Rechtsanwälte in Albanien

Albanien liegt in Südosteuropa und grenzt an den Kosovo, Montenegro, Griechenland sowie Mazedonien. Im Westen grenzt das Land an das Ionische sowie das Adriatische Meer. Der Staat ist sowohl Mitglied der Vereinten Nationen als auch der NATO, des Europarates, der OSZE sowie des Kooperationsrates für Südosteuropa. Insgesamt leben rund 2,7 Millionen Einwohner in Albanien, von denen die Albaner die Mehrheit bilden. Weitere kleine Bevölkerungsgruppen bilden unter anderem die Griechen, die Roma und die Mazedonier. Der Großteil der Bevölkerung folgt dem muslimischen Glauben. Zudem leben fast 17 % Christen in Albanien sowie 2 % Bektaschi. Die Amtssprache beschränkt sich auf Albanisch, wobei zahlreiche Albaner mehrsprachig sind. Die häufigste Fremdsprache bildet das Italienische.

Albaniens Politik und Wirtschaft

Albanien stellt eine parlamentarische Republik dar, in welcher der Präsident das Staatsoberhaupt bildet. Die Politik des Landes wird maßgeblich durch die Demokratische Partei Albaniens sowie die Sozialistische Partei Albaniens geleitet.

Die Wirtschaft des Landes konnte in den letzten Jahrzehnten einige Erfolge erzielen. So kam es zu Privatisierungen staatlicher Unternehmen, die Inflationsrate konnte stabil gehalten werden, die Arbeitslosenzahl ist gesunken, der Tourismusbereich erzielte Gewinne und das Bruttoinlandsprodukt ist gestiegen. Allerdings gibt es in Albanien noch immer tiefgreifende strukturelle Probleme. So ist die Arbeitslosenrate mit circa 13,5 % noch immer sehr hoch und die schwache Infrastruktur stellt für die Wirtschaft des Landes eine Schwierigkeit dar. Der Export ist für Albanien eine wichtige Einnahmequelle. Die bedeutsamsten Exportpartner sind unter anderem China, Italien, Türkei, Spanien, Griechenland und Indien. Hauptexportprodukte sind dabei Chrom, Rohöl, Asphalt, Textilien sowie Baumwolle. Albanien importiert vor allem Ware aus Griechenland, Italien, der Türkei, China sowie Deutschland. Importwaren stellen unter anderem Maschinen, Nahrungsmittel, Textilien, Chemikalien sowie weitere Verbrauchsgüter dar. Die Landwirtschaft ist gemeinsam mit dem Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Albanien.

Bildungs- und Kultureinrichtungen in Albanien

Im Bildungssystem Albaniens wurden in den letzten Jahren einige Änderungen vorgenommen. 2008 wurde beispielsweise die Schulpflicht von acht auf neun Jahre erhöht, das Hochschulsystem wurde darüber hinaus liberalisiert und die Staatsausgaben im Bereich Bildung wurden erhöht. In Albanien gibt es mittlerweile über 3952 Bildungseinrichtungen Das wichtigste Bildungszentrum Albaniens ist die Universität Tirana.

Die Kultur Albaniens ist vielfältig. Die traditionelle Volksmusik ist besonders bei Hochzeiten und Volksfesten beliebt. Die Volksmusik wird mit vielen eigenen Musikinstrumenten gespielt, unter anderem den Langhalslauten, den Flöten, dem albanischen Dudelsack sowie verschiedenen Trommeln und Blasinstrumenten. Die iso-polyphonen Gesänge der Tosken im Süden des Landes wurden 2005 in das Welterbe der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.

Rechtsanwälte in Albanien

Um an einer Universität in Albanien Rechtswissenschaften studieren zu können, müssen sich die Anwärter direkt an der Universität bewerben. Generell bestimmt die Regierung die Anzahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze pro Semester. An der Universität Tirana gibt es die größte juristische Fakultät des ganzen Landes. Damit man sich während des Studiums seinen Lebensunterhalt finanzieren kann und genügend Geld für die Begleichung der Studiengebühren hat, muss der Anwärter für seine Bewerbung eine Bankbürgschaft vorzeigen. Ausgewählt werden die Studierenden anhand ihrer Noten. Nach vier Jahren Studienzeit erhalten sie die Auszeichnung zum Bachelor of Laws. Nachdem sie ihr Studium beendet haben, müssen sie mindestens ein Jahr praktische Berufserfahrung in einer Kanzlei oder direkt bei Gericht sammeln. Die Rechtsanwälte sind grundsätzlich dazu berechtigt, vor allen Gerichten Albaniens aufzutreten.