fbpx

Anwalt vor Ort finden

Rechtsanwälte in Ihrer Nähe

Anwalt finden

Mit einem Anwalt sprechen

Schnell am Telefon Hilfe erhalten

Anwalt anrufen

Schriftliche Frage stellen

Rechtsanwalt antwortet schriftlich

Jetzt buchen

Ratgeber zum Thema Eigentümerversammlung

Verfasst am 14. Oktober 2016

Definition "Eigentümerversammlung"
Die Eigentümerversammlung stellt das zentrale Gremium einer Wohnungseigentümergemeinschaft dar.
fotolia.de/pix4U

Was ist eine Eigentümerversammlung?

Die Eigentümerversammlung ist das zentrale Gremium der Wohnungseigentümergemeinschaft. In dieser entscheiden die Eigentümer über die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums. Der WEG-Verwalter muss mindestens einmal im Jahr die Eigentümerversammlung einberufen. In der Versammlung entscheiden die Wohnungseigentümer gemeinsam über die Bestellung und die Abberufung des Verwalters, die Entlastung des Verwalters, den Wirtschaftsplan und Sonderumlagen, die Jahresabrechnung, die Wahl des Verwaltungsbeirats und weitere mit dem Objekt verbundenen Maßnahmen. Die Entscheidungen werden dabei meistens per Mehrheitsbeschluss getroffen. Gesetzliches Stimmprinzip ist dabei das Kopfprinzip. Dieses kann in der Teilungserklärung aufgehoben werden, sodass entweder das Objektprinzips oder das Wertprinzips zur Anwendung kommt.

Kostenlose Erstberatung beantragen

Ihre Daten werden, streng vertraulich, nur an einen einzigen Rechtsanwalt übermittelt.

image

Den Vorsitz in der Versammlung führt grundsätzlich der Verwalter. Er ist des Weiteren dafür verantwortlich, ein Protokoll zu erstellen und die gefassten Beschlüsse unverzüglich nach der Sitzung in die sog. Beschluss-Sammlung einzutragen.

Nichtöffentlichkeit der Eigentümerversammlung

Eigentümerversammlungen werden nicht öffentlich abgehalten. Grundsätzlich dürfen nur die Mitglieder der jeweiligen WEG-Gemeinschaft an der Versammlung teilnehmen; ein Eigentümer kann jedoch auch einem Stellvertreter eine Vollmacht mit dem Zweck erteilen, ihn in der Versammlung ordentlich zu vertreten und an den Entscheidungen zu partizipieren. Per Geschäftsordnungsbeschluss können zu einzelnen Tagesordnungspunkten auch externe Personen wie Architekten, Bauingenieure oder Rechtsanwälte zugelassen werden.

Ordnungsmäßige Ladung und Beschlussfähigkeit

Eine ordnungsgemäße Ladung zur Versammlung ist Voraussetzung für gültig gefasste Beschlüsse. Hierzu muss vor allem die Ladungsfrist eingehalten werden. Diese beträgt grundsätzlich zwei Wochen, allerdings kann in der Gemeinschaftsordnung eine abweichende Frist bestimmt werden. In  Einzelfällen kann die Frist auch verkürzt werden.

Des Weiteren muss der Ladung eine Tagesordnung beigefügt werden. Es kann mithin nur über Angelegenheiten beraten werden, die zuvor auf der Tagesordnung (hinreichend bestimmt) angeführt waren. Andernfalls sind die Beschlüsse mithilfe einer Anfechtungsklage angreifbar.

Die Eigentümerversammlung muss darüber hinaus beschlussfähig sein. Hierzu müssen mehr als die Hälfte der Miteigentumsanteile vertreten sein, es sei denn die Teilungsanordnung sieht eine abweichende Regelung vor. Ist die Versammlung beschlussunfähig, ist der Verwalter zur Ansetzung eines Wiederholungstermins verpflichtet. Diese Wiederholungsversammlung ist dann in jedem Falle beschlussfähig.

Haben Sie eine Frage rund um Eigentümerversammlung und suchen die passende Rechtsberatung?
Telefonische Rechtsberatung
preiswert für 29€ (15 Minuten)

inkl. 19% USt.Weil kompetente Rechtsberatung besser ist, als kostenlose.
Jetzt direkt am Telefon, durch erfahrene Anwälte.
Anwalt anrufen

Top-Fragen zum Thema Eigentümerversammlung

1. Keine Einladung zur Versammlung erhalten, was tun?

Die Einberufung erfolgt gemäß § 24 Absatz 4 Wohnungseigentumsgesetz (WEG) in Textform und muss jedem Eigentümer zugehen. Wenn Sie keine Einladung zur Versammlung erhalten haben und die Versammlung dennoch durchgeführt wurde, besteht für Sie die Möglichkeit einer Anfechtung der gefassten Beschlüsse. Nutzen Sie die telefonische Rechtsberatung und lassen Sie sich von einem kompetenten Rechtsanwalt in Sachen der Anfechtungsklage beraten.

2. Wie oft müssen Eigentümerversammlungen einberufen werden?

Das Gesetz bestimmt in § 24 Absatz 1 WEG, dass die Eigentümerversammlung mindestens einmal im Jahr einberufen werden muss. Diese Vorschrift berechtigt in erster Linie den Verwalter zur Einberufung. Wurde kein Verwalter bestellt oder weigert sich dieser pflichtwidrig, eine Versammlung einzuberufen, ist gemäß § 24 Absatz 3 WEG der Vorsitzende des Verwaltungsbeirats oder sein Vertreter zur Einberufung befugt.

Meist wird die Eigentümerversammlung im ersten Drittel des Jahres abgehalten. Da das Gesetz keinen bestimmten Zeitpunkt vorschreibt, bis zu dem die Versammlung stattgefunden haben muss, sollten Verwalterverträge konkrete Vorgaben zum Termin enthalten. Lassen Sie sich beim Abschluss eines Verwaltungsvertrages von einem Rechtsanwalt beraten und nutzen Sie das Angebot der telefonischen Rechtsberatung!

3. Wann und wo muss die Eigentümerversammlung stattfinden?

Die Entscheidung, wann die Eigentümerversammlung stattfindet, steht im Ermessen des Verwalters. Die Versammlung darf allerdings nicht zur Unzeit einberufen werden; der Verwalter ist verpflichtet einen Zeitpunkt zu wählen, an dem möglichst viele Eigentümer an der Versammlung teilnehmen können.

Die Eigentümerversammlung ist nicht öffentlich. Diese Voraussetzung ist nur dann erfüllt, wenn die Eigentümerversammlung in einem geschlossenen Raum, der nicht von anderen Gästen ungefragt betreten wird, abgehalten wird. Eine Eigentümerversammlung beispielsweise in einer Gaststätte ist nur erlaubt, wenn sie in einem separaten Raum stattfindet, der für die Dauer der Sitzung nicht von fremden genutzt werden kann.

4. Wer darf die Eigentümerversammlung leiten?

Sofern nichts anderes bestimmt ist, leitet der Verwalter die Versammlung. In der Versammlung kann jedoch beschlossen werden, dass jemand anders die Leitung übernimmt. 

5. Können Mieter an der Eigentümerversammlung teilnehmen?

Grundsätzlich können nur Eigentümer an der Versammlung teilnehmen, da die Versammlung nicht öffentlich abgehalten wird. Der Eigentümer kann sich jedoch durch seinen Mieter in der Versammlung vertreten lassen. Eine andere Möglichkeit besteht dann, wenn es sich gerade um einen Umstand handelt, für den ein Mieter verantwortlich ist oder in dessen Sache die Verhandlung abgehalten wird.

Top-Tipps zum Thema Eigentümerversammlung

1. Achten Sie auf die Kosten der Zusatzversammlungen.

Verwalter lassen sich weitere Versammlungen häufig gesondert vergüten. Im Verwaltervertrag kann und sollte diese Art von Zusatzhonorierung grundsätzlich für alle  diejenigen Fälle ausgeschlossen werden, in denen die zusätzliche Versammlung wegen eines Fehlverhaltens des Verwalters erforderlich ist.

2. Nehmen Sie an der Versammlung persönlich teil.

Als Wohnungseigentümer haben Sie gewisse Rechte und Pflichten. Die Versammlung ist dazu da, ein Forum zwischen den Wohnungseigentümern eines bestimmten Gebäudes bereitzustellen, in dem Sie sich mit anderen Eigentümern über die Nutzung, Erhaltung und Wertverbesserung des gemeinschaftlichen Eigentums austauschen und einigen können. Die Eigentümerversammlung ist mithin das wichtigste Organ der Eigentümergemeinschaft. Das Stimmrecht in der Eigentümerversammlung ist das bedeutsamste Recht des Wohnungseigentümers: nur wer sich engagiert, im Vorfeld der Versammlung informiert und anwesend ist, kann dieses Recht wahrnehmen und zu seinen Gunsten nutzen.

3. Bestehen Sie auf Ihre Rechte.

Es kommt immer wieder vor, dass die Verwalter den Eigentümern die Einsichtnahme in alle oder in bestimmte Unterlagen verweigern. Zur Begründung wird auf das Datenschutzgesetz verwiesen. Sie sollten sich davon allerdings nicht verunsichern lassen, sondern vielmehr auf ihrem Einsichtsrecht bestehen. Nutzen Sie das Angebot der telefonischen Rechtsberatung und holen Sie sich eine Handlungsempfehlung von einem kompetenten Rechtsanwalt auf rechtsanwalt.com ein.

weitere Ratgeberseiten

Zu diesem Thema mit einem Anwalt sprechen

15 Minuten

25
  • 15 Minuten Telefonat mit einem Anwalt
  • Antwort auf eine konkrete kurze Fragestellung
  • Geld-Zurück Garantie

30 Minuten

49
  • 30 Minuten Telefonat mit einem Anwalt
  • Juristische Erläuterung des Problems & konkrete Tipps
  • Geld-Zurück Garantie
Meistgekauft

Schriftliche
Rechtsberatung

99
  • Rechtsverbindliche, schrifltiche Antwort eines Rechtsanwalts
  • Dokumentenupload
  • Eine Rückfrage inklusive

So einfach geht's:

  1. Beratungspaket auswählen & buchen
  2. Optional – Rechtsgebiet auswählen
  3. Anwalt ruft Sie innerhalb weniger Stunden an

In Kooperation mit