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Die Republik Serbien ist ein zentralbalkanischer Staat, der an die Länder Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Mazedonien, Bulgarien, Rumänien und Ungarn grenzt. Die Hauptstadt von Serbien ist Belgrad, die mit 1,7 Millionen Einwohnern gleichzeitig auch die größte Stadt des Landes ist. Insgesamt leben rund 7,2 Millionen Menschen in Serbien, von denen 3,5 Prozent Ungarn, zwei Prozent Bosniaken und weitere zwei Prozent Roma sind. Insgesamt gibt es 21 Minderheiten.

Die Landessprache ist serbisch, die sowohl in lateinischer als auch in kyrillischer Schrift geschrieben wird. Die Landeswährung ist der Dinar. Die größten Flüsse, die durch Serbien fließen, sind Donau, Save und Theiß. Über die Donau gelingt man von Serbien zum Schwarzen Meer. Südlich der Donau-Save-Ebene befindet sich überwiegend gebirgiges Gebiet, nördlich der Linie liegt hingegen die Pannonische Tiefebene.

Verwaltungstechnisch ist Serbien in 17 Kreise und eine Stadt gegliedert sowie in die autonome Provinz Wojwodina. Staatsoberhaupt des Landes ist der jeweils amtierende Präsident, der direkt vom Volk für fünf Jahre gewählt wird und wiedergewählt werden kann. Das Einkammernparlament setzt sich aus 250 Abgeordneten zusammen. Seit 2012 ist Serbien Beitrittskandidat der Europäischen Union (EU).

Wirtschaft

Der wichtigste Wirtschaftszweig in Serbien ist die Landwirtschaft, einschließlich der Lebensmittelverarbeitung. Daneben kommt dem Dienstleistungssektor eine tragende Rolle zu. Der industrielle Bereich bedarf umfangreicher Modernisierungsmaßnahmen. Hauptexportgüter sind vor allem Weizen, Obst und Gemüse sowie Buntmetalle. Importiert werden hauptsächlich medizinische und pharmazeutische Produkte, Elektrogeräte, Gas, Ölderivate und Rohöl.

Serbien ist Mitglied des Mitteleuropäischen Freihandelsabkommen CEFTA und der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation SMWK. Bedeutende Wirtschaftspartner Serbiens sind unter anderem Russland, Italien und Deutschland. Große Unternehmen, wie Daimler Benz, Bosch, Siemens und Fresenius, haben in Serbien wichtige Investments getätigt.

Aufgrund des Bürgerkriegs in den 1990er Jahren ist der Tourismus in Serbien stark zurückgegangen, die Touristenzahlen steigen durch Investitionen in diesen Bereich und die Infrastruktur aber wieder an. Zu den Hauptzielen der Besucher gehören die Städte Belgrad und Novi Sad. Anziehungspunkte sind außerdem eine Reihe von alten Klosteranlagen und Festungen sowie die Gebirge, Seen, Schluchten und Nationalparks des Landes.

Infrastruktur

Der wichtigste Flughafen Serbiens mit vielen europäischen Verbindungen ist der Flughafen Nikola Tesla in Belgrad. Ein weiterer internationaler Flughafen befindet sich in Niš. Gut ausgebaut ist in Serbien das Netz für Kurz- und Langstreckenbusse. Daneben existieren außerdem Eisenbahnstrecken, auf denen Züge mit mehr und weniger hohen Geschwindigkeiten fahren können. Die Hauptstrecke verkehrt zwischen der kroatischen Hauptstadt Zagreb, Sid und Belgrad. Für die Nutzung von Autobahnen und autobahnähnlichen Straßen wird in Serbien eine Mautgebühr erhoben, Landstraßen können gebührenfrei befahren werden.

Das serbische Justizwesen

Das serbische Justizwesen besteht aus Gemeinde- und Bezirksgerichten sowie dem Obersten Gerichtshof und dem Verfassungsgericht. Weiterhin gibt es Verwaltungs- und Handelsgerichte. In den Jahren 2009 und 2010 fand eine Justizreform statt, die vom EU-Integrationsprozess beeinflusst war und in deren Rahmen territoriale und funktionale Umstrukturierungen stattfanden. Das Einkammernparlement, die sogenannte Volksversammlung, hat in Serbien die Legislative inne. Die Exekutive untersteht dem Ministerpräsidenten.

Die erste Verfassung Serbiens stammt aus dem Jahr 1835, die neueste Verfassung wurde 2006 verabschiedet.