So stellen Sie als Anwalt Ihr Smartphone „sicher“ ein

Smartphone Sicherheit

So stellen Sie als Anwalt Ihr Smartphone „sicher“ ein

Smartphone Sicherheit
Smartphone Sicherheit

Ihr Smartphone beinhaltet mittlerweile die gesamte Identität eines Menschen. Anwälte sind Geheimnisträger und haben oft zusätzlich Akten und Mandantendaten darauf gespeichert. Kaum etwas wäre schlimmer, als wenn ein Unbefugter auf ihr Handy Zugriff erlangen könnte. Die folgenden Tipps gelten auch für Handys, Tablets und weitere Geräte.

Betriebssystem Updates

Nur ein aktuelles Betriebssystem schliesst alle bislang bekannten Sicherheitslücken. Führen Sie also regelmäßig und unverzüglich die sogenannten „Firmware Updates“ durch. Am besten Sie lassen das von Ihrem System stets automatisch machen.

Wenn Sie das nicht tun, handeln sie – auch juristisch gesehen -grob fahrlässig!

Apple User sind hier etwas im Vorteil, denn deren Geräte werde noch fünf Jahre alte Smartphones mit Updates versorgt. Bei Android Geräten ist leider oft das Gegenteil der Fall -schon nach wenigen Monaten erhält man bei den billigeren Geräten keine Updates mehr – und selbst bei den teuren ist nach zwei Jahren häufig Schluss.

To do:

  • In den „Einstellungen“ nach „Updates“ oder „Softwareaktualisierung“suchen
  • Installation anstoßen
  • „Automatische Updates“ aktivieren.

Bei Android erfahren Sie den aktuellen Stand unter „Über das Telefon“, den sog. Android Sicherheitspatch-Level. Er zeigt ihnen von wann die letzten Updates sind.

Bei Apple finden Sie es unter „Einstellungen->Allgemein->Softwareupdate“

Aktivieren Sie den „Zugriffsschutz“

Machen Sie es Anderen schwer ihr Smartphone zu öffnen:

  • Sperrbildschirm aktivieren
  • Passcode festlegen. Achtung – vier Zahlen kann sich fast jeder Zuschauer leicht merken. Nutzen Sie deshalb ein möglichst langes Passwort. Denn an den Spuren auf dem Glas, kann man häufig auch den Code ableiten, wenn er nur vierstellig ist. Für einen Anwalt ist daher eine „Face-ID“ oder ein Fingerscanner deutlich sicherer. Schliesslich sind Sie ein Geheimnisträger. Ihr Passcode dient dann noch als Sicherheit, falls die Scanner mal ausfallen (also nicht vergessen!),

Hier finden Sie diese Einstellungen auf Ihrem Smartphone:

  • Bei Android unter „Sicherheit“ und „Displaysperre“, sowie „Biometrie & Passwort“
  • Bei Apple iOS unter „Face ID & Code“, bzw. „Touch & Code“

Meiden Sie externe Quellen für Apps

Installieren Sie möglichst keine Apps von Drittseiten oder Softwareherstellern direkt (Ausnahme sehr namhafte Unternehmen und die Seiten der Entwickler direkt), sondern nutzen die die jeweiligen offiziellen „App Stores“ der Gerätehersteller. Dort werden die Apps vorab alle einem Check unterzogen – besonders hart bei Apple. Erst danach werden sie zum Download freigegeben. Teilweise löschen die Hersteller auch Apps von ihrem Gerät, wenn nachträglich Unsicherheiten festgestellt werden.

Unter Android sollten Sie im Menü des Play-Store den Cloud-Virenschutz „Play Protect“ unbedingt aktivieren!

App-Berechtigungen einschränken

Viele Apps fordern einfach mal den Zugriff auf das Mikrofon, die Kamera und den Standort Ihres Smartphones. Warum und welchen Zweck das hat, ist nicht immer klar. Klar das eine Foto-App den Zugriff auf diese drei Informationen benötigt. Für z.B. ein „Metronom“ jedoch macht das keinen Sinn. Meine Empfehlung – gehen Sie alle Apps einmal durch und schalten Sie nur die Rechte frei, welche die App tatsächlich benötigt. Im Zweifel sollten Sie auf die App ganz verzichten.

Unter iOS machen Sie das unter Einstellungen->Datenschutz, bei Android unter Datenschutz->Berechtigungsverwaltung. Nutzen Sie dafür einfach mal eine Wartezeit, dann fällt es relativ leicht.

Jailbreaks/Rooten des Smartphones vermeiden

Man kann auf viele Smartphones „Modifizierte“ Software aufspielen. Das nennt man bei Android „Rooten“ und bei iOS eben „Jailbreak“. Der Sinn dabei ist sich höhere Rechte zu erschleichen und Dinge mit dem Handy zu machen, für die es die Hersteller nicht freigegeben haben. Mal ganz abgesehen davon, dass das die Hersteller in ihren AGB untersagen, hebelt man damit essentielle Schutzfunktionen der Geräte aus. Übrigens laufen deshalb anschliessend viele Apps gar nicht mehr darauf, weil sie solche Sicherheitslücken vermeiden wollen.

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