Rechtsnews 19.01.2012 Julia Brunnengräber

„Mercedes-Prozess“ – OLG beschließt Freiheitsstrafe

In dem vorliegenden Fall geht es um einen Mord, bei dem der Täter noch nicht eindeutig feststeht. Die Beweislage gab nicht genug her, um eine Person wegen Mordes zu verurteilen.

Mordopfer wegen Drogenhandel

Im Zentrum des Prozesses waren zwei Kilogramm Marihuana und damit in Verbindung stehende Personen. Diese standen als in diesem Fall vor Gericht – der eine als Angeklagte, der andere als Zeuge. Der Angeklagte hatte Kontakt zu einem Mann aufgenommen, um Marihuana zu bestellen. Sie planten die Übergabe. Der Angeklagte kam mit einer weiteren Person zu diesem Treffpunkt. Ein Schuss fiel schließlich im Auto der Marke „Mercedes“ des Drogendealers. Er lieferte die Drogen an die beiden Personen gegen Geld aus. Alle drei befanden sich in diesem Auto. Unklar ist jedoch, welcher der beiden Männer mit einem Pistolenschuss den Dealer getötet hat. Aus nächster Nähe wurde der Schuss abgegeben. Diese Handlung stellt eindeutig einen Mord dar. Einer der beiden Männer – im Prozess allerdings Zeuge – erklärt, der für die Kontaktaufnahme Verantwortliche habe geschossen. Jedoch ist diese Aussage laut Gericht „unglaubwürdig“, wurden zudem auch an dieser Person Schmauchspuren nachgewiesen. Der Zeuge machte falsche Angaben, wie Untersuchungen feststellten. Auch der „Zeuge“ könnte somit der Täter sein.

Beweislast für vermeintlichen Mörder nicht ausreichend

Das Gericht konnte aufgrund dieser Beweissituation den Angeklagten nicht wegen Mordes verurteilen, da nicht gänzlich ausgeschlossen werden konnte, ob nicht der Zeuge der Täter war. Daher lautete die Entscheidung des Hanseatischen Oberlandesgerichts für den Angeklagten letztlich eineinhalb Jahre Freiheitsstrafe. Wäre die Beweislast eindeutiger, wäre das Strafmaß höher ausgefallen. Quelle:

Ihr gutes Recht – jetzt mit KI klären lassen.

Jetzt mit einem
Anwalt sprechen

Telefonische Rechtsberatung
persönlich & lösungsorientiert

34,99  *
  • 15 / 30 / 45 Minuten wählbar
  • Antwort in ca. 4 Stunden
  • Wenn Reden wichtig ist

Direkt klären, statt schreiben.

KI-Ersteinschätzung zur Rechtsfrage
  • PDF-Antwort in 5 klaren Kapiteln auf Ihre Frage
  • Optional:
  • Check von bis zu 5 Dokumenten (PDF)
  • Telefonat mit einem Anwalt zum Thema
29,99  *
Prüfprotokoll EU AI Act
Strukturierte KI-Ersteinschätzung als PDF zu Ihrer Rechtsfrage. Mit Einordnung, nächsten Schritten und Musterschreiben (falls passend). Sicher im Dashboard abrufbar - optional mit Dokumenten-Check & Anwaltstelefonat.

Schriftliche Antwort
vom Anwalt

Eine Rechtsfrage mit
Dokumentenprüfung

99,99  *
  • Schriftliche, anwaltliche, Ausarbeitung
  • Upload eines Dokumentes
  • Eine Rückfrage inklusive

Wenn es vom Anwalt schriftlich sein soll

  • Pressemitteilung des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 13. Dezember, 2011, Az.: 621 Ks 7/11

Sollte Ihnen dieser Beitrag geholfen haben, so können Sie uns etwas zurückgeben in dem Sie uns bei Google bewerten.

Kostengünstige Rechtsberatung durch Fachanwälte

  • Verbindliche Auskunft vom Rechtsanwalt
  • Festpreis - garantiert
  • innerhalb von 24 Stunden

Beratung durch Anwalt am Telefon

Antwort auf konkrete Fragestellung.
Spezialisierter Anwalt ruft Sie zügig an.

Zur Auswahl der Anwaltshotline 15 min. zum Festpreis ab 29€