Rechtsnews 27.12.2021 Alex Clodo

Schadensersatzansprüche bei Verkehrsunfall

Statistisch gesehen passieren jährlich knapp 2.245.245 Unfälle auf Deutschlands Straßen, so zumindest im Jahr 2020. Bei jedem Unfall liegen meist immer Schäden vor – egal, ob Sachschäden oder Personenschäden. Dieser Beitrag soll Aufschluss darüber geben, welche Schadensersatzansprüche Ihnen bei einem Verkehrsunfall zustehen.

Ihre Ansprüche bei Verletzungen am Körper

Es ist ärgerlich genug, wenn ein Schaden an Ihrem Auto aufgetreten ist. Noch ärgerlicher und unschöner ist es aber, wenn Sie am Körper durch einen Unfall geschädigt werden. Nun müssen Sie sich nicht nur um Ihre Ansprüche bzgl. des Schadens am Auto kümmern. Sie müssen sich nun auch noch darum kümmern, ihre Ansprüche auf Schadensersatz gegenüber dem Unfallverursacher oder den Unfallverursachern geltend zu machen. Aber welche Schadensersatzforderungen stehen Ihnen überhaupt zu? Gegen wen richten sich Ihre Schadensersatzforderungen? Was ist mit Schmerzensgeld?

Ansprüche bei Verletzungen

Was müssen Sie tun, wenn Sie bei einem Verkehrsunfall verletzt wurden? In diesem Fall haben Sie einen Anspruch auf Schmerzensgeld, Ersatz Ihres Verdienstausfalls bzw. des Erwerbsschadens und den Ersatz von Heilbehandlungskosten. Die Heilbehandlungskosten werden aber auch nur ersetzt, soweit diese nicht von der Krankenversicherung übernommen werden. Dies gilt deshalb, da die Zahlungspflicht des Unfallverursachers nicht zwingend auf den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzt ist.

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Wurden Sie durch den Unfall langfristig verletzt, muss auch der sog. Haushaltsführungsschaden erstattet werden. Dieser liegt dann vor, wenn einer Person ein solcher Schaden entsteht, dass diese Ihren Haushalt oder den der ganzen Familie nur noch teilweise oder gar nicht mehr führen kann. Der Geschädigte kann also die Hausarbeit persönlich nicht mehr erledigen.

Häufigste Verletzungen bei Verkehrsunfällen

Welche Verletzung tritt am häufigsten bei Verkehrsunfällen auf?

Die am häufigsten vorkommende Verletzung ist das sog. „Halswirbelsäulen-Syndrom„. Bekannt ist dies auch unter dem Namen „HWS-Schleudertrauma„. Sie entsteht durch plötzliche, ruckartige Beugung und Überstreckung des Kopfes infolge einer unerwarteten Krafteinwirkung. Häufigste Ursache sind Auffahrunfälle. Dabei kann es auch zu einer Überdehnung der Halswirbelsäule als Folge des Zusammenstoßes kommen. Das Problem und dahingehende Besondere der Verletzung ist, dass die Schmerzen oft nicht sofort nach dem Unfall auftreten, sondern erst Stunden später.

Erstattung

Liegt ein solches HWS-Schleudertrauma vor ist ein angemessenes Schmerzensgeld zwischen 300 Euro und 700 Euro zu erstatten. Dabei muss aber auch eine Arbeitsunfähigkeit mit einhergehen.

Quellen:

  • https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/gehirn-nerven/ursachen-symptome
  • https://www.koerperverletzung.com/haushaltsfuehrungsschaden/

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