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Wer die Stechuhr „betrügt“ riskiert eine Kündigung

Private Telefonate im Büro oder Überstunden ohne Mehrwert für den Arbeitgeber können einen Arbeitszeitbetrug darstellen. Einige Betriebe kontrollieren die Arbeitszeiten ihrer Arbeitnehmer. Manipuliert ein Arbeiter das Zeiterfassungsgerät, dem droht die fristlose Kündigung. Einige Arbeitnehmer wissen nicht, dass sie durch solche Verhaltensweisen einen Betrug begehen. Daher gilt: Wer die Stechuhr „betrügt“ riskiert eine Kündigung. Der Beitrag soll Aufschluss darüber geben, wann ein Betrug vorliegt und welche Folgen drohen.

Was fällt unter Arbeitszeitbetrug? – Das Verlassen des Arbeitsplatzes

Es stellen sich einige Fragen. Welche Verhaltensweisen führen zu einem Arbeitszeitbetrug? Was, wenn ich die Pausenzeit überschreite und fallen Raucherpausen unter einen Betrug? Weiterhin stellt sich die Frage, ob ständige Unpünktlichkeit zum Vorwurf eines Arbeitszeitbetrugs führen kann. Verlässt ein Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz aus privaten Gründen, ohne vorherige Abmeldung beim Arbeitgeber, kann das eine fristlose Kündigung nach sich ziehen. So entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz (Az.: 4 Sa 996/06). Der Arbeitnehmer hatte mehrfach seinen Arbeitsplatz aus privaten Gründen verlassen ohne die Stempeluhr zu betätigen. Als der Arbeitnehmer dies bemerkte, kündigte er dem Mitarbeiter fristlos. Das Gericht befand diese Kündigung als berechtigt. In einem derartigen Verhalten sahen die Richter eine grobe Pflichtverletzung und einen schweren Vertrauensbruch. Dies rechtfertige eine sofortige Kündigung ohne vorherige Abmahnung.

Weitere Pflichtverletzungen

Arbeitnehmer müssen im Berufsverkehr oder Verspätungen auf dem Weg zur Arbeit immer in Kauf nehmen. Grundsätzlich stellt es keinen Arbeitszeitbetrug dar, sollten sie einmal zu spät kommen. Der Betrugstatbestand setzt nämlich voraus, dass eine andere Person vorsätzlich getäuscht werden soll. Falls Sie zu spät kommen sollten, arbeiten Sie die verlorene Zeit nach, um auf die richtige Stundenzeit zu kommen. Surfen Sie längere Zeit privat im Internet oder telefonieren privat, führt dies zum Arbeitszeitbetrug und hat eine fristlose Kündigung zur Folge. Das Surfen stellt eine Freizeitaktivität dar, welche auch innerhalb Ihrer Freizeit vorgenommen soll. Während Ihrer Arbeitszeit sollten sie Ihren arbeitsvertraglichen Pflichten nachkommen. Umstritten ist die Beurteilung jedoch bei einer Raucherpause. Zunächst muss der Arbeitgeber nachweisen, dass Sie als Arbeitnehmer nicht ihrer Arbeit nachkommen. Gibt es in Ihrem Betrieb ein elektronisches Zeiterfassungssystem, welches Pausenzeiten automatisch abzieht, dann besteht bereits das Problem ihres Arbeitgebers, dass er jede Pause von Ihnen dokumentieren müsste.

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Quellen:

https://www.humanresourcesmanager.de/news/arbeitsrecht-arbeitszeitbetrug-ist-kein-kavaliersdelikt.html

https://www.berlin.de/special/jobs-und-ausbildung/arbeitsrecht/814896-769162-arbeitszeitbetrugrechtfertigtfristlosek%C3.html

 

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