Rechtsanwalt Dominikanische Republik

Rechtsanwälte in der Dominikanischen Republik

Die Dominikanische Republik ist ein Inselstaat zwischen dem Atlantik und der Karibik. Er teilt sich die Insel Hispaniola mit dem Staat Haiti. Der Staat hat etwa 10,4 Millionen Einwohner und eine Größe von 48.320 km². Seine Hauptstadt ist Santo Domingo, die Landessprache ist Spanisch. Die Bevölkerung besteht zu gut drei Vierteln aus Mulatten, den Mischlingen von hell- und dunkelhäutigen Menschen, die jeweils 14% und 12% ausmachen. Die Landeswährung ist der Dominikanische Peso, das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beträgt ungefähr 5.800 USD. In der Dominikanischen Republik herrscht ein Präsidialsystem, der Präsident wird alle vier Jahre gewählt und ist zugleich Regierungschef und Staatsoberhaupt. Es gibt ein Zweikammernparlament, das aus der Abgeordnetenkammer und dem Senat besteht. Das Land ist in zehn Regionen gegliedert, die sich in 31 Provinzen und einen Nationalbezirk einteilen.

Bis zur Entdeckung Südamerikas durch die Spanier war das Gebiet der Dominikanischen Republik größtenteils von indigenen Stämmen besiedelt. Ende des 15. Jahrhunderts wurde es zum Teil der spanischen Kronkolonie Santo Domingo. Im Jahr 1805 wurde das Gebiet schließlich durch Haiti erobert, erklärte seine Unabhängigkeit, geriet wieder unter spanische Herrschaft und gelangte 1865 schließlich zur Eigenstaatlichkeit. Die demokratische Regierungsform konnte sich nicht halten, es kam zur Diktatur, zu zahlreichen Aufständen und schließlich sogar zu einem Bürgerkrieg. Erst 1966 kam es zur ersten Präsidentschaftswahl und der erneuten Etablierung der Demokratie.

Die Hauptwirtschaftszweige der Dominikanischen Republik sind die Landwirtschaft, der Bergbau und die darauf aufbauende Industrie. Eine wichtige Einnahmequelle ist der Tourismus, knapp 4 Millionen Menschen besuchen das Land jedes Jahr, darunter etwa 180.000 Deutsche. Insbesondere das karibische Klima und die kilometerlangen Strände ziehen die Besucher an. Beliebt sind auch die Nationalparks des Landes, die fast 30% der Fläche bedecken und zahlreiche Naturwunder zu bieten haben. Ein kultureller Höhepunkt ist der Karneval in Santo Domingo und La Vega im Februar. Mangelnde Bildung, Armut, Kriminalität und Korruption sind Problembereiche in der Dominikanischen Republik, die Regierung arbeitet an Lösungen.

Das Straßennetz der Dominikanischen Republik ist gut ausgebaut und durchzieht in mehr oder weniger gutem Zustand das gesamte Land. Es gibt vier Grenzübergänge in das Nachbarland Haiti. Der ÖPNV besteht aus Bussen, Sammeltaxis und Taxis. Anbindungen nach Europa sind an den neun internationalen Flughäfen des Landes möglich, Reisen ins Inland an den fünf nationalen Flughäfen. Außerdem ist eine Schiffsreise von einem der fünf Seehäfen aus möglich.

Rechtsanwälte in der Dominikanischen Republik

In der Dominikanischen Republik ist die Mitgliedschaft in der Anwaltskammer des Landes Pflicht. Bei einem Gerichtsverfahren besteht Anwaltszwang, Inhaftierte haben Anspruch auf einen Pflichtverteidiger. Aufgrund der großen Anzahl Touristen aus Deutschland sind in der Dominikanischen Republik zahlreiche deutschsprachige Anwälte tätig.

Für eine Rechtsanwaltstätigkeit in der Dominikanischen Republik wird ein rechtswissenschaftliches Diplom von einer Universität benötigt. Voraussetzung für das rund 4 ½ Jahre dauernde Studium ist ein High-School-Abschluss. Nach dem Erhalt des Diploms bekommt der Anwaltsanwärter einen Erlass des Präsidenten, der ihm eine Anwaltstätigkeit erlaubt. Nach der Mitgliedschaft in der Anwaltskammer, einem Eid vor dem Obersten Gerichtshof sowie einer Registrierung bei einem Amtsgericht kann die Tätigkeit begonnen werden.