Ein Arzt, der wegen entwürdigender „Jungfrauentests“ angeklagt worden war, wurde von einem ägyptischen Militärgericht freigesprochen. Als Begründung wurden die widersprüchlichen Zeugenaussagen angeführt.
Mindestens 17 Frauen wurden auf ihre Jungfräulichkeit hin untersucht
Geklagt hatte die Aktivistin Samira Ibrahim, da ein Arzt sie nach ihrer Festnahme in Kairo im März dieses Jahres untersuchte, ohne zuvor ihre Einwilligung einzuholen. Sie war jedoch nicht die einzige, die Opfer dieser Untersuchungen war. Insgesamt wurden mindestens 16 weitere Frauen unter Androhung bzw. auch Ausübung von Gewalt daraufhin untersucht, ob sie noch jungfräulich waren.
Jungfrauentests mittlerweile untersagt
Diese Vorwürfe dementierte die Armee anfangs, in einem späteren Interview führte der General allerdings als Verteidigung an, dass sie vermeiden wollten, dass die Frauen später einmal sagen, die Männer hätten sie vergewaltigt oder sexuell belästigt. Derartige Untersuchungen, wie sie in diesem Fall durchgeführt wurden, hat ein Verwaltungsgericht in Ägypten mittlerweile untersagt.
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- Quelle: dpa
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