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Rechtsschutzversicherung
Ratgeber 20.11.2023 rechtsanwalt.com

Zeitarbeit und Leiharbeit: Was Sie wissen müssen

Leiharbeit ist eine Form der Beschäftigung, bei der ein Arbeitnehmer von einem Arbeitgeber, der Leiharbeitsfirma, an einen anderen Arbeitgeber, den Entleiher, überlassen wird. Der Arbeitnehmer ist also bei der Zeitarbeitsfirma angestellt, arbeitet aber für den Entleiher. Dies kann Vor- und Nachteile haben. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, was Sie über Zeitarbeit wissen müssen und wie Sie Ihre Rechte schützen können.

Welche Vorteile hat Zeitarbeit?

Sie kann eine Möglichkeit sein, in den Arbeitsmarkt einzusteigen oder Berufserfahrung zu sammeln. Sie können verschiedene Tätigkeiten ausprobieren und sich flexibel an die Nachfrage anpassen. Außerdem haben Sie die Chance, bei guter Leistung vom Entleiher übernommen zu werden. Zeitarbeit kann auch eine Option sein, wenn Sie nach einer längeren Pause wieder ins Berufsleben einsteigen oder sich beruflich umorientieren möchten.

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Zeitarbeit und Leiharbeit: Was Sie wissen müssen erhalten

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Welche Nachteile hat Zeitarbeit?

Sie hat auch einige Nachteile, die Sie beachten sollten. Zum einen verdienen Sie in der Regel weniger als die Festangestellten des Entleihers, obwohl Sie die gleiche Arbeit verrichten. Das liegt daran, dass die Zeitarbeitsfirma einen Teil Ihres Lohns als Provision einbehält. Zum anderen haben Sie weniger Sicherheit und weniger Mitspracherechte als Festangestellte. Sie können jederzeit gekündigt oder an einen anderen Entleiher vermittelt werden. Außerdem haben Sie oft keinen Anspruch auf Urlaub, Weihnachtsgeld oder andere Sonderzahlungen.

Welche Rechte haben Sie als Leiharbeitnehmer?

Als Leiharbeitnehmer haben Sie eine Reihe von Rechten, die Sie kennen und einfordern sollten. Dazu gehören das Recht auf…

  • einen schriftlichen Arbeitsvertrag mit dem Zeitarbeitsunternehmen, in dem die wesentlichen Bedingungen wie Arbeitszeit, Vergütung, Kündigungsfristen und Dauer der Überlassung festgelegt sind.
  • einen angemessenen Lohn, der mindestens dem gesetzlichen Mindestlohn oder dem Tariflohn entspricht. Seit 2017 gilt zudem der Grundsatz der gleichen Bezahlung (Equal Pay), d.h. nach neun Monaten Einsatz beim selben Entleiher muss der gleiche Lohn wie für die Stammbelegschaft gezahlt werden.
  • eine angemessene Einarbeitung und Unterweisung durch den Entleiher, damit Sie Ihre Arbeit sicher und ordnungsgemäß ausführen können.
  • ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld, das den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Der Entleiher ist für den Arbeitsschutz verantwortlich und muss Ihnen die erforderliche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen.
  • Übernahme durch den Entleiher, wenn dieser Ihnen ein unbefristetes Arbeitsverhältnis anbietet. Sie können dann entscheiden, ob Sie das Angebot annehmen wollen oder nicht.

Wie können Sie sich bei Problemen mit der Zeitarbeit wehren?

Wenn Sie Probleme mit Ihrer Zeitarbeitsfirma oder Ihrem Entleiher haben, sollten Sie nicht schweigen, sondern aktiv werden. Hier sind einige Schritte, die Sie unternehmen können:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Ansprechpartner bei der Zeitarbeitsfirma oder Ihrem Vorgesetzten beim Entleiher und versuchen Sie, eine einvernehmliche Lösung zu finden.
  • Wenden Sie sich an Ihren Betriebsrat oder Ihre Gewerkschaft, falls vorhanden, und lassen Sie sich beraten und unterstützen.
  • Wenden Sie sich an das Arbeitsgericht oder an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht, wenn Ihre Rechte verletzt werden oder Sie eine Kündigung erhalten haben. Sie können dort Klage erheben oder eine einstweilige Verfügung beantragen.
  • Wenden Sie sich an die Bundesagentur für Arbeit oder an eine Beratungsstelle für Arbeitslose, wenn Sie arbeitslos werden oder Hilfe bei der Arbeitssuche brauchen.

Wo finde ich weitere Informationen zum Thema Zeitarbeit?

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, können Sie diese Links nutzen:

 

Gesetzliche Grundlage der Zeitarbeit

Zeitarbeitsfirmen benötigen eine Erlaubnis der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) für ihre Tätigkeit. Eine Ausnahme liegt vor, wenn Arbeiter innerhalb einer Branche oder einem Unternehmen überlassen werden, etwa um eine Entlassung vorzubeugen. Findet die Überlassung auf klassische Art und Weise statt, ist jedoch in jedem Fall ein schriftlicher Arbeitsnehmerüberlassungsvertrag nötig. Die gesetzliche Grundlage bildet dabei das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). Dort ist unter anderem geregelt, dass die Überlassung nur vorrübergehend stattfinden darf. Somit darf ein Unternehmen nicht dauerhaft denselben Zeitarbeiter beschäftigen und muss diesen im Regelfall als Arbeitnehmer einstellen.

Umgang mit dem Zeitarbeiter

Das Gehalt orientiert sich an der Tätigkeit und Qualifikation des Arbeitnehmers. Dabei darf jedoch nicht die Lohnuntergrenze unterschritten werden. Diese liegt seit April 2020 im Osten Deutschlands bei 9,88 €, im Westen bei 10,15 €. Während der Arbeit im Einsatzunternehmen muss der Arbeitnehmer wie seine zeitweiligen Kollegen behandelt und in den Betrieb eingegliedert werden. Daher verfügt er über einen Auskunftsanspruch, um die Umstände einschätzen zu können. Ebenso ist der Entleiher für die Gesundheit des Arbeiters zuständig und muss ihm die nötigen Einweisungen geben.

Einsatzort und Qualifikation

Der Einsatzort eines Zeitarbeitnehmers ist sowohl von seinen Wünschen als auch von seiner Qualifikation abhängig. Diese werden in den meisten Fällen zusammen mit den möglichen Einsatzgebieten im Arbeitsvertrag festgehalten. Da die Leihfirma den Arbeitnehmer jedoch an so vielen potenziellen Stellen wie möglich unterbringen möchte, sind die Angaben weit gefasst. Da Arbeitnehmer nicht selten weite Entfernungen überbrücken müssen, besteht ein Anspruch auf die Erstattung von Fahrtkosten. Weitere Fragen beantworten unsere Rechtsanwälte für Arbeitsrecht gerne.

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