Rechtsnews 12.01.2016 Katharina Gärtner

Kartellamt verhängt 130.000 Euro Strafe gegen Lego

Wegen illegaler Preisabsprachen in Deutschland muss der
dänische Spielwarenhersteller Lego 130.000 Euro Strafe zahlen. Nach Angaben des
Bundeskartellamts wurden Händler aus Nord- und Ostdeutschland von
Lego-Vertriebsmitarbeitern dazu gedrängt, die Verkaufspreise für sogenannte „Highlightartikel
anzuheben.

Lego-Mitarbeiter
setzen Händler massiv unter Druck

Lego, die Serien wie Lego Star Wars, Lego Technik und Lego City produzieren, wird vorgeworfen, ausgewählte Händler in den Jahren
2012 und 2013 massiv unter Druck gesetzt zu haben. Unter anderem hätten die
Mitarbeiter damit gedroht, bestimmte Artikel, die bei den Kunden besonders
beliebt waren,  nur noch begrenzt beziehungsweise
gar nicht mehr zu liefern, sofern ein bestimmter Verkaufspreis unterschritten
würde.

Über die entsprechenden Spielwarenhändler und Produkte wurden Listen
geführt. Preisrabatte auf den Einkaufspreis wurden teilweise mit dem Listenendverkaufspreis
verrechnet. Um welche Lego-Ware es genau geht, wurde nicht bekannt.

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Geldstrafe noch nicht
rechtskräftig

Noch ist das Bußgeld nicht rechtskräftig und die Lego GmbH kann
Einspruch gegen die Forderung einlegen. Aus der Meldung des Bundeskartellamts
geht jedoch hervor, dass sich das Unternehmen von Anfang an kooperativ gezeigt und
auch schon entsprechende Konsequenzen auf organisatorischer und personeller
Ebene gezogen hat.

Mehr dazu, warum Preisabsprachen illegal sind, erfahren Sie unter dem Stichwort Kartell.

 

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