Rechtsnews 04.01.2014 Christian Schebitz

Bei fehlendem Warndreieck besteht Mithaftung bei Unfall

Ein Fahrer eines Sattelzuges musste einen Notstopp auf der Autobahn einlegen. Ein Warndreieck aufzustellen versäumte er. Der klagende Fahrzeughalter erhält daher nur 50% des Schadens ersetzt. 

Warnblinker genügt auch bei Notstopp nicht

In diesem Fall war es so, dass der Fahrer eines Sattelzugs halten musste – am Fahrbahnrand – ohne vorhandenen Seitenstreifen, da er brechen musste. Die Warnlichtblinkanlage hatte er eingeschaltet. Allerdings stellte er kein Warndreieck auf. Sein Sattelzug wurde von einem anderen gestreift und ein Sachschaden entstand. 

Kostenlose Erst­einschätzung zu
Bei fehlendem Warndreieck besteht Mithaftung bei Unfall erhalten

Füllen Sie das nachfolgende Formular aus, wenn es sich um eine realistische Anfrage handelt können Sie damit rechnen, dass sich bald ein Anwalt bei Ihnen meldet.

Entscheidung des OLG Hamm

Das Oberlandesgericht Hamm entschied, dass eine 50%ige Mithaftung besteht. Ausschlaggebend war hierfür, dass der Sattelzug auch noch auf die andere Fahrbahn hineinragte. Entscheidend sind in einem solchen Fall die notwendigen Sicherungsmaßnahmen nach § 15 Straßenverkehrsordnung. Auch bei Notstopp sei das so. Entweder ist dann ein Warndreieck erforderlich, oder das Weiterfahren. Das hätte er nach dem Erbrechen tun müssen, anstatt der Reinigung des Fahrzeugs, die er danach vornahm. 

  • Quelle: Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Hamm vom 21. November 2013, Az.: 26 U 12/13

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Tödlicher Unfall nach epileptischem Anfall

Zwei Jahre Handyverbot nach tödlichem Unfall

Fahrverbot nach Drogenwahn

Kostengünstige Rechtsberatung durch Fachanwälte

  • Verbindliche Auskunft vom Rechtsanwalt
  • Festpreis - garantiert
  • innerhalb von 24 Stunden

Beratung durch Anwalt am Telefon

Antwort auf konkrete Fragestellung.
Spezialisierter Anwalt ruft Sie zügig an.

Zur Auswahl der Anwaltshotline 15 min. zum Festpreis ab 29€