Auswärtigen Amt
Jurist
beim Auswärtigen Amt
Für
viele Juristen stellt eine Tätigkeit beim Auswärtigen Amt immer
noch einen Traum dar. Ob dieser Beruf wirklich traumhaft ist, können
Jurastudenten und Referendare während ihres Studiums oder
Referendariates für sich selber herausfinden.
Außenminister Fischer
Für
viele Juristen stellt eine Tätigkeit beim Auswärtigen Amt immer noch
einen Traum dar. Ob dieser Beruf wirklich traumhaft ist, können
Jurastudenten und Referendare während ihres Studiums oder Referendariates
für sich selber herausfinden. Staatsexamens die klassische
Juristenlaufbahn – Referendariat und 2. Staatsexamen – nicht weiter
fortzuführen und direkt beim Auswärtigen Amt als Beamter des höheren
Dienstes einzusteigen.
Hier
locken interessante Perspektiven auf internationalem Parkett: Mal Rio de
Janero, Tokyo und New York, aber auch Krisengebiete wie Luanda in Angola müssen
in Kauf genommen werden. Die Zentrale des Auswärtigen Dienstes ist das
Auswärtige Amt in Bonn. Der Umzug nach Berlin ist jedoch geplant. In Bonn
laufen die Fäden von Insgesamt 230 Auslandsvertretungen zusammen: 150
Botschaften, 68 Generalkonsulate, 11 ständige Vertretungen bei
internationalen Organisationen und eine Schutzmachtvertretung in
Nordkorea. Wer sich für eine Laufbahn im Auswärtigen Amt entscheidet,
kann sich als Repräsentant als Mitglied vieler internationaler
Organisationen und Konferenzen wie der EU, NATO, WEV; UNO und er OSZE
verstehen.
Die
BRD wird bei der Gestaltung der europäischen und internationale Politik
wegen der Lage in der Mitte Europas, der politischen Stabilität, der
Wirtschaftskraft und Erfahrungen bei der Wiedervereinigung eine bedeutende
Rolle beigemessen.
In
den Auslandsvertretungen des Auswärtigen Dienstes werden klassische
bilaterale Aufgaben erfüllt. Hier zählen die Wahrung deutscher
Interessen im Gastland und die umfassende Vor-Ort Berichterstattung über
alle für die beiderseitigen Beziehungen bedeutsamen Tatsachen und
Entwicklungen. Hochqualifizierte und engagierte Repräsentanten überall
auf der Welt vertreten die BRD durch diplomatische Beziehungen auf Basis
konsularischer Vertretungen.
Die
Grundvoraussetzung für eine Tätigkeit im Auswärtigen Dienst ist die
uneingeschränkte Versetzungsbereitschaft. In der Regel ist alle 3-4 Jahre
ein Umzug vorgesehen. Bei Beherrschen einer schwierigen oder seltenen
Sprache kann dies von Anfang an zu einem mehrfachen Einsatz in dem
jeweiligen Land führen, häufige Einschränkungen im Privatleben sind
dabei hinzunehmen. Für Familienangehörige bedeutet dies nicht selten die
Hinnahmen von ständigem Ortswechsel und ein Einleben in verschieden
Kulturen und klimatische Bedingungen. Dazu muß damit gerechnet werden
auch einmal ein Krisen- oder auch ein Kriegsgebiet mit gesundheitlicher
Belastung zu akzeptieren. Der höhere Auswärtige Dienst bietet dafür
Aussicht auf anspruchsvolle und befriedigende Tätigkeit, sowie auf eine
attraktive berufliche Laufbahn als Führungs- und Leitungsfunktionär in
der Zentrale oder als Konsul, Generalkonsul oder Botschafter: Einsatz- und
Leistungsbereitschaft sind für das Erreichen von begehrten Führungspositionen
überaus hilfreich, weitere Bewerbungsvoraussetzungen sind ein
wissenschaftliches Hochschulstudium mit einer akademischen Prüfung (z.
Bsp. Diplom oder Magister) oder einer Staatsprüfung, wie das 1.
Juristische Staatsexamen. Neben dem Fachstudium sind gute Allgemeinbildung
und Grundkenntnisse in Staats- und Völkerrecht, Volkswirtschaft und
neuerer Geschichte notwendig. Das Höchstalter beträgt bei der
Einstellung 31 Jahre. Die Fülle von Bewerbungen, die jährlich 1500 übersteigen,
macht aus dem Auswahlverfahren eine Art sportlichen Wettkampf, in dem die
Bewerber bis zuletzt die Nerven behalten müssen. Die Zahl der jährlichen
Einstellungen liegt bei etwa 20!
Das
Bewerbungsverfahren beginnt jeweils im April des Vorjahres des anvisierten
Einstellungstermins
Zum
eintägigen schriftlichen Teil des Auswahlverfahrens werden nur noch um
die 700 Bewerber eingeladen. Hier finden Sprachtests in Englisch und/oder
Französisch oder einer weiteren Amtssprache der Vereinten Nationen
(Spanisch, Russisch, Arabisch oder Chinesisch), ein Aufsatz über eines
von drei zur Wahl stehenden Themen aus der Außen- Wirtschafts- oder
Innenpolitik sowie vier Fragebogentests mit je 30 Fragen zur Neueren
Geschichte und Politik, zum Allgemeinwissen, zur Volkswirtschaft und zum
Staats- und Völkerrecht.
Sind
die Ergebnis des schriftlichen Teils überzeugend, werden die Bewerber zum
2-tägigen mündlichen Teil eingeladen. Hierzu gehören Vorstellungsgespräch,
Kurzreferat, Rundgespräch, mündliche Fremdsprachentests, psychologische
Eignungstests und ein Abschlussgespräch. Wenn man unter die in der Regel
20 Auserwählten gehört, steht der 2-jährige Vorbereitungsdienst bevor.
Die Ausbildung umfasst eine intensive theoretische und praktische
Ausbildung, die alle Aspekte der künftigen Aufgaben beinhaltet, von
Seminaren zur aktuellen Politik und Wirtschaftfragen über berufsbezogene
Sprachunterricht bis zu übungen in Verhandlungstechnik.
Obgleich
kein einfacher Weg bevorsteht, um in diesen Beruf einzutreten, scheint
neben der Persönlichkeitsbildung auch gesellschaftliche Anerkennung zu
locken.
Kontaktadresse
(auch zur Bewerbung für Praktika oder für die Wahl- und
Verwaltungsstation):
Auswärtiges
Amt
Gudenauer Weg 134-136
53127 Bonn
Internet:
www.auswaertiges-amt.de