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TelDaFax und die Insolvenz – Was tun?

2. August 2011 | erstellt von Kanzlei Schwerin

Gestern konnte man aus den Medien erfahren, dass der vielen als TelDaFax bekannte Stromanbieter Insolvenz angemeldet hat.

Zur Zeit muss abgewartet werden, ob das zuständige Insolvenzgericht (Amtsgericht Bonn) dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens überhaupt stattgibt.

Wird der Antrag abgelehnt, geht das Unternehmen nicht in die Insolvenz. Forderungen betroffener Kunden können aber gleichwohl nicht bedient werden, da TelDaFax einfach gesagt „pleite“ ist.

Betroffene Verbraucher können dann zwar erfolgreich gegen das Unternehmen klagen. Allerdings wird dann die Vollstreckung ins Leere gehen, da TelDaFax kein Geld mehr zum Verteilen hat.

Sofern das Gericht dem Antrag aber stattgibt und das Insolvenzverfahren eröffnet, wird ein Insolvenzverwalter bestimmt, der dann die Reste des Unternehmens TelDaFax führt und versucht, alle Gläubiger zu befriedigen.

Sofern (ehemalige) Kunden Forderungen gegen das Unternehmen haben, können diese im Rahmen des Insolvenzverfahrens dann nur noch zur Forderungstabelle beim Insolvenzverwalter angemeldet werden.

Die Hoffnung, eine auch nur annähernd passable Quote aus der offenen Forderung zu bekommen, ist aber sehr gering.

Auf der Startseite des Internetauftritts des Unternehmens TelDaFax findet man den Hinweis, dass der Insolvenzverwalter die Situation prüfe und die Kunden sich keine Sorgen machen müssen. Das ist leichter gesagt, als getan.

Derzeit muss aber abgewartet werden, zu welchem Ergebnis der Insolvenzverwalter in der Sache kommt.