Rechtsanwalt Zwangsvollstreckungsrecht und Inkasso in Serbien

    Rechtsanwalt zum Zwangsvollstreckungsrecht und Inkasso in Serbien

    Zwangsvollstreckungsrecht

    Der juristische Erfolg wird durch das obsiegende Urteil gekrönt. Der wirtschaftliche Erfolg wird jedoch erst durch die Umsetzung dieses Urteiles herbeigeführt. Sofern Ihre Schuldner titulierte Ansprüche nicht aus freien Stücken bezahlen wollen oder bezahlen können, wird zumeist die zwangsweise Durchsetzung Ihrer gerichtlich festgestellten Ansprüche notwendig sein. Hierzu dient die Zwangsvollstreckung, also die notfalls zwangsweise Durchsetzung der gerichtlichen Entscheidung.

    Die Zwangsvollstreckungsdurchführung richtet sich dabei zunächst nach der Art des zu vollstreckenden Anspruchs. Insoweit kann die Vollstreckung wegen Geldforderung, wegen der Herausgabe von Sachen oder wegen der Vornahme einer Handlung eingeleitet werden.

    So kommt zum Beispiel die Beauftragung eines Gerichtsvollziehers in Betracht, der bewegliches Vermögen beim Schuldner pfändet und sofern er solches nicht vorfindet, dem Schuldner die sogenannte Eidesstattliche Versicherung über dessen gesamtes Vermögen abnimmt. Damit ist der Schuldner gegebenenfalls gehindert, künftige Verpflichtungen einzugehen, da ein Schufa-Eintrag erfolgt. Daneben können auch alle Konten oder Depots des Schuldners gesperrt werden. Hierzu bedarf es eines sogenannten Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses.

    Bei der Durchsetzung einer Handlung, wie etwa der Erteilung eines Arbeitszeugnisses, kann ein solches durch Zwangsgeld beigetrieben werden, bis hin zur Festsetzung einer Zwangshaft gegen den Schuldner.

    Inkasso

    In Zeiten einer häufig schlechten Zahlungsmoral unterstützt ein Rechtsanwalt Unternehmen, Selbstständige und Privatleute bei der Sicherung ihrer Forderungen und bei der effektiven Beitreibung ihrer Außenstände (Inkasso).

    Anwaltsinkasso ist der seriöse und effektive Weg zur Beitreibung Ihrer offenen Forderungen, gleichgültig ob diese von der Gegenseite unbestritten oder bestritten sind. Die Erfahrung zeigt: In vielen Fällen zahlt der Schuldner schon aufgrund der Aufforderung zur Zahlung durch einen Rechtsanwalt. Weitere Maßnahmen lassen sich dann oft vermeiden.

    Im Unterschied zu Inkassounternehmen können nur Rechtsanwälte eine ganzheitliche Dienstleistung anbieten. Denn nur diesen ist der Rückgriff auf das gesamte rechtliche Spektrum von Maßnahmen erlaubt: Von der außergerichtlichen und gerichtlichen bis hin zur zwangsweisen Durchsetzung der Forderung bleibt die Bearbeitung der Angelegenheit stets in einer Hand.

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    Rechtsanwälte in Serbien

    An den sechs Universitäten des Landes gibt es jeweils eine juristische Fakultät, an der Studierende zum Rechtsanwalt ausgebildet werden können. An der staatlichen Universität Novi Pazar findet die Ausbildung ausschließlich im Bereich Wirtschaftsrecht statt. Zulassungsvoraussetzung für ein Jurastudium ist das Abitur.

    Die renommierteste Einrichtung für ein Rechtsstudium in Serbien ist die Universität in Belgrad. Die rechtswissenschaftliche Fakultät, die im Jahr 1808 gegründet wurde, wird staatlich getragen und ist die größte Institution des Landes in diesem Bereich. Das Studium wurde vollständig nach den Bologna-Vorgaben umstrukturiert, sodass die Studierenden zuerst einen Bachelor in  Recht und anschließend einen Master ablegen. Nach dem Jurastudium erfolgt die praktische Ausbildung während eines Referendariats, welches bei Gericht, der Staatsanwaltschaft oder einem Anwalt absolviert wird. Nach dieser Phase kann die Zulassung zum Rechtsanwalt beantragt werden.

    Über 8.000 Rechtsanwälte in Serbien sind Mitglieder der Rechtsanwaltskammer. Insgesamt gibt es zwei Anwaltskammern: Die Advokatska komora Srbije und die Advokatska komora Beograde, die beide in der Hauptstadt Belgrad ansässig sind. Zugelassene Anwälte dürfen Mandanten vor allen Gerichten und Behörden des Landes vertreten. In Zivilverfahren besteht in Serbien prinzipiell kein Anwaltszwang. Im Gesetz über die Rechtsanwaltstätigkeit und dem Berufskodex gibt es eine Gebührenordnung, die in Einzelfällen jedoch nicht bindend ist.