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Wann Stromkosten verjähren

Stromkosten stellen in den meisten Fällen einen erheblichen Teil der Lebenshaltungskosten dar. In den meisten Fällen zahlen Mieter anfallende Stromkosten monatlich zusammen mit der Miete an den Vermieter. Es gibt jedoch auch die Regelung, dass Mieter die Stromkosten in Form einer Vorauszahlung direkt an den Energieanbieter überweisen. Dabei ist meist eine gesonderte Anmeldung nötig, damit der Energieversorger die Leitungen für den Gebrauch öffnet. Die monatlichen Zahlungen haben den Vorteil, dass immer nur eine geringe Geldsumme fällig wird und am Ende des Abrechnungszeitraums weniger finanzielle Engpässe entstehen. Nach Ablauf eines Jahres werden die monatlichen Beträge mit den Gesamtkosten verrechnet. Bei einem Überschuss zahlt der Vermieter oder der Energieversorger das Geld aus. Bei einem negativen Ergebnis wird eine Nachzahlung fällig.

Welche Probleme können auftreten?

Dennoch kommt es immer wieder vor, dass die Nutzer sich nicht rechtzeitig anmelden, keine Nebenkostenpauschale bezahlen oder der Stromversorger keine Abrechnung durchführt. In solchen Fällen können die monatlich geringen Summen schnell zu mehrstelligen Beträgen auswachsen, die nur schwer zu stemmen sind. Wenn die Schuld auf Seiten des Anbieters liegt, verweigern viele Nutzer die Zahlung oder versuchen, eine Alternativlösung zu finden. In den meisten Fällen gestaltet sich die Kommunikation dabei durch fehlende Kooperationsbereitschaft sehr schwierig. Aufgrund dessen ist es ratsam, einen Rechtsanwalt einzuschalten, der die Kommunikation mit dem Energieanbieter übernimmt und über die Konditionen einer eventuellen Verjährung informiert ist.

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Wann Stromkosten verjähren erhalten

Füllen Sie das nachfolgende Formular aus, wenn es sich um eine realistische Anfrage handelt können Sie damit rechnen, dass sich bald ein Anwalt bei Ihnen meldet.

Verjährungsfristen

Im Allgemeinen beträgt die Verjährungsfrist bei Forderungen drei Jahre bis zum Jahresende nach dem Erbringen der Leistung. Für Stromanbieter gilt jedoch eine Ausnahmeregelung, sodass die Frist nach § 17 der Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) erst mit der Ausstellung der Abrechnung beginnt. An sich ist der Anbieter nach § 40 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) verpflichtet, die Abrechnung innerhalb eines Zeitraumes auszustellen, der zwölf Monate nicht wesentlich überschreiten darf. Aufgrund dieser ungenauen Formulierung ist es den Energieanbietern jedoch möglich, die Abrechnung auch noch nach Ablauf der drei Jahre zuzustellen. Wurde diese zuvor noch nicht ausgestellt, können Ansprüche auch noch nach Jahren begründet werden.

Auf Seiten des Verbrauchers greift die Verjährung dann, wenn die Rechnung bereits zugestellt, jedoch innerhalb der Dreijahresfrist nicht bezahlt wurde. Auf der anderen Seite müssen die Verbraucher innerhalb von drei Jahren gegen falsche Rechnungen oder unrechtmäßige Preiserhöhungen vorgehen, da ihre Ansprüche sonst verjähren. Dieses Ungleichgewicht zwischen dem Anbieter und dem Verbraucher kritisieren Experten immer wieder.

Weiteres Vorgehen

Kommt es zu keinem klärenden Ergebnis und zu keiner Übereinkunft zwischen dem Anbieter und dem Verbraucher, kann einer eventuellen Klage widersprochen werden. Dies sollte in jedem Fall in schriftlicher Form geschehen. Ist dennoch keine Lösung möglich, bietet eine Feststellungsklage beim zuständigen Amtsgericht den letzten Ausweg. In jedem Fall sollte vor der Einreichung der Klage ein Rechtsanwalt hinzugezogen werden, der die Ansprüche und Erfolgsaussichten eingehend überprüft und den Klageantrag formuliert. Kompetente Rechtsanwälte in Ihrer Nähe finden Sie auf rechtsanwalt.com übrigens einfach und unkompliziert!

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10 Antworten

  1. Ich habe für einen Stromverbrauch von Dez. 2016 bis März 2017 nun wegen Umzug meinerseits erst im April 2021 eine Rechnung aus August 2020 erhalten. Ich bestreite die Forderung wegen Verjährung nach $195 BGB, da der Anspruch ja schon in 2017 bekannt war und bis 31.12.2020 nicht gerichtlich geltend gemacht wurde.
    Nun klagt das Inkassobüro vor dem Amtsgericht.
    Gerne Kontaktaufnahme per email.

  2. Hallo, wir sollen für eine Garagengengemeinschaft von 2015 bis 2017 Strom bezahlen. Ende 2017
    Wurde die Garage an die Stadt abgegeben. Ist das rechtens nach so langer Zeit?

  3. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich habe von 05.16 – 6.17 in einer Wohnung gewohnt.
    Ich hatte dort einen Internet Stromanbieter. Dieser ist mittlerweile Insolvent, mein Ex Vermieter hat allerdings einen zweiten Vertrag auf meinem Namen abgeschlossen. Ohne meine Vollmacht und ohne mein Wissen es gibt hierzu keine Vertragsunterlagen.
    Nun fordert mich dieser Anbieter auf Kosten für diese Zeit nachzuzahlen.
    Was kann ich tun?
    Ist dieser Anspruch nicht evtl schon verjährt? Endabrechnung ist von 09-2017.

    Mit freundlichen Grüßen
    M.K.

  4. Hallo,

    würd mich freuen, wenn ihr meine Frage beantworten könntet, also mein Vater hatte im Jahr 2005-2006 in seiner alten Wohnung bei Vattenfall eine offene Rechnung, bis jetzt war mein Vater nicht fündig, obwohl er immer noch bei Vattenfall Kunde ist. 2016 hatte Vattenfall die Rechnung an die Inkasso weitergeleitet, erst jetzt Feb. 2021 ist mein Vater fündig geworden, statt 180 euro will die Inkasso nun 430 euro!

    Meine Frage ist, ob er es zahlen muss oder ob es sich Verjährt hat ?

    Danke !!

  5. Guten Tag,
    ich würde mich sehr freuen wenn Sie mir behilflich sein könne.
    Ich habe von 12.2016 bis einschließlich 06.2020 fälschlicherweise bei der Angabe der Zählerstände für Heizstrom beim Hochtarif & beim Niedertarif die gleichen Werte angegeben. Mein Zähler zählt aber nur einen Wert. Somit habe ich den gesamten Zeitraum doppelt bezahlt. Ich war über den gesamten Zeitraum bei einem Anbieter, der ab dem 01.07.2020 von einem anderen Anbieter übernommen wurde. Nun habe ich den „alten“ Anbieter angeschrieben und die zu viel gezahlten Abschläge zurück gefordert. Der Anbieter hat mir nun geantwortet dass der neue Anbieter dafür mein Ansprechpartner ist. Kann das richtig sein, obwohl der alte Anbieter die zu viel gezahlten Abschläge kassiert hat? Besteht eine Chance dass ich die zu viel gezahlten Abschläge vom alten oder neuen Anbieter zurück bekomme? Vielen Dank für eine Rückmeldung im Voraus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Marcel Albrecht

  6. Sehr gehörte Damen und Herren,
    Ich hab eine Problem mit meine Strom Versorger der hat mir Rechnung ausgestellt nach vier Jahre über 7000 € für Strom Rechnung rückwirkend für vier Jahre.
    Bis jetzt habe ich monatlich für Strom gezahlt in erster Jahr vor vier Jahre circa 100 € in zweites Jahr die haben runtergesetzt auf 60 € in drittes Jahr auf 70 € und im Vierteljahr wieder auf circa 60 €
    Und jetzt plötzlich rückwirkend im Stück 7000 €.
    Ich wäre dankbar wenn mir jemand helfen kann wie ich das am besten meistern soll ohne Ärger zu bekommen.
    Und frage ob da mögliche werden Verjährung gibt’s?

  7. mein Stromanbieter hat mir für 2019 im 2/20 eine Endabrechnung erstellt und mir ein Guthaben avisiert.
    Jetzt nach 7 Monaten folgt eine korrigierte Abrechnung mit einer Nachzahlungs Aufforderung! Ich kann weder den Zählerstand noch den Mehrverbrauch nachvollziehen.
    Was kann ich machen??
    MfG
    H.A.

  8. Der BGH hat in 07/2019 etwas zur Problematik gesagt und an das LG Flensburg zurückverwiesen. Die Entscheidung ist mir aber (noch)nicht bekannt.

  9. sehr geehrte Damen und Herren,
    im August 2013 bin ich von der Wohnung in Heidenheim ausgezogen, und habe mich bei meinem jetzigen Mann in Sindelfingen in der Wohnung angemeldet.
    mein Bruder der Hauptmieter in der Wohnung in Heidenheim war ist im Juni 2017 aus der Wohnung gezogen.

    nun ist mein Bruder in Privatinsolvenz.

    und die Stadtwerke Heidenheim verlangen von mir nun ab 23.07.2017 Hauptvorderung 419€ Stromkosten. plus knapp 300€ für irgendwelche Gebühren wie Gerichtskosten, Manhbescheide und auffindungs Gebühren.
    ich habe bis dato keinen Brief und nichts erhalten und plötzlich so etwas.
    ich denke da stimmt was nicht. da ich seit 2013 aus der Wohnung bin und mein Bruder bis 2017 die Wohnung bewohnt hat.
    zu dem hat die Vonovia keinen gültigen Mietvertrag. die Mietschulden meines Bruders wurden auf Grund der ungültigkeit komplett erloschen womit ich dann auch nicht konfrontiert wurde.
    die Stadtwerke Heidenheim behaupten ich sei als Partner im Vertrag gemeldet.
    ich bitte um ein kostenloses Erstberatungs Gespräch.

    mit freundlichen Grüßen
    Ramona Zimmermann

    1. Sie müssen unterscheiden zwischn Ihrem Mietverhältnis und dem Vertragsverhältnis zum Energieversorger! Hatten Sie einen Vertrag mit dem Energieversorger überhaupt? Ich gebe keine weitere Auskunft unentgeltlich
      RA Dobke, Detmold

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