Rechtsnews 08.08.2016 Christian R.

Neue Regeln für das AGG?

Vor zehn Jahren, im August 2006, wurde das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erlassen. Es war zur Verhinderung von Diskriminierungen erdacht worden und sah unter anderem für bestimmte Fälle die Umkehr der Beweislast in gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Unternehmen und vermeintlich benachteiligten Personen vor. Eine linke Juristen-Vereinigung aus Berlin fordert nun: Das AGG soll nochmals deutlich verschärft werden.

Überarbeitung des AGG gefordert

Das „Büro für Recht und Wissenschaft“ hat im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ein Gutachten erstellt. Obwohl noch nicht veröffentlicht, ist das Gutachten aktuell Gegenstand umfangreicher Berichterstattung. Die Autoren des Gutachtens sehen nach wie vor ein hohes Maß an Diskriminierungen in Deutschland und haben daher offensichtlich ein umfangreiches Maßnahmenpaket vorgeschlagen. Über die bisher im AGG schon bestehenden Verbote von bestimmten Diskriminierungen hinaus schlagen die Autoren des Gutachtens unter anderem vor, dass das Gesetz in Zukunft sogenannte „positive Maßnahmen“ vorschreiben soll. Denkbar ist auf diese Weise etwa die Selbstverpflichtung  von privaten Unternehmen, sogenannte Diversity-Ziele im Hinblick auf die Zusammensetzung ihrer Mitarbeiterschaft umzusetzen. Auch eine Quote für Führungsposten in der Wirtschaft ist als Maßnahme offensichtlich in dem Gutachten vorgesehen.

Diskussion um das AGG

Sollten die in dem Gutachten vorgeschlagenen Maßnahmen tatsächlich Teil eines Umarbeitungsentwurfes für das AGG werden, dürfte, wie schon 2006 beim Erlass des AGG, eine öffentliche Diskussion entbrennen. Auch die Sorge vor zahlreichen neuen Gerichtsverfahren dürfte hierbei eine Rolle spielen.

Unsicher bei einer Rechtsfrage? Holen Sie sich jetzt eine schnelle Einschätzung – ab 29,99 €.

★★★★★ Seit 2004 Millionen beratene und zufriedene Kunden
Was passt zu Ihnen?
Wenn Sie lieber direkt sprechen möchten.
Telefonisch
Für alle, die direkt mit einem Anwalt sprechen möchten
Anruf innerhalb ca. 4 Stunden
ab 34,99 *
  • 15 / 30 / 45 Min wählbar
  • Persönlich & lösungsorientiert
  • Wenn Reden wichtig ist
Anwalt telefonisch anfragen
Ideal, wenn Sie sofort persönlich sprechen möchten.
Wenn Sie schnell und günstig eine erste Orientierung brauchen.
✦ Empfohlen
LexBot
KI-Ersteinschätzung zur Rechtsfrage
⚡ Antwort in ca. 2 Minuten ⚡
ab 29,99 *
Ideal für erste, rechtliche Orientierung
  • PDF-Antwort in 5 klaren Kapiteln
  • Rechtliche Einordnung & nächste Schritte
  • Optional: Doku-Check & Anwaltstelefon
KI-Ersteinschätzung starten →
Keine Wartezeit  ·  Keine versteckten Kosten  ·  Sofort online starten
★★★★★ 4,8 / 5 Sterne
LexBot Prüfprotokoll gem. EU AI Act Geprüft gem.
EU AI-Act
Der schnellste Weg zu einer ersten Einschätzung.
Wenn Sie eine schriftliche Antwort wünschen.
Schriftlich
Für komplexere Fälle mit anwaltlicher Ausarbeitung
Antwort in ca. 1 Werktag
99,99 *
  • Schriftliche anwaltliche Ausarbeitung
  • Upload eines Dokuments möglich
  • Eine Rückfrage inklusive
Schriftliche Antwort erhalten
Für Fälle, bei denen Sie eine ausführliche Antwort benötigen.
*alle Preise inkl. MwSt.  ·  LexBot® ist als Marke geschützt und beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) registriert.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Verstoß gegen Diskriminierungsverbot

Widerspricht Erholungsbeihilfe Gleichbehandlungsgrundsatz?

Ungleichbehandlung von privater und gesetzlicher Krankenkasse

Sollte Ihnen dieser Beitrag geholfen haben, so können Sie uns etwas zurückgeben in dem Sie uns bei Google bewerten.

Kostengünstige Rechtsberatung durch Fachanwälte

  • Verbindliche Auskunft vom Rechtsanwalt
  • Festpreis - garantiert
  • innerhalb von 24 Stunden

Beratung durch Anwalt am Telefon

Antwort auf konkrete Fragestellung.
Spezialisierter Anwalt ruft Sie zügig an.

Zur Auswahl der Anwaltshotline 15 min. zum Festpreis ab 29€