Richterhammer steht auf Flagge der USA

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Skurrile Klagen aus den USA

Verfasst von am 16. Mai 2016 in Allgemein

Amerika gilt als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten –
in diesem Fall auch der unbegrenzten Möglichkeiten, eine Klage einzureichen. Die
Geschädigten lassen nichts unversucht, um McDonalds, Starbucks oder Subway um
eine Schadensersatzforderung ärmer zu machen.

Starbucks: Zuviel Eis
im Eiskaffee

Eine Frau aus Illiois hatte sich bei einem Besuch bei
Starbucks ungerecht behandelt gefühlt. Ihrer Meinung nach enthielt ihr
Eiskaffee zu viel Eis und zu wenig Kaffee. Sie verfasste eine Klageschrift, in
der sie unter anderem ankreidete, dass die angegebene Getränkegröße dem
Fassungsvermögen der Becher und nicht der tatsächlichen Menge des Getränks
entspreche. Dabei weitete sie ihren Vorwurf auch auf Eistee und andere gekühlte
Getränke aus. Die Klägerin verlangte Schadensersatz in Höhe von 5 Millionen
US-Dollar als Ausgleich für den Getränkeschwindel. Starbucks verteidigte sich
und gab an, dass Eis als wichtiger Bestandteil aller gekühlten Getränke gelte
und die meisten Kunden sich dessen auch bewusst seien. Auch bot das Unternehmen
an, im Zweifelsfall beanstandete Getränke neu zuzubereiten. Wie das zuständige
Gericht letztlich entscheidet, ist noch unklar.

Subway: Zu kurzes
Sandwich

Auch bei der Sandwich-Kette Subway gab es Grund zur
Aufregung: Zwei Männer aus New Jersey beschwerten sich über falsche Längenangaben
und lösten damit eine Sammelklage gegen das Unternehmen aus. Subway hatte damit
geworben, dass die Sandwiches einen Fuß lang sein sollten, in Wirklichkeit entsprachen
diese jedoch nur annähernd der Länge von 12 Inches oder rund 30 Zentimetern. Letztlich wurde
entschieden, dass die Filialen ein Messwerkzeug etwa in Form eines Lineals
bereithalten müssten, um die Länge auf Wunsch der Kunden zu überprüfen. Auch eine
besondere Schulung der Mitarbeiter und die Durchführung einer monatlichen
Stichprobe sind nun verpflichtend.

McDonalds: Heißer
Kaffee ist zu heiß

Die Fastfoodkette McDonalds musste ebenfalls mehrere Klagen
einstecken, am bekanntesten dürfte jedoch der folgende Fall geworden sein: Eine
Frau hatte sich einen Kaffee gekauft, im Auto den Plastikdeckel entfernt und das Getränk aus
Versehen über ihre Beine geschüttet. Die heiße Flüssigkeit wurde von ihrer Hose
aufgesogen, sodass die Frau Verbrennungen dritten Grades erlitt. Sie musste für
mehrere Tage in ein Krankenhaus und unter anderem eine Hauttransplantation vornehmen
lassen. Nachdem mehrere außergerichtliche Einigungen scheiterten, verklagte die
Geschädigte McDonalds schließlich auf 20.000 $ Schadensersatz. Als Begründung wurde
angeführt, dass McDonalds den Kaffee in ihren Filialen mit einer Temperatur von
85°C verkaufe und somit weit über den Durchschnittswerten der anderen
Fastfoodketten läge. Auch 700 weitere Ansprüche, die in Zusammenhang
mit von McDonalds-Kaffee ausgelösten Verbrennungen standen, waren
ausschlaggebend für die gerichtliche Entscheidung. Letztlich sprachen die
Richter der geschädigten Frau Schadensersatz in Höhe von 160.000 $ sowie einen Strafschadensersatz
von 2,7 Millionen $ zu. Auch ein aktueller Fall erinnert an die Kaffeeklage:
Eine Frau hatte sich ebenfalls mit heißem Kaffee verbrüht, diesmal jedoch, da
der Deckel falsch auf dem Becher angebracht gewesen war. Eine Entscheidung steht jedoch noch aus.

Quellen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/starbucks-amerikanerin-fordert-fuenf-millionen-dollar-wegen-zu-viel-eis-im-eiskaffee-a-1090508.html

http://www.focus.de/finanzen/recht/dreist-absurd-skurril-das-sind-die-verruecktesten-millionen-klagen-in-den-usa_id_3559891.html

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