Rechtsnews 12.05.2022 Alex Clodo

Strafen bei Geschwindigkeitsüberschreitung

Fast jeder wurde wahrscheinlich schon einmal geblitzt und erhielt daraufhin eine Strafe. Sollten Sie einmal zu schnell fahren, gibt es einen bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog. Dieser Katalog listet unter anderem auf, welche Bußgelder, Punkte oder Fahrverbote als Sanktionen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen inner- und außerorts verhängt werden können.

Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamt

Im Jahr 2020 hat das Kraftfahrt-Bundesamt knapp 4,2 Millionen Ordnungswidrigkeiten erfasst. Unter diesen Zahlen stellen die Geschwindigkeitsverstöße und -überschreitungen mit weitem Abstand die häufigsten Ordnungswidrigkeiten dar. Insgesamt wurden fast 605.000 Mal Frauen dabei erwischt, dass sie die Geschwindigkeit nicht eingehalten haben. Bei den Männern sind des aber gute 2,2 Millionen Mal, in denen der Tacho deutlich über der vorgegebenen Geschwindigkeit lag.

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Die beiden Tabellen zeigen Ihnen, ab welcher Geschwindigkeitsüberschreitung Sie mit welcher Strafe rechnen müssen.

Innerorts

Tempoverstoß in km/h

Höhe des Bußgelds Punkte Fahrverbot
Bis 10 30 Euro
11 – 15 50 Euro
16 – 20 70 Euro
21 – 25 115 Euro 1
26 – 30 180 Euro 1 1 (nur, wenn innerhalb eines Jahres ab Rechtskraft der ersten Entscheidung ein zweites Mal eine Geschwindigkeitsüberschreitung um mehr als 25 km/h festgestellt wird)
31 – 40 260 Euro 2 1 Monat
41 – 50 400 Euro 2 1 Monat
51 – 60 560 Euro 2 2 Monate
61 – 70 700 Euro 2 3 Monate
Über 70

800 Euro

2

3 Monate

Außerorts

Tempoverstoß in km/h Höhe des Bußgelds Punkte Fahrverbot
Bis 10 20 Euro
11 – 15 40 Euro
16 – 20 60 Euro
21 – 25 100 Euro 1
26 – 30 150 Euro 1 1 (nur, wenn innerhalb eines Jahres ab Rechtskraft der ersten Entscheidung ein zweites Mal eine Geschwindigkeitsüberschreitung um mehr als 25 km/h festgestellt wird)
31 – 40 200 Euro 1 1 (nur, wenn innerhalb eines Jahres ab Rechtskraft der ersten Entscheidung ein zweites Mal eine Geschwindigkeitsüberschreitung um mehr als 25 km/h festgestellt wird)
41 – 50 420 Euro 2                        1 Monat
51 – 60 480 Euro 2                        1 Monat
61 – 70 600 Euro 2                        2 Monate
Über 70 700 Euro 2                        3 Monate

Was tun bei Bußgeldbescheid?

Nach dem vielleicht kurzen Schreck, folgt meist nach ein paar Wochen, das Eintreffen des Bußgeldbescheids. Aber was müssen Sie dabei beachten? Die Geschwindigkeitsüberschreitung muss in der Regel innerhalb von drei Monaten ab dem “Blitzerfoto” von der zuständigen Bußgeldstelle geahndet werden. Nach diesen drei Monaten gilt der Verstoß grundsätzlich als verjährt.

Meist folgt ein sog. Anhörungsbogen. In diesem Anhörungsbogen sind mehrere Umstände der Ordnungswidrigkeit dargestellt. Darin wird beispielsweise Ort und Zeit des Verstoßes näher beschrieben, die zulässige und die von Ihnen überschrittene Geschwindigkeit. Zudem können Sie in dem Bogen eine Stellungnahme abgeben. Dies nennt sich in der Fachsprache auch “Anhörung”. Sie sind ebenfalls verpflichtet, Angaben zur Person zu machen falls diese unzutreffend sein sollten. Sie brauchen sich selbst aber nicht zu dem Tatvorwurf zu äußern.

Bleibt der Tatvorwurf bestehen, verschickt die Bußgeldbehörde einen Bußgeldbescheid. In diesem Fall ist der Bescheid mit zusätzlichen Verfahrensgebühren verbunden. Was können Sie dagegen jedoch tun? Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb von zwei Wochen einen Einspruch einlegen. Sollten Sie nichts dagegen unternehmen, wird der Bescheid rechtskräftig und das Bußgeld wird fällig.

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Quelle:

https://www.adac.de/verkehr/recht/bussgeld-punkte/geschwindigkeitsueberschreitung/

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