Wie finde ich eine zuverlässige und preiswerte Rechtsschutzversicherung?

Rechtsschutzversicherung
Rechtsnews 04.01.2024 Alex Clodo

Was droht bei Steuerhinterziehung?

Steuerhinterziehung ist ein Straftatbestand, der in § 370 der Abgabenordnung (AO) geregelt ist. Wer vorsätzlich oder leichtfertig die Finanzbehörden über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtig oder unvollständig informiert und dadurch Steuern verkürzt oder für sich oder einen anderen nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt, macht sich der Hinterziehung von Steuern schuldig. Die Strafe für Steuerhinterziehung kann eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren sein. In besonders schweren Fällen kann die Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren betragen.

Welche Faktoren beeinflussen die Strafzumessung bei Steuerhinterziehung?

Die Strafzumessung bei der Hinterziehung von Steuern hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel:

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Füllen Sie das nachfolgende Formular aus, wenn es sich um eine realistische Anfrage handelt können Sie damit rechnen, dass sich bald ein Anwalt bei Ihnen meldet.

  • Die Höhe der hinterzogenen Steuern: Je höher die hinterzogenen Steuern sind, desto schwerer wiegt die Tat. Die Grenze für eine besonders schwere Steuerhinterziehung liegt bei einer Hinterziehungssumme von mehr als 100.000 Euro pro Tat.
  • Die Dauer und Häufigkeit der Tatbegehung: Wer über einen längeren Zeitraum oder mehrfach Steuern hinterzieht, handelt in der Regel vorsätzlicher und planmäßiger als jemand, der nur einmalig oder kurzfristig Steuern hinterzieht.
  • Die Art und Weise der Tatbegehung: Wer besondere Tricks oder Mittelsmänner einsetzt, um die Steuerhinterziehung zu verschleiern oder zu erleichtern, handelt besonders raffiniert und skrupellos. Auch wer seine berufliche Stellung oder sein Ansehen ausnutzt, um Steuern zu hinterziehen, handelt besonders verwerflich.
  • Die Motive und Beweggründe des Täters: Wer aus reiner Habgier oder aus Neid auf andere Steuern hinterzieht, handelt egoistischer und verantwortungsloser als jemand, der aus einer finanziellen Notlage oder aus einem sozialen Engagement heraus Steuern hinterzieht.
  • Das Verhalten nach der Tat: Wer sich nach der Tat reumütig zeigt, die hinterzogenen Steuern nachzahlt oder sich selbst anzeigt, kann eine mildere Strafe erwarten als jemand, der die Tat leugnet, vertuscht oder weiterhin Steuern hinterzieht.

Welche Voraussetzungen müssen vorliegen?

Die Voraussetzungen für eine Hinterziehung der Steuern sind:

  • Eine unrichtige oder unvollständige Angabe oder eine pflichtwidrige Unterlassung gegenüber den Finanzbehörden
  • Eine steuerlich erhebliche Tatsache, die zu einer Steuerverkürzung oder einem Steuervorteil führt (Steuerlich erhebliche Tatsachen sind solche, die für die Festsetzung oder Erhebung von Steuern relevant sind, wie z.B. Einkünfte, Ausgaben, Vermögen, Schulden, persönliche Verhältnisse usw.)
  • Ein Vorsatz oder eine Leichtfertigkeit des Täters

Welche Strafen drohen?

Die Folgen können je nach Schwere und Umfang der Tat unterschiedlich sein. Zu den möglichen Konsequenzen gehören:

  • Eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren
  • Eine Nachzahlung der hinterzogenen Steuern zuzüglich Zinsen und Säumniszuschlägen
  • Eine Versagung oder Widerruf von steuerlichen Vergünstigungen oder Erleichterungen
  • Eine Sperrung oder Entziehung von beruflichen Zulassungen oder Genehmigungen
  • Eine Eintragung ins Führungszeugnis oder ins Gewerbezentralregister

Wie kann man sich gegen eine Anklage wegen Steuerhinterziehung verteidigen?

Wer wegen Steuerhinterziehung angeklagt wird, sollte sich unbedingt an einen Rechtsanwalt wenden, der auf das Steuerstrafrecht spezialisiert ist. Ein Rechtsanwalt kann den Beschuldigten beraten, wie er sich am besten verhält, welche Rechte er hat und welche Verteidigungsstrategien möglich sind. Ein Rechtsanwalt kann auch versuchen, eine Einstellung des Verfahrens oder eine günstige Absprache mit der Staatsanwaltschaft zu erreichen. Außerdem kann ein Rechtsanwalt den Beschuldigten vor Gericht vertreten und seine Interessen wahren.

Was ist das Steuerstrafrecht?

Das Steuerstrafrecht ist ein Teilgebiet des Strafrechts, das sich mit den strafrechtlichen Folgen von Verstößen gegen das Steuerrecht befasst. Das Steuerstrafrecht soll die Einhaltung der steuerlichen Pflichten durchsetzen und die Gleichmäßigkeit der Besteuerung gewährleisten. Das Steuerstrafrecht umfasst verschiedene Tatbestände, wie zum Beispiel:

  • Die Steuerhinterziehung nach § 370 AO
  • Die besonders schweren Fälle der Steuerhinterziehung nach § 376 AO
  • Die leichtfertige Steuerverkürzung nach § 378 AO
  • Die Steuergefährdung nach § 379 AO
  • Die Beteiligung an einer Steuerhinterziehung nach § 27 StGB
  • Die Beihilfe zur Steuerhinterziehung nach § 28 StGB
  • Die Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte nach § 261 StGB

Welche Links sind für das Thema “Steuerhinterziehung” relevant?

Für das Thema “Steuerhinterziehung” sind folgende Links relevant:

– § 370 AO – Steuerhinterziehung: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__370.html
– § 376 AO – Besonders schwere Fälle der Steuerhinterziehung: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__376.html
– § 378 AO – Leichtfertige Steuerverkürzung: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__378.html
– § 371 AO – Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__371.html
– § 46 StGB – Grundsätze der Strafzumessung: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__46.html

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