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Ratgeber zum Thema Kindesunterhalt

Verfasst am 8. September 2016

Definition "Kindesunterhalt"
Der Kindesunterhalt regelt die Absicherung des Lebensbedarfs des Kindes durch einen einem unterhaltspflichtigen Elternteil.
fotolia.com/nmann77

Von den verschiedenen Arten von Unterhalt ist der Kindesunterhalt rechtlich dem Unterhalt unter Verwandten in gerader Linie zuzuordnen. Der Kindesunterhalt geht damit auf den § 1601 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) zurück. Dieser schreibt vor: „Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren.“ Hieraus resultiert neben dem Kindesunterhalt auch der Elternunterhalt, der von Kindern für die Sicherung des Lebensbedarfs der Eltern geleistet wird.

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Voraussetzung für den Kindesunterhalt

Als Grundvoraussetzungen für den Kindesunterhalt müssen zwei Bedingungen vorhanden sein: die Bedürftigkeit des Kindes und die Leistungsfähigkeit der unterhaltspflichtigen Person. Bedürftig und damit unterhaltsberechtigt ist nach § 1602 BGB, wer außerstande ist, sich selbst zu unterhalten. Dies gilt für Kinder auch dann, wenn sie Vermögen haben, aber die Einkünfte des Vermögens und der Ertrag ihrer Arbeit zum Unterhalt nicht ausreichen. Leistungsfähig und damit unterhaltspflichtig ist nach § 1603 BGB, wer nicht bei Berücksichtigung seiner sonstigen Verpflichtungen außerstande ist, ohne Gefährdung seines angemessenen Unterhalts den Unterhalt zu gewähren.

Eltern sind ihren Kindern gegenüber bis zur Vollendung der Volljährigkeit zur Leistung von Unterhalt verpflichtet. Darüber hinaus sind sie jedoch auch bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs des Kindes unterhaltspflichtig, solange sie im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden. Studiert ein Kind, sind die Eltern auch während der Dauer des Studiums unterhaltspflichtig, sofern das Kind die Regelstudienzeit nicht wesentlich überschreitet.

Höhe des Kinderunterhalts

Die Höhe des Kindesunterhalts ist durch Gesetze nicht verbindlich geregelt. Allerdings gibt es verschiedene Orientierungshilfen, die wichtigste ist die „Düsseldorfer Tabelle“. Diese dient den Familiengerichten als Orientierungshilfe hinsichtlich des Kindesunterhalts, den sie in Unterhaltsverfahren den Kindern geschiedener Ehepartner zusprechen. Die Düsseldorfer Tabelle wird vom Oberlandesgericht Düsseldorf herausgegeben und immer wieder aktualisiert. In Abhängigkeit vom Alter des Kindes und von dem Einkommen des unterhaltspflichtigen Elternteils gibt sie die Höhe des monatlich zu zahlenden Kinderunterhalts vor. Unabhängig hiervon wird jedem Unterhaltspflichtigen ein Selbstbehalt zugebilligt, der zur Deckung seines eigenen Lebensbedarfs dient.

Dem Einkommen des Unterhaltspflichtigen werden auch sogenannte fiktive Einkünfte hinzugerechnet. Diese umfassen Fälle, in denen ein zusätzliches Einkommen möglich wäre und der Unterhaltspflichtige auch verpflichtet wäre, das zusätzliche Einkommen zu erzielen. Denkbar sind in diesem Zusammenhang beispielsweise nicht genutzte steuerliche Vorteile oder Verstöße gegen die Arbeitspflicht des Unterhaltspflichtigen. 

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Top-Fragen zum Thema Kindesunterhalt

1.tWie lange muss ich Kindesunterhalt bezahlen?

Grundsätzlich müssen unterhaltspflichtige Elternteil den Kindesunterhalt bis zur Volljährigkeit leisten. Auch lange nach der Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes kann jedoch noch eine Unterhaltspflicht bestehen. Dies hängt von vielen Faktoren ab, so dass eine Beurteilung durch den juristischen Laien mitunter schwierig ist. Nutzen Sie daher jetzt unser Angebot der schriftlichen Rechtsberatung, um ihre Unterhaltspflicht zu prüfen!

2.tKann ich den Kindesunterhalt reduzieren?

Innerhalb gewisser, durch Gesetzgebung und Rechtsprechung eng abgesteckter, Grenzen ist es durchaus möglich, den Kindesunterhalt zu reduzieren. Unter Umständen können etwa bestimmte berufsbedingte Aufwendungen oder neu hinzukommende Kinder in einer neuen Beziehung eine Reduzierung rechtfertigen. Lassen Sie sich in diesem Zusammenhang von einem kompetenten Rechtsanwalt beraten, den Sie auf rechtsanwalt.com finden!

3.tKann ich den Kindesunterhalt zurückfordern?

Die Rückforderung zu viel gezahlter Unterhaltsleistungen ist möglich, allerdings sollte man in diesem Zusammenhang auf keinen Fall auf eigenen Faust handeln, sondern lieber einen Rechtsanwalt kontaktieren. Eine Aufrechnung zu viel gezahlter Beträge mit aktuellen Zahlungen ist beispielsweise untersagt. Nutzen Sie die telefonische Rechtsberatung von rechtsanwalt.com, um zu erfahren, wie sie Kindesunterhalt zurückfordern können!

4.tWas muss man tun, wenn der Kindesunterhalt nicht gezahlt wird?

Bezahlt der unterhaltspflichtige Elternteil den Kindesunterhalt nicht, so kann der andere Elternteil stellvertretend für das unterhaltsberechtigte gemeinsame Kind juristische Schritte unternehmen. Kontaktieren Sie jetzt einen versierten Rechtsanwalt über das Suchportal auf rechtsanwalt.com und erfahren Sie, was Sie tun können, um gegen die Nichtleistung des Kindesunterhalts vorzugehen!

Top-Tipps zum Thema Kindesunterhalt

1.tBeachten Sie die Regelungen zum fiktiven Einkommen und auch den Abzugsmöglichkeiten!

Für die Höhe des zu leistenden Kindesunterhalts ist nicht allein das reine Nettoeinkommen von Belang. Neben Tatbeständen, die zu einem fiktiven Einkommen und damit zu einer Erhöhung des Unterhalts führen können, gibt es auch die Möglichkeit, bestimmte Dinge hinsichtlich des Kindesunterhalts in Abzug zu bringen. Greifen Sie auf unsere schriftliche Rechtsberatung zurück, um sich hierüber zu informieren! 

2.tHandeln Sie schnell, falls sie den Kindesunterhalt nicht mehr bezahlen können!

Wer den geschuldeten Kindesunterhalt nicht bezahlt, muss mit juristischen Konsequenzen rechnen. Eine mögliche Folge ist die Unterhaltspflichtverletzungsklage. Welche Schritte Sie unternehmen müssen, um dies zu verhindern, kann Ihnen ein Rechtsanwalt mitteilen. Nutzen Sie deshalb jetzt die telefonische Rechtsberatung auf rechtsanwalt.com!

3.tInformieren Sie sich über die Klagemöglichkeiten bei ausbleibendem Kindesunterhalt!

Für denjenigen Elternteil, der das Kind nach der Trennung betreut, kann das Ausbleiben der Unterhaltszahlungen schnell zum Problem werden. Zögern Sie daher nicht, frühzeitig juristischen Rat zu suchen um den säumigen Elternteil doch noch zur Zahlung des Kinderunterhalts zu bewegen. Finden Sie jetzt auf rechtsanwalt.com einen kompetenten Rechtsanwalt, der Ihnen aufzeigt, wie Sie Kindesunterhalt einklagen können!

4.tUnterhalt kann in bestimmten Fällen auch rückwirkend eingeklagt werden!

Eine rückwirkende Einforderung von Unterhalt ist möglich, jedoch nur in ganz bestimmten Fällen, etwa wenn  ein sogenannter Sonderbedarf vorgelegen hat. Die entsprechenden Rechtsvorschriften sind für Unkundige nicht leicht zu überblicken, deshalb sollte unbedingt ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden. Nutzen Sie daher jetzt das Angebot der telefonischen Rechtsberatung, um Ihre Fragen zu rückwirkend geltend gemachten Unterhaltsansprüchen von einem Fachmann beantworten zu lassen!

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