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Rechtsschutzversicherung
Rechtsnews 14.12.2023 Alex Clodo

Gleitzeit 2023: Was versteht man unter Gleitzeit?

Die Gleitzeit ist eine flexible Arbeitszeitform, die es den Arbeitnehmern ermöglicht, ihre Arbeitszeit innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens selbst zu bestimmen. Die Gleitzeit bietet sowohl den Arbeitnehmern als auch den Arbeitgebern Vorteile, aber auch einige rechtliche Herausforderungen. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Gleitzeit.

Was ist Gleitzeit?

Gleitzeit bedeutet, dass die Arbeitnehmer ihre tägliche Arbeitszeit innerhalb eines festgelegten Zeitkorridors frei einteilen können. Dabei gibt es in der Regel eine Kernarbeitszeit, in der alle Arbeitnehmer anwesend sein müssen, und eine Gleitzeit, in der die Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit variieren können. Die Gesamtarbeitszeit pro Tag, Woche oder Monat muss jedoch eingehalten werden.

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Wem steht Gleitzeit zu?

Gleitende Arbeitszeit steht grundsätzlich allen Beschäftigten zu, die nicht an feste Arbeitszeiten gebunden sind. Dies sind in der Regel Angestellte, die keine Schicht-, Rufbereitschafts- oder Bereitschaftsdienste leisten müssen. Die genauen Regelungen für Gleitzeit können je nach Betrieb, Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag variieren. In der Regel gibt es eine Kernarbeitszeit, in der alle Beschäftigten anwesend sein müssen, und eine Gleitzeit, in der die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel gestalten können. Die Gesamtarbeitszeit pro Tag oder Woche muss jedoch eingehalten werden.

Um diese Zeit zu nutzen, müssen die Beschäftigten ihre Arbeitszeiten dokumentieren und mit ihrem Vorgesetzten abstimmen. Dies kann zum Beispiel durch elektronische Zeiterfassungssysteme, Stempeluhren oder Arbeitszeitkalender erfolgen. Die Beschäftigten müssen darauf achten, dass sie ihre Arbeitszeiten nicht zu stark variieren, um einen geregelten Arbeitsablauf zu gewährleisten. Außerdem müssen sie die gesetzlichen Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz beachten, wie zum Beispiel die Mindestruhezeiten zwischen den Arbeitstagen oder die maximale Arbeitszeit pro Tag oder Woche.

Welche Vorteile hat die Gleitzeit?

Die Gleitzeit bietet den Arbeitnehmern mehr Flexibilität und Autonomie bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit. Sie können so ihre persönlichen und beruflichen Bedürfnisse besser miteinander vereinbaren, zum Beispiel durch die Berücksichtigung von Familienpflichten, Verkehrslage oder individuellen Leistungskurven. Die gleitende Arbeitszeit kann auch die Motivation, Zufriedenheit und Produktivität der Arbeitnehmer erhöhen.

Die Arbeitgeber profitieren von der variablen Arbeitszeit, indem sie die Anpassungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens verbessern. Sie können so auf schwankende Auftragslagen oder Kundenwünsche reagieren und die Auslastung ihrer Ressourcen optimieren. Die Gleitzeit kann auch die Mitarbeiterbindung und das Betriebsklima fördern.

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten für die Gleitzeit?

Die Gleitzeit ist im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) nicht ausdrücklich geregelt. Sie kann jedoch auf der Grundlage von Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder Einzelarbeitsverträgen eingeführt werden. Dabei müssen die gesetzlichen Vorgaben zum Arbeits- und Gesundheitsschutz beachtet werden, zum Beispiel die Höchstarbeitszeit von zehn Stunden pro Tag, die Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei mehr als sechs Stunden Arbeitszeit und die Ruhezeiten von mindestens elf Stunden zwischen zwei Arbeitstagen.

Wie wird die Gleitzeit erfasst und kontrolliert?

Die variable Arbeitszeit erfordert eine genaue Erfassung und Kontrolle der Arbeitszeiten der Arbeitnehmer. Dies kann durch elektronische Zeiterfassungssysteme, Stempeluhren oder manuelle Aufzeichnungen erfolgen. Die Arbeitnehmer müssen dabei ihre tatsächliche Arbeitszeit dokumentieren und eventuelle Abweichungen von der vereinbarten Arbeitszeit begründen. Die Arbeitgeber müssen die Arbeitszeiten regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls korrigierend eingreifen.

Wie wird mit Überstunden oder Minusstunden umgegangen?

Die Gleitzeit ermöglicht es den Arbeitnehmern, ihre Arbeitszeiten je nach Bedarf zu erhöhen oder zu reduzieren. Dabei können Überstunden oder Minusstunden entstehen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausgeglichen werden müssen. Dieser Zeitraum wird als Ausgleichs- oder Abrechnungsperiode bezeichnet und kann je nach Vereinbarung zwischen einem Monat und einem Jahr liegen.

Überstunden sind die Arbeitszeiten, die über die vereinbarte Gesamtarbeitszeit pro Ausgleichsperiode hinausgehen. Sie müssen entweder durch Freizeitausgleich oder durch Zuschlagszahlung vergütet werden. Dabei gelten die gesetzlichen oder tariflichen Regelungen für Überstunden.

Minusstunden sind die Arbeitszeiten, die unterhalb der vereinbarten Gesamtarbeitszeit pro Ausgleichsperiode liegen. Sie müssen entweder durch Nacharbeit oder durch Lohnkürzung ausgeglichen werden. Dabei gelten die Grundsätze des Vertrauensschutzes und der Verhältnismäßigkeit.

Was geschieht bei unrechtmäßiger Dokumentation?

Beschäftigte müssen ihre tatsächliche Arbeitszeit korrekt dokumentieren, um Missbrauch zu vermeiden. Wenn man variable Arbeitszeit unrechtmäßig dokumentiert, kann das schwerwiegende Folgen haben. Zum Beispiel kann man eine Abmahnung oder sogar eine Kündigung erhalten, wenn man mehr Stunden angibt, als man tatsächlich gearbeitet hat. Außerdem kann man sich strafbar machen, wenn man vorsätzlich falsche Angaben macht. Das kann zu einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe führen. Daher ist es wichtig, die Gleitzeitregelungen einzuhalten und seine Arbeitszeit ehrlich und genau zu erfassen.

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