Nachbarschaftsstreit

Nachbarschaftsstreitigkeiten beschäftigen deutsche Gerichte überdurchschnittlich oft. Manches ist gesetzlich geregelt, vieles Ermessenssache des Richters und vom Einzelfall abhängig. Billiger vor allem für den unterliegenden Betroffenen wird es allerdings, wenn sich die Streithähne vor einem Schiedsmann einigen ? oder sich gar nicht erst in die Wolle kriegen und in einem persönlichen Gespräch alles klären.Grundsätzlich hat zum Beispiel niemand ein Recht auf laute Geburtstagsfeiern bis nach 22 Uhr, auch wenn es nur einmal im Jahr ist. Auch das Recht auf das Grillen auf dem Balkon oder der Terrasse im Sommer wird in Maßen von Richtern gegenüber klagenden Nachbarn (oder dem Hauseigentümer) geduldet. Die Früchte, die von Baum oder Strauch in Nachbars Garten hinüberfallen, sind hingegen nach dem Gesetz Eigentum desjenigen, in dessen Garten sie gefallen sind.

Ebenso kann der Gartenbesitzer, die Beseitigung der herüberragenden Zweige verlangen. Nach einer gesetzten Frist, in der der Nachbar die Zweige nicht beseitigt hat, darf der Gartenbesitzer selbst zur Säge greifen. Eingedrungene Wurzeln darf der Grundstückeigentümer immer entfernen. Rechtlich geregelt sind zum Beispiel auch der Abstand von Häusern bis zur Grundstücksgrenze oder Gebäuden auf Nachbargrundstücken sowie Bäume in ihrer Nähe zum Zaun und der Wuchshöhe, wenn diese Schatten auf des Nachbars Grundstück werfen.

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