Rechtsnews 29.07.2014 Christian R.

BGH urteilt zur Postbank-Übernahme durch Deutsche Bank

Der BGH beschäftigte sich mit der Postbank-Übernahme durch die Deutsche Bank. Die Verlagsgesellschaft Effecten-Spiegel, eine Minderheitsaktionärin der Postbank, hatte Klage erhoben. 25 Euro pro Aktie hatte sie bei der Übernahme bekommen. 150.000 Aktien hatte sie insgesamt. War der Aktienpreis angemessen oder hat die Deutsche Bank zu wenig gezahlt? Diese Frage lag dem BGH vor.

Effecten-Spiegel fordert Nachzahlung

Zwar hatte Effecten-Spiegel das Übernahmeangebot der Deutschen Bank angenommen, war aber der Meinung zu wenig Geld pro Aktie erhalten zu haben. Nach Ansicht der Verlagsgesellschaft sei eine Zahlung der Differenz fällig. Die Verlagsgesellschaft brachte vor, dass die Deutsche Bank AG im Jahre 2008 mit der Muttergesellschaft der Postbank AG einen „Ursprungsvertrag“ geschlossen hatte. Da sei von 57,25 Euro pro Aktie die Rede gewesen, was den Erwerb von Minderheitsbeteiligungen an der Postbank angeht. Auch auf eine sogenannte „Nachtragsvereinbarung“ bezog sie sich. Insgesamt sah die Erklärung für die Nachzahlungsforderung so aus: „Die Klägerin hat die Ansicht vertreten, die Deutsche Bank AG hätte schon aufgrund des Ursprungsvertrags, jedenfalls aber aufgrund der Nachtragsvereinbarung ein Pflichtangebot nach § 35 Abs. 2 WpÜG* zu einem Preis von 57,25 €, hilfsweise zu einem Preis von 49,42 € (Put-Option) 48,85 € (Call-Option) bzw. 45,45 € (Pflichtumtauschanleihe) pro Aktie veröffentlichen müssen, weil diese Vereinbarungen gemäß § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und 5 bzw.§ 30 Abs. 2 WpÜG* zur Erlangung der Kontrolle über die Postbank geführt hätten. Jedenfalls seien diese Vereinbarungen bei der Bestimmung der angemessenen Gegenleistung nach § 31 Abs. 1 WpÜG* zu berücksichtigen.“

Vor dem Oberlandesgericht Köln hatte Effecten-Spiegel keinen Erfolg mit der Klage gehabt. Es hatte die Klage abgewiesen, mit der die Verlagsgesellschaft erreichen wollte, eine Nachzahlung zu erhalten. Das Oberlandesgericht erklärte, dass die Deutsche Bank AG nicht dazu verpflichtet gewesen sei, ein Pflichtangebot zu veröffentlichen und dass 25 Euro pro Aktie angemessen sei.

Unsicher bei einer Rechtsfrage? Holen Sie sich jetzt eine schnelle Einschätzung – ab 29,99 €.

★★★★★ Seit 2004 Millionen beratene und zufriedene Kunden
Was passt zu Ihnen?
Wenn Sie lieber direkt sprechen möchten.
Telefonisch
Für alle, die direkt mit einem Anwalt sprechen möchten
Anruf innerhalb ca. 4 Stunden
ab 34,99 *
  • 15 / 30 / 45 Min wählbar
  • Persönlich & lösungsorientiert
  • Wenn Reden wichtig ist
Anwalt telefonisch anfragen
Ideal, wenn Sie sofort persönlich sprechen möchten.
Wenn Sie schnell und günstig eine erste Orientierung brauchen.
✦ Empfohlen
LexBot
KI-Ersteinschätzung zur Rechtsfrage
⚡ Antwort in ca. 2 Minuten ⚡
ab 29,99 *
Ideal für erste, rechtliche Orientierung
  • PDF-Antwort in 5 klaren Kapiteln
  • Rechtliche Einordnung & nächste Schritte
  • Optional: Doku-Check & Anwaltstelefon
KI-Ersteinschätzung starten →
Keine Wartezeit  ·  Keine versteckten Kosten  ·  Sofort online starten
★★★★★ 4,8 / 5 Sterne
LexBot Prüfprotokoll gem. EU AI Act Geprüft gem.
EU AI-Act
Der schnellste Weg zu einer ersten Einschätzung.
Wenn Sie eine schriftliche Antwort wünschen.
Schriftlich
Für komplexere Fälle mit anwaltlicher Ausarbeitung
Antwort in ca. 1 Werktag
99,99 *
  • Schriftliche anwaltliche Ausarbeitung
  • Upload eines Dokuments möglich
  • Eine Rückfrage inklusive
Schriftliche Antwort erhalten
Für Fälle, bei denen Sie eine ausführliche Antwort benötigen.
*alle Preise inkl. MwSt.  ·  LexBot® ist als Marke geschützt und beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) registriert.

BGH: Weitere Prüfung angebracht

Der BGH entschied jedoch, dass das Urteil des Oberlandesgerichts Köln aufzuheben ist und dass das Berufungsgericht den Sachverhalt einer erneuten Prüfung unterziehen muss. Es soll unter anderem die Nachtragsvereinbarung genau untersuchen und im Anschluss eine Entscheidung treffen.

Quellen:

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Kurios: Seniorin zerreißt 18.500 Euro aus Angst vor Einbrechern

Bankkonto für Flüchtlinge

Keine Gebühr mehr bei Krediten

Sollte Ihnen dieser Beitrag geholfen haben, so können Sie uns etwas zurückgeben in dem Sie uns bei Google bewerten.

Kostengünstige Rechtsberatung durch Fachanwälte

  • Verbindliche Auskunft vom Rechtsanwalt
  • Festpreis - garantiert
  • innerhalb von 24 Stunden

Beratung durch Anwalt am Telefon

Antwort auf konkrete Fragestellung.
Spezialisierter Anwalt ruft Sie zügig an.

Zur Auswahl der Anwaltshotline 15 min. zum Festpreis ab 29€