Rechtsanwalt Kuba

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Kuba (offiziell: Republik Kuba) ist ein Land in der Karibik. Das Staatsgebiet liegt auf einer Insel zwischen dem Golf von Mexiko und dem Karibischen Meer. Die Hauptstadt ist Havanna, in der spanischen Landessprache La Habana. Kuba hat rund 11 Millionen Einwohner und eine Fläche von 109.884 km². Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beträgt ungefähr 7.000 USD. Kuba ist in fünfzehn Provinzen und ein Sonderverwaltungsgebiet unterteilt, die sich wiederrum in insgesamt 168 Municipios gliedern. Die Bevölkerung von Kuba setzt sich aus rund 65% Weißen, 10% Dunkelhäutigen und 25% Mulatten oder Mestizen zusammen. Die Landessprache ist Spanisch, die Währung der Peso Cubano und der an den Dollar geknüpfte Peso convertible.

1492 entdeckte Christoph Kolumbus die Insel als erster Europäer. Kurze Zeit später wurde das heutige Kuba zur spanischen Kolonie und die indigene Bevölkerung durch Gewaltanwendungen und Krankheiten beinahe gänzlich ausgerottet. 1902 erklärte die Kolonie schließlich unter Beihilfe durch die USA seine Unabhängigkeit von Spanien. Als Dank für diese Unterstützung bestand bis 1934 ein Vertrag zwischen den beiden Ländern, der den USA ein Interventionsrecht gewährte. Ein Umbruch in Kuba fand mit der Revolution von 1959 statt: Die Revolutionäre Fidel und Raúl Castro, Camilo Cienfuegos und Ernesto Guevara stürzten den amtierenden Diktator. Im Jahr 1961 wurde der sozialistische Staat Kuba ausgerufen, der gute Beziehungen zur kommunistischen UDSSR aufbaute. Die darauf folgenden Konflikte mit den USA lösten den bis heute bestehenden Wirtschaftsboykott und die Nicht-Mitgliedschaft Kubas in den Vereinten Nationen aus. Nach dem Zerfall des Ostblocks fiel ein Großteil des Im- und Exports in sich zusammen und Kuba stürzte in eine Wirtschaftskrise, von der es sich bis heute nur langsam erholt.

Das Land gilt als bürokratisch-autoritärer Staat, wird de facto jedoch meist als Diktatur gesehen. Die Staatsgewalt wird durch den Staats- und den Ministerrat ausgeübt. Die Posten des Staatspräsidents, des Vorsitzendes des Staats- und des Ministerrates, des Generalsekretärs des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und des Oberbefehlshabers der Streitkräfte liefen bis 2006 in der Person von Fidel Castro zusammen, der damit über diktatorische Macht verfügt. Die Nationalversammlung wird vom Volk gewählt. Kuba wird regelmäßig für die mangelnde Umsetzung der Pressefreiheit im Land kritisiert. Des Weiteren hebt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International die schlechte Behandlung politischer Oppositioneller hervor. Die Schulbildung und medizinische Versorgung ist im Land vorbildlich und für die Bevölkerung kostenfrei. Dennoch ist der Lebensstandard der meisten Kubaner so niedrig, sodass es zahlreiche Flüchtlinge etwa in die USA gibt. Trotz erschwerender Ausreisebedingungen haben seit der Revolution im Jahr 1959 rund eine Million Kubaner das Land dauerhaft verlassen. 

Die Wirtschaft Kubas ist als sozialistische Volkswirtschaft organisiert, lässt jedoch vereinzelt auch Familienbetriebe und andere Zugeständnisse an die freie Marktwirtschaft zu. Die nach dem Zerfall des Ostblocks größtenteils eingebrochene Wirtschaftsleistung soll mithilfe zahlreicher Reformen wieder stabilisiert werden. Die Haupteinnahmen stammen aus dem Export von Zucker und Tabak, auch die Biotechnologie und Pharmaindustrie ist im Land fortschrittlich. Der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle: Kuba hat neben seinem karibischen Klima und zahlreichen Ständen auch einen gut entwickelten Gesundheitstourismus zu bieten, rund 2,5 Millionen Menschen besuchen das Land jedes Jahr.