Rechtsanwalt Insolvenzrecht in St. Wendel

    Rechtsanwalt für Insolvenzrecht in St. Wendel

    Zahlungsunfähigkeit tritt oft schneller ein, als gedacht

    Insolvenz (oder auch Konkurs) bedeutet eine Unfähigkeit eines Schuldners gegenüber einem oder mehreren Gläubigern, Finanzierungsverträge oder sonstige Verbindlichkeiten einzuhalten. In eine solche Situation können nicht nur Privatpersonen (Verbraucherinsolvenz), sondern auch Unternehmer, Selbstständige und Freiberufler (Regelinsolvenz) heutzutage leider immer häufiger geraten, sodass eine Konfrontation mit dem Gerichtsvollzieher meist nicht lange auf sich warten lässt. Sowohl dabei, als auch im Falle eines Insolvenzdelikts wie der Verletzung der Buchführungspflicht, Bilanzierungspflicht und Antragspflicht sowie Untreue oder Betrug ist ein erfahrener Rechtsanwalt eine unerlässliche Vertretung vor der Staatsanwaltschaft.

    Auf guten Rechtsbeistand darf beim Insolvenzverfahren nicht verzichtet werden

    Ein Rechtsanwalt kann bei der Schuldenregulierung helfen, alle Zahlungsforderungen überprüfen sowie öffentliche Register nach vergessenen Gläubigern durchsuchen und schließlich bei einer außergerichtlichen Schuldenbereinigung helfen. Scheitert dieser Einigungsversuch und die Gläubiger stimmen einem Privatinsolvenzverfahren zu, so kann ein Antrag auf dessen Eröffnung beim Amtsgericht gestellt werden, sofern drohende bzw. bestehende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorhanden sind. Als Sicherungsmaßnahme wird während des Verfahrens ein Insolvenzverwalter eingesetzt, welcher ein Verfügungsverbot über das Vermögen des Schuldners (Insolvenzmasse) verhängt. Außerdem werden Zwangsvollstreckungen und Verpfändungen seitens der Gläubiger untersagt. Wurden solche bereits bei sich ankündigendem Konkurs im Vorfeld zum Nachteil der Insolvenzmasse von einzelnen Gläubigern begangen, so besteht für die übrigen Gläubiger ein Insolvenzanfechtungsrecht, mittels welchem derartige Vermögensverschiebungen rückgängig gemacht werden können. Bei Abschluss des Verfahrens wird schließlich zunächst die Tilgung der Verfahrenskosten vorgenommen, anschließend mittels Zwangsversteigerung o.Ä. die Befriedigung aller Gläubiger durch gleichmäßige Verteilung der Insolvenzmasse.

    Regelinsolvenz erfordert eine für alle Beteiligten annehmbare Lösung

    Im Unternehmensinsolvenzverfahren ist das vorrangige Ziel die Arbeitsplatzerhaltung, gleichzeitig aber auch eine möglichst hohe Gläubigerbefriedigung. Dies wird, sofern keine Auffanggesellschaft vorhanden ist, mithilfe des Rechtsanwalts als Schuldnerberater durch Restrukturierungsmaßnahmen wie beispielsweise einen Insolvenzplan, Sanierung oder Übertragung des Betriebs versucht, um den Beschäftigten zumindest ein Insolvenzgeld bieten zu können. Hierbei gilt es, besonders Dauerschuldverhältnisse des Unternehmens auf ihre Rentabilität zu prüfen. Besteht keine Möglichkeit zum Erhalt des Betriebs, wird eine für die Gläubiger optimale Liquidation dessen vorgenommen.

    Verbraucherinsolvenz: Ein Fall für den Rechtsanwalt

    Für Privatpersonen mit einem erfahrenen Rechtsanwalt an ihrer Seite besteht im Privatinsolvenzverfahren die Chance einer Zahlungsentpflichtung, nämlich einer Restschuldbefreiung nach einer Frist von sieben Jahren. Hierbei muss zunächst eine Rückzahlung möglichst vieler Schulden an die Gläubiger geschehen, soweit dies nicht die Existenz des Schuldners gefährdet. Anschließend folgt eine sechsjährige Wohlverhaltensphase, nach welcher alle Restschulden erlassen werden und dem finanziellen Neubeginn nichts mehr im Wege steht.

    Rechtsanwälte in St. Wendel

    In St. Wendel gibt es mehr als 30 niedergelassene Rechtsanwälte, die in der Rechtsanwaltskammer des Saarlands zugelassen sind. Die Mitgliedschaft in der jeweils zuständigen Rechtsanwaltskammer ist für Rechtsanwälte Pflicht. Die erforderliche Ausbildung für den Anwaltsberuf setzt sich aus einem fünfjährigen Jurastudium und einem zweijährigen Referendariat zusammen. Der Besuch der Universität wird mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen, dem Vorbereitungsdienst schließt sich das 2. Staatsexamen an, welches die Absolventen zum höheren Dienst befähigt.