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Schlägerei: Keine Opferentschädigung

Eine Schlägerei endete mit einer schweren Verletzung am Kopf eines jungen Mannes. Er wollte Entschädigungsleistungen einklagen. Doch stehen die ihm zu – war er ja selbst bei der Schlägerei nicht nur passiv, sondern auch aktiver Beteiligter. Das Landessozialgericht in Nordrhein-Westfalen hatte darüber zu entscheiden.

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Schlägerei führte fast zum Tod

Der junge Mann hatte in einer Diskothek eine unangenehme Begegnung mit einem Mann, der sich als amerikanischer Soldat, als Kampfsportler und als aggressiv herausstellte. In der Diskothek kam es zu Rangeleien zwischen den beiden, vor der Diskothek dann zu einer Schlägerei. Doch nicht nur das: Auch als der hier klagende Mann schon bewusstlos am Boden lag, verpasste der andere ihm Tritte. Die Folgen: Er überlebte nur knapp, erlitt unter anderem einen Schädelbruch. Einige Schäden sind bleibend: Er leitet unter Gedächtnis- und Sprachstörungen. Auch mit Angstattacken muss er seither umgehen. Dem Kläger ist zwar bewusst, dass er sich auch selbst auf die Schlägerei eingelassen hat. Jedoch habe er nicht vorhersehen können, dass der andere Mann ihn auch dann noch schlage, wenn er nicht mehr bei Bewusstsein ist.

LSG: Einlassen auf Schlägerei ist grobe Fahrlässigkeit

Für das LSG ist entscheidend, dass eine Schlägerei eine gefährliche Situation ist, deren Ausgang unvorhersehbar ist. Es war der Kläger, der sich darauf eingelassen hat und mit schweren Verletzungen rechnen musste. Er selbst habe sich leichtfertig gefährdet und grob fahrlässig gehandelt. Daher stehe ihm keine Entschädigung zu, so das Gericht. Allerdings wurde ein Mittäter des Amerikaners zu zwei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe wegen Körperverletzung verurteilt. Der Haupttäter aber ist nach der Tat in die USA geflohen.

  • Quelle: Pressemitteilung des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 2. April 2012, Az.: L 13 VG 68/11

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