Ratgeber 19.10.2023 Christian Schebitz

Was ist eine Pflegekraft?

Pflegekräfte sind Personen, die sich beruflich mit der Pflege und Betreuung von kranken, alten oder behinderten Menschen befassen. Als Pflegekraft arbeitet man in Krankenhäusern, Pflegeheimen, ambulanten Diensten oder bei den Patienten zu Hause. Pflegekräfte erfüllen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, denn sie tragen dazu bei, die Lebensqualität und Gesundheit der Menschen zu verbessern.

Was sind die Aufgaben einer Pflegekraft?

Die Aufgaben einer Pflegekraft sind vielfältig und hängen von der Art und dem Grad der Pflegebedürftigkeit der Patienten ab. Typische Aufgaben sind

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Was ist eine Pflegekraft? erhalten

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  • Die Grundpflege, wie z.B. Waschen, Anziehen, Essen reichen oder Lagern der Patienten.
  • die Behandlungspflege, wie z.B. Medikamente verabreichen, Wunden versorgen oder Blutdruck messen
  • die psychosoziale Betreuung, z. B. Gespräche mit den Patienten, Aktivierung oder Sterbebegleitung
  • die Dokumentation der Pflegeleistungen und des Gesundheitszustandes der Patienten
  • die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen wie Ärzten, Therapeuten oder Sozialarbeitern.

Welche Voraussetzungen muss eine Pflegekraft mitbringen?

Um als Krankenschwester oder Krankenpfleger arbeiten zu können, muss man eine entsprechende Ausbildung absolvieren. Je nachdem, ob man als Altenpfleger/in, Gesundheits- und Krankenpfleger/in oder Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in arbeiten möchte, gibt es verschiedene Ausbildungswege. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und umfasst sowohl theoretischen Unterricht als auch praktische Einsätze in verschiedenen Einrichtungen. Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen.

Neben der formalen Qualifikation sind auch persönliche Eigenschaften für den Pflegeberuf wichtig. Dazu gehören

  • Einfühlungsvermögen und Respekt gegenüber Patienten und Angehörigen
  • Verantwortungsgefühl und Zuverlässigkeit
  • Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Belastbarkeit und Stressresistenz
  • Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung

Wie sieht der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte aus?

Der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften ist in Deutschland sehr hoch und wird in Zukunft weiter steigen. Das liegt vor allem an der älter werdenden Bevölkerung, die mehr Pflege benötigt, aber auch am Fachkräftemangel in der Branche. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums wird es 2019 in Deutschland rund 3,4 Millionen Pflegebedürftige geben, aber nur rund 1,2 Millionen Pflegekräfte. Bis zum Jahr 2030 wird ein zusätzlicher Bedarf von rund 500.000 Pflegekräften prognostiziert.

Pflegekräfte haben daher gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt und können zwischen verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten wählen. Je nach persönlichen Präferenzen und Lebensumständen können sie Vollzeit oder Teilzeit arbeiten. Sie können auch zwischen verschiedenen Arbeitsorten und -zeiten wechseln, z.B. zwischen Tag- und Nachtdienst oder zwischen stationärer und ambulanter Pflege.

Vor welchen Herausforderungen stehen Pflegekräfte?

Der Pflegeberuf ist nicht nur erfüllend, sondern auch anspruchsvoll. Pflegekräfte arbeiten oft unter Zeitdruck und mit knappen Ressourcen. Sie müssen sich ständig auf neue Situationen einstellen und mit schwierigen Gefühlen umgehen. Außerdem müssen sie hohen körperlichen und psychischen Belastungen standhalten.

Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, ist es wichtig, dass Pflegekräfte auf ihre eigene Gesundheit und ihr Wohlbefinden achten.

Dazu gehören:

  • ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr
  • Regelmäßige Bewegung und Entspannung
  • Gesunder Schlaf und Erholung
  • ein soziales Netz und Austausch mit Kollegen und Freunden
  • Bei Bedarf professionelle Beratung und Unterstützung

Wo kann ich mich über den Pflegeberuf informieren?

Wenn Sie sich für den Pflegeberuf interessieren oder mehr darüber erfahren möchten, gibt es verschiedene Informationsquellen, die Sie nutzen können. Dazu gehören

Unter den Überbegriff „Pflegekraft“ werden alle Berufe aus dem Bereich der Pflege gefasst. Pflege ist ein spezielles und eigenständiges Berufsfeld aus dem Bereich des Gesundheitswesens. Zu den verschiedenen Berufsbildern gehören Pflegefachkräfte sowie die Pflegeassistenz. Die Aufgaben in Pflegeberufen sind die Pflege, die Betreuung sowie die Beratung von Personen, die pflegebedürftig sind. Dies kann in einem ambulanten sowie in einem stationären Umfeld erfolgen.

Was wird unter „Pflege“ verstanden?

Pflege bedeutet das Übernehmen solcher Handlungen, die zum Wohlbefinden einer Person beitragen und die von einer pflegebedürftigen Person nur noch unzureichend ausgeführt werden können. Somit lassen sich alle unterstützenden Handlungen und Maßnahmen als Pflegetätigkeiten bezeichnen, die auf die Wiederherstellung oder Erhaltung einer funktionierenden Lebensweise abzielen.

Was sind Pflegefachkräfte?

Pflegefachkräfte sind Personen, die eine dreijährige Ausbildung mit staatlich anerkannter Abschlussprüfung zum Krankenpfleger, Kinderkrankenpfleger oder zum Altenpfleger abgeschlossen haben. Die Aufgaben eines Altenpflegers sind die Pflege und Betreuung älterer und hilfsbedürftiger Menschen. Bei Krankenpflegern konzentrieren sich die Aufgaben im Bereich der Betreuung und Pflege hingegen auf kranke und hilfsbedürftige Menschen sowie die Assistenz bei ärztlichen Untersuchungen und Eingriffen.

Was ist ein Pflegeassistent?

Ein Pflegeassistent muss zuvor eine zwei – bis dreijährige schulische Berufsausbildung zur Fachkraft für Pflegeassistenz erfolgreich abgeschlossen haben. Zu diesem Berufsbild gehören Altenpflegehelfer, Gesundheits – und Pflegeassistenten und Krankenpflegehelfer. Die Aufgaben in diesen Berufsbereichen sind die pflegerische Versorgung und Unterstützung kranker und pflegebedürftiger Personen sowie Hilfe bei der Alltagsbewältigung. Pflegeassistenten werden häufig in Krankenhäusern, Altenheimen und in Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Behinderung eingesetzt.

Gibt es auch selbständige Pflegekräfte?

Häufig machen sich Pflegekräfte selbständig, indem sie nicht mehr in einem festen Angestelltenverhältnis arbeiten, sondern für mehrere Auftraggeber. Die Bezahlung erfolgt in diesen Fällen auf Honorarbasis. Wichtig ist hierbei, dass die Freiberufler beim zuständigen Finanzamt, bei der Berufsgenossenschaft und dem Gesundheitsamt gemeldet sein müssen.

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