Rechtsanwalt Schottland

Schottland

Schottland ist ein Teil des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland, sein Landesgebiet umfass in etwa das nördliche Drittel der Insel Großbritannien sowie einige kleine Inselgruppen. Auf einer Fläche von etwa 78.000 Km² leben hier rund 5,3 Millionen Menschen, was Schottland zu einer der dünner besiedelten Regionen Europas macht. Im Süden grenzt Schottland an England, im Norden, Osten und Westen wird das Land vom Meer begrenzt.

Schottland ist über mehrere Autobahnen (motorways) in das Fernstraßennetz Großbritanniens eingebunden, besonders die im central belt nahe beieinander liegenden Großstädte Glasgow und Edinburgh sind auf diese Weise miteinander und mit dem südlich gelegenen England gut verbunden. Sowohl das Straßen- als auch das Schienennetz sind im Norden des Landes weitmaschiger als im Süden, was in allererster Linie mit dem schwierigen Gelände und der weniger dichten Besiedlung zusammenhängt. Mit den Flughäfen in Aberdeen, Edinburgh, Glasgow und Glasgow-Prestwick gibt es in Schottland insgesamt vier internationale Luftverkehrsdrehkreuze.

Für die Wirtschaft in Schottland spielt seit den 1970er Jahren die Erdölförderung in der Nordsee eine große Rolle, hier werden pro Jahr rund sieben Milliarden Pfund Sterling an Steuereinnahmen generiert. Das weltweit bekannteste Exportgut Schottlands ist der Whisky, seit einigen Jahren nimmt das Exportvolumen hier deutlich zu. Weitere in Schottland vertretene Branchen sind unter anderem der Schiffsbau und die Rüstungsindustrie. Wichtigste Handelspartner sind die Staaten der EU, Norwegen und die USA.

Das heutige Gebiet Schottlands ist bereits seit Jahrtausenden besiedelt. Nachdem die Römer 43 n.Chr. erstmals britischen Boden betreten hatten, drangen sie im Jahr 80 n.Chr. auch bis nach Schottland vor, konnten sich dort aber nie dauerhaft festsetzen. Nach dem Abzug der Römer (etwa 400 n.Chr.) entstand bis in die Mitte des neunten Jahrhunderts eine schottische Nation als Ergebnis der Vereinigung von Skoten und Pikten. Später wurde der Einfluss Englands immer größer, 1603 kam es zur Vereinigung der Kronen von England und Schottland, 1707 wurden beide Königreiche auch formal zusammengeschlossen. Seit einigen Jahren ist eine tendenziell größer werdende schottische Autonomie zu beobachten. 1997 erhielt Schottland ein eigenes Parlament, eine 2014 durchgeführte Abstimmung über die Unabhängigkeit von Großbritannien brachte jedoch eine knappe Mehrheit für den Verbleib des Landes im Vereinigten Königreich.

Rechtsanwälte in Schottland

Wie in englischsprachigen Ländern üblich, wird der Beruf Rechtsanwalt in Schottland in den Prozessanwalt (in Schottland als advocate bezeichnet) und den überwiegend beratend tätigen Rechtsanwalt (als solicitor bezeichnet) unterteilt. Die Ausbildungswege für diese beiden Berufe sind nicht identisch, jedoch liegt beiden als Fundament das Studium der Rechtswissenschaften zugrunde. Für natürliche Personen besteht in Schottland kein Anwaltszwang.