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Rechtsschutzversicherung
Ratgeber 07.10.2023 Alex Clodo

Facebook Datenleck – Anspruch auf Schadensersatz?

Im April 2021 wurde bekannt, dass die persönlichen Daten von mehr als 500 Millionen Facebook-Nutzern im Internet veröffentlicht wurden. Das Datenleck umfasste Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten und andere sensible Informationen. Wie kam es zu diesem Datenleck und was können Sie als Betroffener tun, um Ihre Privatsphäre und Sicherheit zu schützen? In diesem Blogbeitrag beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Facebook Datenleck und geben Ihnen konkrete Tipps zum weiteren Vorgehen.

Wie kam es zu dem Facebook Datenleck?

Das Facebook Datenleck geht auf eine Sicherheitslücke zurück, die bereits im Jahr 2019 entdeckt und geschlossen wurde. Damals konnten Hacker die Funktion “Freunde finden” ausnutzen, um die Telefonnummern von Facebook-Nutzern abzugreifen. Diese Telefonnummern wurden dann mit anderen Datenquellen verknüpft, um weitere Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen, Wohnorte und Geburtsdaten zu erhalten. Diese Daten wurden zunächst auf einem Hacker-Forum zum Verkauf angeboten, später aber kostenlos im Internet veröffentlicht.

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Wie kann ich herausfinden, ob meine Daten betroffen sind?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um zu überprüfen, ob Ihre Daten von dem Facebook Datenleck betroffen sind. Eine davon ist die Website haveibeenpwned.com, die eine Datenbank von verschiedenen Datenlecks anbietet. Dort können Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Telefonnummer eingeben und sehen, ob diese in einem der bekannten Datenlecks vorkommt.

Eine andere Möglichkeit ist die Website thefacebookleak.com, die speziell für das Facebook Datenleck erstellt wurde. Dort können Sie ebenfalls Ihre E-Mail-Adresse oder Telefonnummer eingeben und sehen, ob diese in dem Datenleck enthalten sind.

Was bedeutet das Datenleck für die Betroffenen?

Das Datenleck stellt ein erhebliches Risiko für die Privatsphäre und Sicherheit der Betroffenen dar. Mit den gestohlenen Daten können Cyberkriminelle verschiedene Arten von Angriffen durchführen, wie zum Beispiel:

Phishing: Dabei werden gefälschte E-Mails oder Nachrichten verschickt, die vorgeben, von einer vertrauenswürdigen Quelle zu stammen, um die Empfänger dazu zu bringen, sensible Informationen preiszugeben oder auf schädliche Links zu klicken.

Identitätsdiebstahl: Dabei werden die gestohlenen Daten verwendet, um sich als jemand anderes auszugeben und Zugang zu Online-Konten, Bankkonten oder anderen Diensten zu erlangen.

Spam: Dabei werden die gestohlenen E-Mail-Adressen oder Telefonnummern verwendet, um unerwünschte Werbung oder betrügerische Angebote zu versenden.

Was kann ich tun, wenn meine Daten betroffen sind?

Wenn Ihre Daten von dem Facebook Datenleck betroffen sind, sollten Sie einige Schritte unternehmen, um Ihre Privatsphäre und Sicherheit zu schützen. Hier sind einige Tipps:

Ändern Sie Ihr Facebook-Passwort und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dies verhindert, dass jemand mit Ihren gestohlenen Daten auf Ihr Facebook-Konto zugreifen kann.

Überprüfen Sie Ihre Facebook-Einstellungen und beschränken Sie den Zugriff auf Ihre persönlichen Informationen. Sie können zum Beispiel auswählen, wer Ihre Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder Geburtsdatum sehen kann.

– Seien Sie vorsichtig bei verdächtigen Anrufen, E-Mails oder Nachrichten. Hacker können Ihre gestohlenen Daten nutzen, um Ihnen Phishing-Angriffe zu schicken oder Sie zu erpressen. Geben Sie niemals sensible Informationen wie Passwörter oder Bankdaten an unbekannte Personen weiter.

Überwachen Sie Ihre Konten und Kreditkarten auf ungewöhnliche Aktivitäten. Hacker können Ihre gestohlenen Daten nutzen, um sich Zugang zu Ihren Online-Konten oder Finanzdiensten zu verschaffen. Wenn Sie etwas Verdächtiges bemerken, melden Sie es sofort den entsprechenden Anbietern.

Informieren Sie sich über Ihre Rechte als Betroffener eines Datenschutzverstoßes. In Deutschland haben Sie unter anderem das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung oder Schadensersatz bei einem Datenschutzverstoß. Sie können sich auch an die zuständige Datenschutzbehörde wenden, um eine Beschwerde einzureichen oder weitere Informationen zu erhalten.

Welche Gesetze gelten für das Datenleck?

Das Facebook-Datenleck fällt unter die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die seit Mai 2018 in Kraft ist. Die DSGVO verpflichtet Unternehmen dazu, personenbezogene Daten ihrer Nutzer zu schützen und sie im Falle eines Datenlecks zu informieren. Außerdem gibt sie den Nutzern das Recht auf Auskunft, Berichtigung und Löschung ihrer Daten sowie das Recht auf Widerspruch und Beschwerde.

Facebook könnte daher von den zuständigen Datenschutzbehörden mit hohen Bußgeldern belegt werden, wenn es gegen die DSGVO verstoßen hat. Die maximale Strafe beträgt 20 Millionen Euro oder 4% des weltweiten Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

Die Betroffenen haben zudem die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche gegen Facebook geltend zu machen, wenn sie durch das Datenleck einen materiellen oder immateriellen Schaden erlitten haben. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn sie Opfer von Identitätsdiebstahl oder Phishing geworden sind oder wenn ihre Persönlichkeitsrechte verletzt wurden.

Um einen Schadensersatzanspruch zu stellen, müssen die Betroffenen jedoch nachweisen können, dass sie tatsächlich einen Schaden erlitten haben und dass dieser auf das Datenleck zurückzuführen ist. Dies kann je nach Fall schwierig oder einfach sein. Außerdem müssen sie sich an die jeweiligen Verjährungsfristen halten, die in den verschiedenen Ländern unterschiedlich sein können.

Wenn Sie einen Schadensersatzanspruch gegen Facebook erwägen, sollten Sie sich an einen qualifizierten Rechtsanwalt wenden, der Sie über Ihre Rechte und Möglichkeiten beraten kann.

Datenleck bei Deezer

Deezer hat die Verantwortung, Ihre persönlichen Daten zu schützen und angemessene Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Wenn Deezer gegen diese Regel verstoßen hat, haben Sie möglicherweise nach Artikel Art. 82 DSGVO – Haftung und Recht auf Schadenersatz Anspruch auf Schadensersatz.

Der Schadensersatz kann sowohl materielle als auch immaterielle Schäden umfassen, wie z. Kosten für die Wiederherstellung Ihrer Daten oder Schmerzensgeld für erlittenen Stress oder Verlust Ihrer Privatsphäre.

Deezer ist ein beliebter Streaming-Dienst für Musik, der Millionen von Nutzern auf der ganzen Welt ermöglicht, ihre Lieblingssongs online zu hören. Aber was passiert, wenn die Daten der Nutzer in die falschen Hände geraten? Leider ist genau das im Oktober 2021 passiert, als ein Hacker die Daten von über 12 Millionen Deezer-Konten gestohlen und im Internet veröffentlicht hat. Das ist Bekannt als Deezer Datenleck. Zu den gestohlenen Daten zählten unter anderem E-Mail-Adressen, Passwörter, Zahlungsinformationen sowie die Musikpräferenzen der Nutzer.

Das Deezer Datenleck stellt einen ernsthaften Angriff auf die Rechte und Interessen von Millionen von Nutzern dar. Wenn Sie zu den von dem Datenleck betroffenen Nutzern gehören, sollten Sie schnell handeln, um Ihre Daten zu schützen und Ihre Ansprüche geltend zu machen.

Wir hoffen, dass dieser Beitrag Ihnen hilfreiche Informationen und Tipps gibt, um sich juristisch zu verteidigen. Wenn Sie Fragen haben oder professionelle rechtliche Hilfe benötigen, wenden Sie sich an einen Anwalt für Datenschutzrecht.

Wo finde ich weitere Informationen zum Facebook Datenleck?

Wenn Sie mehr über das Facebook Datenleck erfahren möchten, können Sie sich an folgende Quellen wenden:

– Die offizielle Stellungnahme von Facebook zu dem Datenleck: https://about.fb.com/news/2021/04/facts-on-news-reports-about-facebook-data/
– Die Website des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit Hinweisen zum Schutz vor Identitätsdiebstahl: https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Risiken/Identitaetsdiebstahl/identitaetsdiebstahl_node.html
– Die Website der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) mit Informationen zu Ihren Rechten als Betroffener eines Datenschutzverstoßes: https://www.bfdi.bund.de/DE/Datenschutz/Ueberblick/MeineRechte/MeineRechte_node.html

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