Wie Ihr Mindset auch Ihre Corporate Identity beeinflusst.

Die richtige Haltung, Einstellung oder Arbeitsethik, kurz gesagt: das richtige Mindset, ist wohl der bedeutendste Faktor, den Sie bei der Etablierung Ihrer Kanzlei als erfolgreiches Business berücksichtigen sollten. Er stellt die Grundlage der Arbeit dar, sowohl was langfristige Ziele angeht, als auch mit Blick auf die täglichen Vorgänge. Machen Sie sich daher klar, wie ihr Mindset aussehen soll! Nehmen Sie Mandate beispielsweise nur an, um Geld mit Ihnen zu verdienen? Oder sehen Sie sich als Dienstleister, der die Interessen seiner Mandanten, im Sinne eines Organs der Rechtspflege, konsequent vertritt? Welchen Stellenwert soll Ihre Arbeit für Sie, für Ihre Mandanten und für die Gesellschaft haben? Wenn Sie diese unternehmensphilosophischen Antworten mit Überzeugung beantworten können, werden Sie sich zu einem exzellenten Dienstleister entwickeln können, der aus einer Kanzlei ein erfolgreiches Business macht.

Corporate Identity: Weg zur besseren Kanzlei-Sichtbarkeit

Wer ein erfolgreiches Business aufbauen möchte, der muss auch als Rechtsberatungsdienstleister bzw. als Rechtsanwalt auf den Aufbau einer Corporate Identity (CI) Wert legen. Die CI wird als die Gesamtheit aller Merkmale verstanden, die Ihre von anderen Kanzleien unterscheiden, es handelt sich um Ihre Kanzleiidentität bzw. um Ihre Unternehmensidentität.  Es wird sicherlich schwer werden, Mandanten so sehr von sich und seiner Kanzlei zu überzeugen, dass sie das Kanzlei-Logo auf den Oberarm tätowieren.  Trotzdem ist es ratsam so zu tun, als wolle man genau dieses Ziel erreichen. Einerseits entsteht die CI aus Ihrem Mindset, andererseits beeinflusst sie dasselbe in der täglichen Arbeit! Häufig wird die CI noch in Corporate Behavior, Corporate Communications und Corporate Design unterteilt.

Corporate Behavior steht für das Verhalten Ihres Unternehmens gegenüber Mandanten, Mitarbeitern, Gerichten und der Öffentlichkeit. Das beginnt schon damit, wie man sich am Telefon meldet! Auch der Schreibstil in Briefen und E-Mails, sowie die der Gruß am Ende strahlen Ihr Mindset aus. Es bietet sich an, ein Vokabular zu definieren, welches die Mitarbeiter und Partner ihrer Kanzlei hauptsächlich verwenden sollten. Diese Liste von Wörtern muss nicht sehr lang sein, sollte jedoch zum Stil ihrer Kanzlei passen. Sie beginnt mit so kleinen Unterscheidungen wie Anwalt, oder Rechtsanwalt!? Welchen Satz finden Sie überzeugender:

  • „Wir werden versuchen Ihnen in Ihrer Sache zu helfen.“
  • „Ich werde, zusammen mit meinem Team, alles geben, um die Angelegenheit für sie erfolgreich abzuschließen!“

Corporate Communications ist der Oberbegriff für die Verwendung der Kommunikationsmittel im Rahmen interner, aber auch externer Kommunikation eines Unternehmens bzw. einer Kanzlei. Beispielsweise schreiben viele Anwälte ihren Mandanten noch heute Briefe mit Word. Jedoch werden diese nicht per Post, sondern als Anhang einer ansonsten leeren E-Mail versandt. Im Idealfall ist das Dokument als PDF umgewandelt. Es erschließt sich mir nicht, welchen Sinn das haben soll, denn ein Sicherheitsgewinn liegt keinesfalls vor, da auch PDF Dateien und Word Dokumente, zusammen mit der E-Mail, jederzeit von Administratoren abgefangen werden können. stellt ein Mandant eine Frage per E-Mail, so erwartet er auch die Antwort im gleichen Format. Wenn Sie mit Ihren Mandanten sicher kommunizieren wollen, kommen Sie um einen verschlüsselten Messenger nicht herum (Anwälten mit rechtsanwalt.com Profil steht ein solcher ab Q3 2017 zur Verfügung). Oder Sie laden ihre Word Dokumente in einem Webarchiv, senden dem Mandanten eine E-Mail mit einem Link darauf. Aber das wäre old-school!

Das Corporate Design schließlich bestimmt die Außendarstellung der Kanzlei und legt hierbei ein einheitliches Erscheinungsbild sowie eine konsistente visuelle Strategie fest. Dazu gehört u.a. das Kanzleilogo die verwendete Schriftart, das Layout Ihres Briefpapiers, Texte und Grafiken auf ihrer Webseite.

Verlassen Sie sich mit der Entwicklung einer CI nicht auf den Zufall! Legen Sie verbindliche Kommunikationsstandards fest, beispielsweise, wie lange Antworten auf Mandantenanfragen maximal benötigen dürfen! Legen Sie ein einheitliches grafisches Erscheinungsbild ihrer Kanzlei fest, damit sie sich als Marke etablieren kann! So werden Sie viel eher Ihre Kanzlei als erfolgreiches Business aufstellen können! Wie sagt man doch so schön: „das Auge isst mit“.

Die oben genannten Punkte beeinflussen sehr wohl auch ihr Mindset, weshalb ich sie an dieser Stelle zusätzlich aufgenommen habe. Schließlich wird man in einem Bentley einen anderen Fahrstil an den Tag legen, als in einem Lamborghini.

Fokussierung auf „die eine Sache“ bringt Erfolge

Sich bei der Arbeit zu konzentrieren, ist wichtig. Gerade als Volljurist wissen Sie ganz genau, was es heißt, sich mit komplexen Sachverhalten intensiv auseinander zu setzen. Fokussierung jedoch geht noch einen Schritt weiter! Ein Buch was ich persönlich dazu empfehlen kann ist „The One Thing“!Bei aller Vielfältigkeit, die Ihnen gerade auch beim Aufbau der Kanzlei zu einem erfolgreichen Business abverlangt wird, sollten Sie beim Tun der Dinge voll und ganz im Jetzt bleiben.

Teilen Sie komplexe Aufgaben deshalb in mehrere Zwischenschritte auf und widmen Sie sich jedem Schritt stets voll und ganz. Schalten Sie dafür z.B die Benachrichtigungsfunktion für Ihr E-Mail-Programm ab. Lassen Sie nur in bestimmten Zeitfenstern Anrufe durchstellen.

Erledigen Sie dann in vollster Fokussierung ihre wichtigste Arbeit des Tages. So kommen Sie in einen Flow und höchste Qualität bei Ihrer Arbeit ist gewährleistet! Davon werden nicht nur Sie, sondern auch Ihre Mandanten profitieren!

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