation mit