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Rechtsschutzversicherung
Rechtsnews 27.12.2023 Alex Clodo

Was Sie zur gefährlichen Körperverletzung wissen müssen

Die gefährliche Körperverletzung ist ein schwerwiegender Straftatbestand, der mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren geahndet werden kann. Doch was bedeutet gefährliche Körperverletzung genau und wie kann man sich dagegen wehren? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige zu diesem Thema.

Was ist eine gefährliche Körperverletzung?

Eine gefährliche Körperverletzung liegt vor, wenn jemand eine andere Person körperlich misshandelt oder an der Gesundheit schädigt und dabei eine der folgenden Qualifikationsmerkmale erfüllt:

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Was Sie zur gefährlichen Körperverletzung wissen müssen erhalten

Füllen Sie das nachfolgende Formular aus, wenn es sich um eine realistische Anfrage handelt können Sie damit rechnen, dass sich bald ein Anwalt bei Ihnen meldet.

  • Er verwendet ein gefährliches Werkzeug, wie zum Beispiel ein Messer, eine Schusswaffe oder ein Auto
  • Er begeht die Tat gemeinschaftlich mit mindestens einer weiteren Person
  • Er verursacht eine schwere oder lebensgefährliche Verletzung
  • Er begeht die Tat gegen eine schutzlose Person, wie zum Beispiel ein Kind, einen alten Menschen oder einen Schlafenden

Die gefährliche Körperverletzung ist in § 224 des Strafgesetzbuches (StGB) geregelt. Sie ist eine sogenannte Qualifikation der einfachen Körperverletzung nach § 223 StGB, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe bestraft wird. Die Qualifikation bedeutet, dass die Tat unter erschwerenden Umständen begangen wird und daher eine höhere Strafe nach sich zieht.

Wie wird die gefährliche Körperverletzung nachgewiesen?

Um eine gefährliche Körperverletzung nachzuweisen, muss die Staatsanwaltschaft folgende Punkte beweisen:

  • Es liegt eine körperliche Misshandlung oder Gesundheitsschädigung vor. Das heißt, es muss eine körperliche Beeinträchtigung oder Schmerzzufügung erfolgt sein, die über das bloße Unwohlsein hinausgeht.
  • Die Tat wurde vorsätzlich begangen. Das heißt, der Täter wollte die Körperverletzung herbeiführen oder nahm sie zumindest billigend in Kauf.
  • Die Tat erfüllt mindestens eines der Qualifikationsmerkmale nach § 224 StGB. Das heißt, es muss festgestellt werden, ob der Täter ein gefährliches Werkzeug verwendet hat, ob er mit anderen zusammen gehandelt hat, ob er eine schwere oder lebensgefährliche Verletzung verursacht hat oder ob er sich an einer schutzlosen Person vergangen hat.

Um diese Punkte zu beweisen, kann die Staatsanwaltschaft verschiedene Beweismittel heranziehen, wie zum Beispiel:

  • Zeugenaussagen von Opfern, Tätern oder unbeteiligten Dritten
  • Sachverständigengutachten von Ärzten, Rechtsmedizinern oder Waffenexperten
  • Spuren am Tatort oder an den Tatbeteiligten, wie zum Beispiel Blut, DNA oder Fingerabdrücke
  • Fotos oder Videos von der Tat oder den Verletzungen
  • Dokumente oder Daten, die einen Zusammenhang zwischen den Tätern oder dem Tatmotiv belegen

Wie kann man sich gegen eine gefährliche Körperverletzung verteidigen?

Wenn man Opfer einer gefährlichen Körperverletzung geworden ist, sollte man zunächst folgende Schritte unternehmen:

  • Die Polizei verständigen und Anzeige erstatten
  • Einen Arzt aufsuchen und die Verletzungen dokumentieren lassen
  • Einen Rechtsanwalt für Strafrecht kontaktieren und sich beraten lassen

Ein Rechtsanwalt für Strafrecht kann dem Opfer helfen, seine Rechte und Ansprüche geltend zu machen. Dazu gehören unter anderem:

  • Der Anspruch auf Nebenklage im Strafprozess. Das heißt, das Opfer kann sich als Nebenkläger dem Strafverfahren anschließen und eigene Beweisanträge stellen, Zeugen benennen oder Fragen stellen. Außerdem kann das Opfer ein eigenes Plädoyer halten und ein bestimmtes Strafmaß beantragen.
  • Der Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadensersatz. Das heißt, das Opfer kann vom Täter eine angemessene Entschädigung für die erlittenen körperlichen und seelischen Schäden verlangen. Dabei kann es sich um materielle Schäden, wie zum Beispiel Arztkosten, Verdienstausfall oder Sachbeschädigung, oder um immaterielle Schäden, wie zum Beispiel Schmerzen, Angst oder Traumatisierung, handeln.
  • Der Anspruch auf Opferhilfe. Das heißt, das Opfer kann von staatlichen oder privaten Stellen Unterstützung erhalten, wie zum Beispiel psychologische Betreuung, finanzielle Hilfe oder Zeugenschutz.

Ein Fachanwalt für Strafrecht kann das Opfer auch vor falschen Beschuldigungen schützen, falls der Täter versucht, die Tat abzustreiten oder dem Opfer die Schuld zuzuschieben. Außerdem kann der Rechtsanwalt das Opfer über die möglichen Folgen und Risiken des Strafverfahrens aufklären und ihm bei der Entscheidungsfindung helfen.

Was sind Beispiele für gefährliche Körperverletzung?

Um ein besseres Verständnis für die gefährliche Verletzung des Körpers zu bekommen, sind hier einige Beispiele für typische Fälle der gefährlichen Körperverletzung:

  • Ein Mann schlägt seine Frau mit einem Baseballschläger und verursacht ihr einen Schädelbruch. Er begeht eine gefährliche KV mit einem gefährlichen Werkzeug und einer schweren Verletzung.
  • Zwei Jugendliche prügeln gemeinsam auf einen Mitschüler ein und brechen ihm die Nase. Sie begehen eine gefährliche KV in Tateinheit mit einer gemeinschaftlichen KV.
  • Eine Frau sticht ihrem Ehemann im Streit ein Küchenmesser in den Bauch und verletzt ihn lebensgefährlich. Sie begeht eine gefährliche Körperverletzung mit einem gefährlichen Werkzeug und einer lebensgefährlichen Verletzung.
  • Ein Mann schubst eine alte Frau von hinten die Treppe hinunter und bricht ihr das Genick. Er begeht eine gefährliche Körperverletzung gegen eine schutzlose Person und mit Todesfolge.

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