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Rechtsschutzversicherung
Rechtsnews 02.02.2024 Christian Schebitz

Kündigung oder Aufhebungsvertrag?

Welche Form muss eine Kündigung haben?

Eine Kündigung ist nach deutschem Arbeitsrecht eine einseitig ausgesprochene Willenserklärung, mit der der Erklärende (entweder der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer) seinen Willen deutlich macht, dass das zwischen ihm und der anderen Seite bestehende Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt enden soll. Die betreffende Willenserklärung ist empfangsbedürftig. Das heißt, dass sie erst dann als wirksam ausgesprochen gilt, wenn der Empfänger der Botschaft dieselbe auch vernommen, also schriftlich erhalten hat.

Weil eine selbständige Entlassung in aller Regel weitreichende Konsequenzen mit sich bringt, hat der Gesetzgeber als Bedingung für ihre Wirksamkeit eine Reihe von Regelungen erlassen. Zunächst muss sie in Schriftform erfolgen (§§ 126, 623 Bürgerliches Gesetzbuch – BGB). Die elektronische Form ist nicht zulässig. Die Beendigung und Entscheidung muss dementsprechend handschriftlich durch den Kündigenden oder einen bevollmächtigten Vertreter unterschrieben sein, da sie ansonsten unwirksam ist. Außerdem gelten bei Kündigungen gewisse Fristen. Eine fristlose Beendigung ist nach § 626 BGB nur dann möglich, wenn hierfür außergewöhnliche Gründe vorliegen und die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der Frist nicht zumutbar ist.

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Kündigung und Aufhebungsvertrag: Was sind die Unterschiede und die Vor- und Nachteile?

Wenn Sie sich von Ihrem Arbeitgeber trennen wollen oder müssen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Die häufigsten sind die Kündigung und der Aufhebungsvertrag. Beide haben Vor- und Nachteile, die Sie kennen sollten, bevor Sie eine Entscheidung treffen. In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, was eine Kündigung und ein Aufhebungsvertrag sind, welche rechtlichen Folgen sie haben und welche Faktoren Sie bei der Wahl zwischen beiden berücksichtigen sollten.

Was ist eine Kündigung?

Eine Kündigung ist die einseitige Erklärung des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers, dass er das Arbeitsverhältnis beenden will. Diese muss schriftlich erfolgen und dem Empfänger zugehen. Sie muss nicht begründet werden, es sei denn, der Arbeitnehmer verlangt eine Begründung nach dem Kündigungsschutzgesetz oder einem Tarifvertrag. Sie unterliegt bestimmten Fristen, die sich nach der Dauer des Arbeitsverhältnisses, dem Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und dem anwendbaren Tarifvertrag richten. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats, kann aber auch länger oder kürzer sein.

Was ist ein Aufhebungsvertrag?

Ein Aufhebungsvertrag ist eine einvernehmliche Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer, dass sie das Arbeitsverhältnis beenden wollen. Der Aufhebungsvertrag muss schriftlich geschlossen werden und kann frei gestaltet werden. Der Aufhebungsvertrag muss keine Begründung enthalten, aber er sollte die wesentlichen Punkte der Beendigung regeln, wie z.B. das Datum der Beendigung, die Abfindungshöhe, das Zeugnis, die Freistellung und die Übernahme von Urlaubsansprüchen. Der Aufhebungsvertrag unterliegt keinen gesetzlichen Fristen, sondern kann jederzeit geschlossen werden.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Kündigung?

Eine Kündigung hat den Vorteil, dass sie schnell und einfach erfolgen kann, ohne dass eine Einigung mit dem anderen Vertragspartner erforderlich ist. Eine Kündigung hat aber auch Nachteile, vor allem für den Arbeitnehmer. Eine Kündigung kann zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld führen, wenn der Arbeitnehmer selbst gekündigt hat oder wenn er eine verhaltensbedingte oder betriebsbedingte Kündigung erhalten hat und diese nicht rechtzeitig angefochten hat.

Eine Sperrzeit bedeutet, dass der Arbeitnehmer für eine bestimmte Zeit kein Arbeitslosengeld erhält. Eine Kündigung kann auch zu einer Anrechnung von Abfindungen auf das Arbeitslosengeld führen, wenn der Arbeitnehmer eine Abfindung erhalten hat und diese höher ist als das Arbeitslosengeld für die Dauer der Kündigungsfrist. Eine Anrechnung bedeutet, dass der Arbeitnehmer für diese Zeit kein oder weniger Arbeitslosengeld erhält. Eine Kündigung kann zudem zu einem Rechtsstreit mit dem Arbeitgeber führen, wenn der Arbeitnehmer die Kündigung für unwirksam hält und dagegen klagt.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Aufhebungsvertrag?

Ein Aufhebungsvertrag hat den Vorteil, dass er flexibel gestaltet werden kann und dass er einen Rechtsstreit mit dem Arbeitgeber vermeidet. Ein Aufhebungsvertrag hat aber auch Nachteile, vor allem für den Arbeitnehmer. Ein Aufhebungsvertrag kann ebenfalls zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld führen, wenn der Arbeitnehmer den Aufhebungsvertrag ohne wichtigen Grund geschlossen hat oder wenn er sich unter Druck gesetzt gefühlt hat.

Ein Aufhebungsvertrag kann auch zu einer Anrechnung von Abfindungen auf das Arbeitslosengeld führen, wenn der Arbeitnehmer eine Abfindung erhalten hat und diese höher ist als das Arbeitslosengeld für die Dauer der Kündigungsfrist. Ein Aufhebungsvertrag kann zudem zu einem Verlust des Kündigungsschutzes führen, wenn der Arbeitnehmer in einem Betrieb mit mehr als zehn Mitarbeitern beschäftigt war und länger als sechs Monate dort gearbeitet hat.

Wie wähle ich zwischen einer Kündigung und einem Aufhebungsvertrag?

Die Wahl zwischen einer Entlassung und einem Aufhebungsvertrag hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. dem Grund für die Beendigung, dem Verhältnis zum Arbeitgeber, der Höhe der Abfindung, dem Anspruch auf Arbeitslosengeld und dem Kündigungsschutz. Es gibt keine allgemeine Regel, welche Form der Beendigung besser ist, sondern es kommt auf den Einzelfall an. Deshalb ist es ratsam, sich vor der Entscheidung von einem Rechtsanwalt beraten zu lassen, der die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten erläutern und die optimale Lösung für Ihre Situation finden kann.

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Quellen:

https://rp-online.de/leben/beruf/aufhebungsvertrag-oder-kuendigung-wir-erklaeren-die-unterschiede_aid-38117847

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