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Porsche „bauartbedingt“ nicht mehr ganz dicht?

10. Oktober 2013 | erstellt von Kanzlei Göttler

Peinlich für den Autobauer Porsche: Das Eindringen von Wasser durch das Panoramadach in einen Porsche Cayenne könnte „bauartbedingt“ sein. Vor dem Düsseldorfer Amtsgericht (Az.: 52 C 9515/11) streitet sich ein Porsche-Fahrer mit seiner Vertragswerkstatt. Er will für eine 4.800,- Euro teure Reparatur nicht aufkommen, weil trotzdem eingedrungene Nässe die Bord-Elektronik des Porsche lahmgelegt hatte 

Schiebedach begünstigt laut Sachverständigengutachten das Wassereindringen

Ein Sachverständiger hatte die engen Ablaufrinnen des Schiebedachs als Ursache für das Eindringen des Wassers eingestuft. Weil sie schnell verstopfen, sammle sich Regenwasser und dringe durch die Ritzen des durchsichtigen Panoramadachs in den Wagen ein.

Das Gericht riet dem Mann nun zu einem Vergleich. Für das wiederholte Eindringen von Wasser könne die Werkstatt nicht verantwortlich gemacht werden, wenn dies konstruktionsbedingt geschehen sei. Die Leistung der Werkstatt wäre dann mit korrekter Ausführung der Reparatur erbracht und die Summe zu zahlen. Ob stattdessen Ansprüche gegen Porsche selbst entstehen könnten, teilte das Gericht nicht mit.

Mitgeteilt von RA Helmut Göttler, München