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Rechtsschutzversicherung
Rechtsnews 04.12.2015 Manuela Frank

Erdogan als Gollum

Erdogan ist der neue Gollum – die einen amüsieren sich über den Vergleich, die anderen sind erschüttert. Offensichtlich ist, dass nicht alle Bürger mit dem Führungsstil des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan zufrieden sind. Nicht selten gerät das Oberhaupt deshalb ins Fadenkreuz der Kritiker. Einen neuen Höhepunkt erreichten die Beleidigungen erst vor kurzem, als ein Mann den Staatspräsidenten mit der Fantasy-Figur Gollum aus dem Film „Herr der Ringe“ verglich.

Was passiert bei einer Anklage wegen Verunglimpfung?

Nun muss er sich wegen Verunglimpfung vor Gericht verantworten. Grund für das Ärgernis sind Bilder, auf denen Gollum in vielfältiger Weise neben Erdogan abgebildet ist. Der Präsident neben Gollum beim Essen auf dem einen Bild, beide mit der gleichen überraschten Mine auf der nächsten Abbildung. Diese Fotos soll der Mann über Twitter verbreitet und dadurch den Staatschef beleidigt haben.  Gollum ist, zugegeben, eine hässliche Kreatur mit einem eher zweifelhaften Charakter. Niemand wird gern mit einem solchen Geschöpf verglichen. Nachvollziehbar also, dass sich Erdogan beleidigt fühlt. Seit Beginn des Rechtsstreits kursieren zusätzlich Karikaturen und Fotos in den Social-Media-Kanälen, auf denen Erdogan als Gollum dargestellt wird. Ein Expertenteam aus Filmexperten und Psychologen muss jetzt genau prüfen, ob Gollum tatsächlich böse ist. Die Richter haben die Filme jedenfalls noch nicht gesehen.

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Verurteilungen von Erdogan-Kritikern

Die Vergangenheit zeigte allerdings, dass die Justiz in der Regel dafür sorgt, dass das scharfe Schießen gegen Erdogan nicht lange anhält. Erst kürzlich verurteilte ein türkisches Gericht einen Schüler zu einer elfmonatigen Gefängnisstrafe, weil er den Präsidenten beleidigt habe. Der 16-Jährige hatte eine öffentliche Rede gehalten, in der er Erdogan der Korruption beschuldigte. Wie das Urteil im Gollum-Fall ausfällt, bleibt abzuwarten.

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