Rechtsanwalt Südafrika

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Südafrika (amtlich: Republik Südafrika) ist ein Land an der Spitze Afrikas. Die offizielle Hauptstadt ist Pretoria, inoffiziell hat das Land jedoch drei Hauptstädte: Pretoria ist der Regierungssitz, in Kapstadt befindet sich das Parlament und das Oberste Berufungsgericht in Bloemfontein. Südafrika ist ein Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, Mitglied der G-20 und der BRICS. Staatsoberhaupt ist der Präsident, sonst ist das Land in neun Provinzen mit jeweils einem Premierminister aufgeteilt. Südafrika hat fast 53 Millionen Einwohner und eine Fläche von 1.219.912 km². Es leben viele verschiedene Ethnien nebeneinander, den größten Anteil machen mit 79% die Schwarzafrikaner aus. Die anderen Bevölkerungsgruppen setzen sich aus den Nachfahren von europäischen und asiatischen Einwanderern oder Mischlingen zusammen. Die Hauptsprache sind Afrikaans und Englisch, gesetzlich festgelegt sind jedoch insgesamt elf Amtssprachen.  Historisch gesehen haben insbesondere die Apartheid und die Buren das Land geprägt:

Die ersten Kolonien der Niederländer entstanden im 17. Jahrhundert. Die Niederländische Ostindien-Kompanie führte zahlreiche Kriege mit den einheimischen Stämmen und siedelte Sklaven aus Indonesien und Indien an. Nach dem Bankrott der Kompanie Ende des 18. Jahrhunderts wurde Südafrika schließlich von britischen Truppen besetzt und das Land zu einer Kolonie des Britischen Empire. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1833 zwang die von ihren Sklaven wirtschaftlich abhängigen Nachfahren der Niederländer, die Buren, nach Norden auszuweichen, wo sie eigene Republiken gründeten. Nach der Entdeckung von Diamanten kam es zu Territorialkriegen zwischen den Briten und den einheimischen Weißen, die mit einer Niederlage der Buren endeten. Am 31. Mai 1910 wurden die vier Kolonien schließlich in der Südafrikanischen Union vereint. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde unter der Führung der rechtsorientierten National Party die klare Aufteilung der südafrikanischen Gesellschaft in ein Zweiklassensystem beschlossen und die Apartheidsgesetze festgelegt. Die Europäischstämmigen und die anderen Bevölkerungsgruppen wurden sowohl räumlich als auch gesellschaftlich voneinander getrennt. Zahlreiche Aufstände waren die Folge, auch die Umstrukturierung der Südafrikanischen Union zur Republik Südafrika im Jahr 1960 brachte kein Ergebnis. Erst 1990 verlor die National Party ihre Macht, es konnten am 27. April 1994 die ersten freien Wahlen des Landes stattfinden und die Apartheit beendet werden.

Die Wirtschaft Südafrikas zählt mit einem Bruttoinlandprodukt von etwa 6.600 USD pro Kopf zu den größten des Kontinents. Wichtige Wirtschaftssektoren sind die Industrie und die Dienstleistungsbranche, auch der Bergbau spielt eine zentrale Rolle, da das Land über zahlreiche Bodenschätze wie Chrom, Platin, Gold und Diamanten verfügt. Landwirtschaftlich gesehen stehen der  Nahrungsmittel- sowie der Weinanbau im Zentrum. Der Tourismus ist ebenfalls eine wichtige Einnahmequelle, insbesondere die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt in den zahlreichen Nationalparks wie dem bekannten Kruger-Nationalpark locken Besucher an. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Drakensberge, die Strände entlang der Südküste Südafrikas sowie die Städte Durban und Kapstadt.

Südafrika verfügt über ein gut ausgebautes Schienennetz, das eine Strecke von etwa 20.000 km umfasst. Es dient sowohl dem Güter- als auch dem Personentransport, bekannt ist das Land für seine Luxuszüge wie den Blue Train und den Pride of Africa. Zusätzlich gibt es zahlreiche Busverbindungen ins In- und Ausland. Südafrika besitzt ein breitgefächertes Straßennetz, die längste Straße verläuft zwischen Durban und Johannesburg. Aufgrund der britischen Kolonialisierung herrscht im Land Linksverkehr. Die Kultur von Südafrika ist aufgrund der verschiedenen ansässigen Ethnien sehr weitläufig, auch wenn sie immer mehr an die europäische Lebensart angepasst wird. Es gibt zahlreiche Universitäten, die zu den besten des Kontinents zählen. Südafrika verfügt über eine weit entwickelte Medienlandschaft mit zahlreichen Zeitungen und Fernsehsendern.

Rechtsanwälte in Südafrika

Die südafrikanischen Anwaltskammer General Council of the Bar of South Africa ist in zehn regionale und unabhängige Unterkammern aufgeteilt.  Da sich das südafrikanische Rechtssystem am britischen orientiert, gibt es je nach Abschluss eine Unterscheidung zwischen Advocates und Attorneys. Während Attorneys zahlreiche Tätigkeitsgebiete abdecken, sind Advocates reine Prozessanwälte, die auf die Vermittlung von Mandanten durch die Attorneys angewiesen sind. Die parallele Ausübung beider Spezialisierungen ist nicht gestattet.

Um als Rechtsanwalt in Südafrika tätig zu werden, ist ein Jura-Studium an einer Landesuniversität nötig. Die Universitäten haben hohe Anforderungen, ein bereits bestandener Bachelorabschluss in einem anderen Fach sowie eine Eignungsprüfung sind Pflicht. Je nach Universität ist das Studium mit erheblichen Kosten verbunden. Advocates absolvieren nach ihrem Hochschulabschluss ein viermonatiges Praktikum und legen schließlich die Zulassungsprüfung bei der Anwaltskammer ab. Attorneys hingegen benötigen vor ihrer Zulassung ein zweijähriges Praktikum in einer Anwaltskanzlei. Danach ist eine Tätigkeit als einer der zahlreichen Rechtsanwälte in Südafrika möglich, von denen eine nicht geringe Anzahl deutschsprachig ist.