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Rechtsschutzversicherung
Rechtsnews 18.10.2023 Alex Clodo

Was ist ein Antragsdelikt?

Ein Strafantrag ist eine Voraussetzung für die Verfolgung bestimmter Straftaten, die nur auf Antrag des Verletzten oder eines anderen Berechtigten verfolgt werden. Diese Straftaten werden als Antragsdelikte bezeichnet und sind in § 77 StGB aufgeführt. Dazu gehören zum Beispiel Beleidigung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung oder Körperverletzung.

Warum gibt es Antragsdelikte?

Antragsdelikte sollen dem Verletzten die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, ob er eine strafrechtliche Verfolgung des Täters wünscht oder nicht. Damit soll einerseits die Privatsphäre des Verletzten geschützt werden, andererseits soll eine gütliche Beilegung des Konflikts zwischen den Beteiligten gefördert werden.

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Wie stellt man einen Strafantrag?

Ein Strafantrag für ein Antragsdelikt kann schriftlich oder mündlich bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht gestellt werden. Der Antrag muss den Namen und die Anschrift des Antragstellers, den Namen und die Anschrift des Beschuldigten, die Tatbezeichnung und den Tatzeitpunkt enthalten. Der Antrag muss außerdem ausdrücklich erklären, dass der Antragsteller die Strafverfolgung des Beschuldigten beantragt.

Wann muss man einen Strafantrag stellen?

Ein Strafantrag muss in der Regel innerhalb von drei Monaten nach der Tat gestellt werden. Die Frist beginnt mit dem Tag, an dem der Antragsteller von der Tat und der Person des Täters Kenntnis erlangt hat. Die Frist kann jedoch unter bestimmten Umständen verlängert oder unterbrochen werden, zum Beispiel wenn der Antragsteller minderjährig ist oder wenn der Beschuldigte flüchtig ist.

Was passiert nach einem Strafantrag?

Nach einem Strafantrag prüft die Staatsanwaltschaft, ob ein hinreichender Tatverdacht gegen den Beschuldigten besteht und ob ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung gegeben ist. Ein hinreichender Tatverdacht ist eine Verdachtsverdichtung, die Voraussetzung für eine Anklage bei Gericht ist. Hinreichender Tatverdacht ist dann gegeben, wenn bei vorläufiger Beurteilung der Beweissituation eine spätere Verurteilung wahrscheinlich ist. Wenn ja, erhebt sie Anklage vor dem zuständigen Gericht. Wenn nein, stellt sie das Verfahren ein. Der Antragsteller wird über den Ausgang des Verfahrens informiert.

Kann man einen Strafantrag zurücknehmen?

Ein Strafantrag kann bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens jederzeit zurückgenommen werden. Die Rücknahme muss ebenfalls schriftlich oder mündlich bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht erklärt werden. Die Rücknahme bewirkt, dass das Verfahren eingestellt wird, es sei denn, die Staatsanwaltschaft sieht ein besonderes öffentliches Interesse an der Weiterführung des Verfahrens.

Welche Folgen hat ein Strafantrag für den Beschuldigten?

Ein Strafantrag, der aus dem Antragsdelikt resultiert kann für den Beschuldigten schwerwiegende Folgen haben, wie zum Beispiel eine Vorladung zur polizeilichen Vernehmung, eine Durchsuchung seiner Wohnung oder seines Arbeitsplatzes, eine Beschlagnahme seiner Gegenstände oder Unterlagen, eine Anklageerhebung, eine Hauptverhandlung vor Gericht, eine Verurteilung zu einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe oder eine Eintragung in das Bundeszentralregister.

Welche Rechte hat der Antragsteller im Strafverfahren?

Der Antragsteller hat im Strafverfahren verschiedene Rechte, wie zum Beispiel das Recht auf Akteneinsicht, das Recht auf Anwesenheit bei der Hauptverhandlung, das Recht auf Stellung von Beweisanträgen, das Recht auf Erteilung von Auskünften über den Stand des Verfahrens, das Recht auf Nebenklage oder das Recht auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld.

Wo findet man weitere Informationen zum Thema Antragsdelikt?

Weitere Informationen zum Thema Strafantrag findet man auf folgenden Webseiten:

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