Wie finde ich eine zuverlässige und preiswerte Rechtsschutzversicherung?

Rechtsschutzversicherung
Rechtsnews 14.03.2023 Christian Schebitz

2023: Einlagensicherung – so retten Sie Ihre Ersparnisse vor der Bankenpleite

Einlagen – so nennt man das Guthaben der Sparer –  gehören zu den wichtigsten Vermögenswerten von Privatkunden bei Banken. Um die Sicherheit dieser Einlagen zu gewährleisten, gibt es in vielen Ländern Einlagensicherungssysteme. Diese sollen sicherstellen, dass Privatkunden im Falle einer Bankenpleite ihr Geld bis zu einer bestimmten Höhe zurückerhalten.

Einlagensicherung in Deutschland

Die Einlagensicherung in Deutschland ist gesetzlich geregelt. Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der europäischen Einlagensicherungsrichtlinie (EinSiG) im Jahr 2015 ist die Einlagensicherung in Deutschland einheitlich geregelt. Dabei ist die Entschädigungsgrenze auf 100.000 Euro pro Person und Bank begrenzt.

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Füllen Sie das nachfolgende Formular aus, wenn es sich um eine realistische Anfrage handelt können Sie damit rechnen, dass sich bald ein Anwalt bei Ihnen meldet.

Das bedeutet, dass ein Kunde, der bei einer Bank ein Guthaben von 200.000 € hat, im Falle einer Bankenpleite nur maximal 100.000 € erstattet bekommt. Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb von sieben Werktagen. Verfügt man über mehr Bargeld, so kann man es über mehrere Banken verteilen und ist jeweils mit 100.000 € abgesichert.

Sonderregelungen für bestimmte Einlagen

Für bestimmte Einlagen gibt es jedoch Sonderregelungen. So sind Einlagen aus dem Verkauf von privat genutzten Wohnimmobilien bis zu einem Betrag von 500.000 € pro Person und Bank geschützt. Allerdings ist auch hier die Entschädigung auf die Höhe der Einlage begrenzt.

Umfasst die Einlagensicherung auch Sichteinlagen von Firmen?

Ja, auch Sichteinlagen von Unternehmen sind durch die Einlagensicherung gedeckt. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Die Einlagensicherung gilt nur für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 2 Millionen Euro und weniger als 10 Mitarbeitern.

Unternehmen, die diese Kriterien erfüllen, gelten als “kleine Unternehmen” und werden wie Privatkunden behandelt. Das bedeutet, dass ihre Sichteinlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Bank und Person geschützt sind.

Für größere Unternehmen gibt es keine gesetzliche Einlagensicherung. Sie müssen selbst für die Sicherheit ihrer Einlagen sorgen, z.B. durch Streuung der Einlagen auf verschiedene Banken oder durch Anlageformen mit höheren Sicherheitsstandards wie Bundesanleihen oder Tagesgeldkonten.

Was passiert konkret mit meinen Einlagen, wenn meine Bank pleite geht und was muss ich sofort tun?

Wenn Ihre Bank in Konkurs geht, sind Ihre Einlagen möglicherweise gefährdet.

Die genauen Einzelheiten unterscheiden sich von Land zu Land, aber im Allgemeinen bieten Einlagensicherungssysteme einen gewissen Schutz für Einlagen bis zu einem bestimmten Betrag pro Kunde und Bank. In den USA beispielsweise bietet die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) Schutz für Einlagen bis zu 250.000 US-Dollar pro Kunde und Bank.

Wenn Ihre Bank insolvent wird, sollten Sie sich umgehend mit Ihrer Bank in Verbindung setzen, um Informationen über den Status Ihrer Einlagen zu erhalten. Wenn Ihre Einlagen durch ein Einlagensicherungssystem geschützt sind, sollten Sie sich an die zuständige Stelle wenden, um Ihre Ansprüche geltend zu machen. Am besten beauftragen Sie einen Rechtsanwalt für Bankrecht damit, denn dieser kann nachdrücklicher für Ihre Rechte eintreten und die Fristen besser einfordern.

Wichtig ist auch, dass Sie Ihre Kontobewegungen genau beobachten und verdächtige Aktivitäten melden, insbesondere nach dem Konkurs einer Bank.

Sollte ich mein Geld sofort abheben, wenn sich eine Bankenkrise abzeichnet?

Im Allgemeinen ist es nicht ratsam, sein Geld sofort abzuheben, wenn sich eine Bankenkrise abzeichnet. Dies kann zu unnötiger Panik führen und Ihre Einlagen gefährden, da ein überstürztes Abheben von Einlagen in einer Bankenkrise zu einem “Bank Run” führen kann.

Stattdessen ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und sich auf Fakten und Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen zu verlassen. Hier einige Gründe dafür:

  • Die meisten Einlagensicherungssysteme schützen Einlagen bis zu einer bestimmten Höhe. Wenn Ihre Einlagen in diesem Bereich liegen, sind sie in der Regel geschützt, auch wenn Ihre Bank zahlungsunfähig wird.
  • Wenn alle Kunden einer Bank gleichzeitig ihr Geld abheben, kann es zu einem Bank Run kommen, der die Bank noch schneller in den Ruin treibt. Dies kann das gesamte Bankensystem in Mitleidenschaft ziehen und zu einer Krise führen.
  • Wenn Sie Ihr Geld abheben und anderweitig anlegen, besteht das Risiko, dass Sie Ihr Kapital nicht so effizient verwalten wie die Bank. Außerdem können andere Anlageformen mit einem höheren Risiko verbunden sein.

Wenn Sie beunruhigt sind, sollten Sie Ihre Bank kontaktieren und sich über den Status Ihrer Einlagen informieren. In den meisten Ländern gibt es Aufsichtsbehörden, die die Banken überwachen und frühzeitig eingreifen, um eine Bankenkrise zu verhindern.

Wenn Sie sich dennoch entschließen, Ihr Geld abzuheben, ist es ratsam, dies in aller Ruhe zu tun und nicht in Panik zu verfallen. Um unerwartete Kosten zu vermeiden, sollten Sie sich auch im Voraus über die möglichen Kosten und Gebühren informieren, die mit dem Abheben von Geld verbunden sind.

Beachten Sie, dass die meisten Einlagensicherungssysteme eine gewisse Zeit benötigen, um Entschädigungsansprüche zu bearbeiten. Wenn Ihre Bank zahlungsunfähig wird, kann es daher einige Zeit dauern, bis Sie Ihre Einlagen zurückerhalten. Aus diesem Fall und empfehlen wir in diesem Fall einen Rechtsanwalt für Bankrecht damit zu beauftragen, der sich darum kümmert.

Einlagensicherung im Ausland

Auch in anderen Ländern gibt es Einlagensicherungssysteme, die jedoch unterschiedlich geregelt sind. So gibt es in einigen Ländern keine einheitliche Entschädigungsgrenze oder diese ist niedriger als in Deutschland.

Warum haben die Pleiten von US-Banken Auswirkungen auf europäische Banken?

Die Insolvenz amerikanischer Banken, wie die der Silicon Valley Bank, kann aufgrund der weltweiten Vernetzung der Finanzmärkte auch Auswirkungen auf europäische Banken haben. Hier einige Gründe dafür:

  • Banken sind miteinander vernetzt: Die Banken sind weltweit eng miteinander verbunden, insbesondere durch das Interbankengeschäft, bei dem sich die Banken untereinander Geld leihen. Wenn eine Bank in den USA zahlungsunfähig wird, kann dies Auswirkungen auf europäische Banken haben, die mit dieser Bank Geschäfte gemacht haben.
  • Interdependenz mit anderen Unternehmen: Banken sind in der Regel auch mit anderen Unternehmen verbunden, insbesondere mit Unternehmen, die in den USA ansässig sind. Wenn diese Unternehmen in Schwierigkeiten geraten oder ihre Kredite nicht mehr bedienen können, kann dies auch Auswirkungen auf europäische Banken haben.
  • Internationale Investoren: Viele Banken weltweit haben Investoren aus verschiedenen Ländern, darunter auch aus den USA. Wenn eine US-Bank in Schwierigkeiten gerät, kann dies auch Auswirkungen auf die Investoren haben, die wiederum ihre Investitionen in andere Länder, einschließlich europäischer Banken, umleiten könnten.
  • Auswirkungen auf das Vertrauen in das Finanzsystem: Der Zusammenbruch einer US-Bank könnte das Vertrauen in das Finanzsystem insgesamt erschüttern und damit auch Auswirkungen auf europäische Banken haben. Anleger könnten verunsichert werden und ihr Geld von den Banken abziehen, was wiederum zu einer Liquiditätskrise führen könnte.

Insgesamt sind die globalen Finanzmärkte miteinander vernetzt, und der Zusammenbruch einer US-Bank kann Auswirkungen auf europäische Banken haben. Es ist wichtig, dass Banken weltweit zusammenarbeiten, um Risiken zu minimieren und das Finanzsystem zu stabilisieren.

Wer garantiert die Einlagensicherung in Deutschland?

In Deutschland erfolgt die Einlagensicherung durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB). Die EdB ist eine staatlich anerkannte Entschädigungseinrichtung, die vom Bundesverband deutscher Banken e.V. gegründet wurde. Sie ist eine Selbsthilfeeinrichtung der privaten Banken und Sparkassen und sorgt dafür, dass die Einlagen der Kunden geschützt sind, wenn eine Bank zahlungsunfähig wird.

Die EdB schützt die Einlagen von Privatkunden, Unternehmen und institutionellen Anlegern bis zu einem Höchstbetrag von derzeit 100.000 Euro je Kunde und Bank. Die Einlagensicherung gilt für alle in- und ausländischen Banken, die eine Niederlassung in Deutschland haben und der gesetzlichen Einlagensicherung angeschlossen sind.

Zu beachten ist, dass die Einlagensicherung in Deutschland mehrstufig aufgebaut ist. Die EdB ist die erste Stufe und schützt Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Darüber hinaus gibt es die gesetzliche Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken e.V., die den Schutz auf bis zu 20% des haftenden Eigenkapitals der Bank erhöht. Darüber hinaus können einige Banken zusätzliche freiwillige Einlagensicherungssysteme anbieten.

Es ist ratsam, sich bei seiner Bank über den genauen Umfang des Einlagenschutzes und die Bedingungen der Einlagensicherung zu informieren.

Neues zur Einlagensicherung in Deutschland

Im Jahr 2020 wird die europäische Einlagensicherungsrichtlinie überarbeitet. Die Neufassung soll unter anderem dazu beitragen, dass Banken krisenfester werden und über eine höhere Eigenkapitalausstattung verfügen.

An der Umsetzung der überarbeiteten Richtlinie in deutsches Recht wird derzeit noch gearbeitet. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Einlagensicherung in Deutschland auch in Zukunft auf einem hohen Niveau bleiben und die Entschädigungsgrenze von 100.000 € pro Person und Bank beibehalten wird.

Rechtliche Würdigung und einschlägige Gesetze

Die Einlagensicherung in Deutschland ist im Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) gesetzlich geregelt. Dabei ist der Schutz von Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 € pro Person und Bank in § 7 EinSiG geregelt. Sonderregelungen für besondere Einlagen finden sich in § 8 EinSiG.

Eine Änderung der Einlagensicherungsgrenze ist derzeit nicht geplant, jedoch kann es im Zuge der Umsetzung der novellierten europäischen Einlagensicherungsrichtlinie zu Änderungen kommen.

Fazit zur Einlagensicherung

Die Einlagensicherung ist ein wichtiger Schutzmechanismus für Privatkunden im Falle einer Bankenpleite. In Deutschland ist die Einlagensicherung gesetzlich geregelt und befindet sich auf einem hohen Niveau.

Weiterführende Links:

Rechtsanwälte für Bankrecht

Deutsche Bundesbank zur Einlagensicherung

Zum Einlagensicherungsgesetz (EinSiG)

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