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Prämiensparverträge mit Sparkassen – was sollten Sparer tun?

5. Dezember 2020 | erstellt von Kerstin Bontschev

Worum geht es?

Bundesweit haben Sparkassen gegenüber den Sparern die bestehenden Sparverträge gekündigt. Die Kündigung wurde damit begründet, dass nach Ablauf der Prämienstaffel ein Kündigungsrecht bestehen würde. Dieses wurde auch so durch den BGH bestätigt. Ein Kündigungsrecht der Sparkassen soll bestehen, nach Ablauf der Verwahrzeit.

Etwas anderes soll dann gelten, so dass OLG Dresden, wenn der Prämiensparer mit der Bank einen Vertrag über eine Laufzeit getroffen hat, und der Vertrag eine Vertragsdauer von 1.188 Monaten und Prämienstaffel von 99 Jahren vereinbart hat.

Nach der obergerichtlichen Rechtsprechung besteht dann ein Kündigungsrecht zu Gunsten der Bank nicht gemäß § 489 BGB. Soweit die Parteien eine Laufzeit von 1.188 Monaten (99 Jahren) vereinbart haben, handelt es sich um eine allgemeine Vertragsbedingung. Die Klausel wurde durch die Beklagte Bank vorformuliert. Soweit der Sparer sich darauf berufen hat, dass die Allgemeine Geschäftsbedingung Vertragsinhalt geworden ist, war die Formulierungslaufzeit aus Sicht des Gerichts eindeutig. Danach soll, so dass OLG Dresden, die Geltungs- oder Gültigkeitsdauer eines Vertrags bezeichnet und dem Bankwesen die Zeit von der Ausstellung eines Darlehens bis zu dem Tag an dem es zurückgezahlt sein muss, bezeichnet werden. Dieses gilt auch für den Sparvertrag, auch wenn dieser nicht als Darlehensvertrag, sondern als Verwahrungsvertrag einzustufen ist. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass bei Verträgen, die Sparer unverzüglich die Kündigung zurückweisen und rügen, dass diese unwirksam ist.

Hinsichtlich der Verjährungsproblematik sind die Verträge zu betrachten, die keine Laufzeitvereinbarung haben und im Jahr 2017 gekündigt haben. In der Regel enthalten diese Verträge eine unwirksame Zinsanpassungsklausel. Diese führt dazu, dass die unwirksame Zinsanpassungsklausel durch eine wirksame Vereinbarung zu ersetzen ist. Die Verbraucherzentralen bedienen sich derzeit hierzu Recht der Zeitreihe WX 4260 und berechnen die nicht gezahlten Zinsen nach. Hier müssen Sie zwingend beachten, dass etwaige Ansprüche der Dreijahresfrist, unterliegen. Diese beginnt ab dem Zeitpunkt der Beendigung des Prämiensparvertrages. Verträge die im Jahr 2017 gekündigt wurden und aus denen sie Ansprüche herleiten, können folglich zum 31. Dezember diesen Jahres verjähren.

Sie haben Fragen? Gern sind wir für Sie da.

Insbesondere für rechtsschutzversicherte Geschädigte bleibt es empfehlenswert, individuelle Aktivitäten in die richtigen Bahnen zu leiten. Nehmen Sie gern unverbindlich Kontakt mit uns auf und stellen uns Ihre Fragen. Massenabfertigung ist nicht unsere Sache. Wir bieten unserer Mandantschaft einen persönlichen und auf Ihren Fall, sowie Interessen, konzentrierten Service, der auch die Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung mitumfasst.

Anwaltskanzlei BONTSCHEV

Fachanwältin für Steuerrecht / Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht

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