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Rechtsschutzversicherung
Rechtsnews 30.11.2023 Alex Clodo

Ist der Besuch auf der betrieblichen Weihnachtsfeier Pflicht?

Die Weihnachtsfeier ist für viele Arbeitnehmer ein beliebter Anlass, um mit den Kollegen zu feiern und das Jahr ausklingen zu lassen. Doch nicht jeder hat Lust, an der betrieblichen Veranstaltung teilzunehmen. Muss man als Arbeitnehmer überhaupt auf die Weihnachtsfeier gehen? Und welche Folgen kann es haben, wenn man die Einladung ausschlägt? In diesem Blogbeitrag erklären wir Ihnen, was Sie zum Thema Weihnachtsfeier und Arbeitsrecht wissen sollten.

Ist die Teilnahme an der Weihnachtsfeier verpflichtend?

Grundsätzlich gilt: Die Teilnahme an der Weihnachtsfeier ist freiwillig, es sei denn, der Arbeitgeber hat die Feier als verbindliche Betriebsveranstaltung angeordnet. Das muss er aber ausdrücklich und rechtzeitig tun, zum Beispiel durch eine schriftliche Einladung oder einen Aushang. Wenn die Weihnachtsfeier als Betriebsveranstaltung gilt, dann ist sie Teil der Arbeitszeit und die Arbeitnehmer müssen daran teilnehmen. Das bedeutet auch, dass sie für die Dauer der Feier ihren Lohn erhalten und unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen.

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Wie kann man sich von der Weihnachtsfeier entschuldigen?

Wenn die Feier keine verbindliche Betriebsveranstaltung ist, dann kann man als Arbeitnehmer ohne Angabe von Gründen absagen. Allerdings sollte man dabei höflich und diplomatisch sein, um den Arbeitgeber und die Kollegen nicht zu verärgern. Eine mögliche Formulierung wäre zum Beispiel: “Vielen Dank für die Einladung zur Weihnachtsfeier. Ich freue mich sehr über die Wertschätzung, die Sie mir damit entgegenbringen. Leider kann ich aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen. Ich wünsche Ihnen und allen Kollegen eine schöne Feier und eine besinnliche Adventszeit.”

Welche Konsequenzen kann es haben, wenn man die Weihnachtsfeier schwänzt?

Wenn man ohne triftigen Grund eine verbindliche Betriebsveranstaltung wie die Weihnachtsfeier schwänzt, dann kann das arbeitsrechtliche Konsequenzen haben. Der Arbeitgeber kann zum Beispiel eine Abmahnung aussprechen oder im Wiederholungsfall sogar eine Kündigung. Außerdem kann das Fernbleiben von der Feier das Betriebsklima und das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer beeinträchtigen. Deshalb sollte man immer versuchen, eine einvernehmliche Lösung mit dem Arbeitgeber zu finden, wenn man an der Feier nicht teilnehmen möchte oder kann.

Wie sollte man sich auf der Weihnachtsfeier verhalten?

Wenn man sich dazu entscheidet, an der Weihnachtsfeier teilzunehmen, dann sollte man sich angemessen verhalten. Das heißt zum Beispiel, dass man nicht zu viel Alkohol trinkt, keine unangemessenen Witze macht oder sich mit den Kollegen oder dem Chef streitet. Auch wenn die Weihnachtsfeier ein geselliger Anlass ist, sollte man nicht vergessen, dass es sich immer noch um eine betriebliche Veranstaltung handelt, bei der gewisse Regeln und Grenzen gelten. Wer sich danebenbenimmt, riskiert nicht nur seinen guten Ruf, sondern auch eine Abmahnung oder eine Kündigung.

Wer zahlt, wenn auf der Weihnachtsfeier ein Unfall passiert?

Der Alkohol fließt auf Weihnachtsfeiern bekanntlich besonders schnell. Übermut und Feierlaune begünstigen leichtsinniges Verhalten und so kann die Tanzeinlage auf dem Tisch zu ernsthaften Verletzungen führen. Unfälle auf dem Nachhauseweg von der Feier sind darüber hinaus ebenfalls nicht unüblich. Doch wer haftet, wenn etwas passiert? Hier gibt es jedes Jahr erneut Streitigkeiten mit den Versicherungsträgern, denn die Unfälle auf der Feier sind nicht immer gänzlich durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt. Sie haftet nur dann vollständig, wenn mindestens 20 Prozent der Arbeitnehmer sowie der Arbeitgeber bzw. ein leitender Angestellter daran teilnehmen. Unfälle während der Feier sowie auf dem Hin- und Rückweg sind in diesem Fall abgedeckt. Sollte der Arbeitnehmer allerdings später woanders weiterfeiern, zahlt die Versicherung für den Weg dorthin nichts.

Fazit

Die Weihnachtsfeier ist für viele Arbeitnehmer ein willkommener Anlass, um mit den Kollegen zu feiern und das Jahr ausklingen zu lassen. Doch nicht jeder hat Lust oder Zeit, an der betrieblichen Veranstaltung teilzunehmen. Ob die Teilnahme an der Feier Pflicht ist oder nicht, hängt davon ab, ob der Arbeitgeber sie als verbindliche Betriebsveranstaltung angeordnet hat oder nicht. Wenn ja, dann muss man als Arbeitnehmer daran teilnehmen, es sei denn, man hat einen triftigen Grund für seine Abwesenheit. Wenn nein, dann kann man als Arbeitnehmer frei entscheiden, ob man zur Feier geht oder nicht. In jedem Fall sollte man aber höflich und respektvoll mit dem Arbeitgeber und den Kollegen umgehen und sich auf der Feier angemessen verhalten.

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