Rechtsanwalt Peru

Rechtsanwälte in Peru

Die Republik Peru, landessprachlich República del Perú genannt, liegt an der Westküste des südamerikanischen Kontinents und ist vor allem für die Ruinenstadt der Inkas Machu Picchu bekannt. Peru hat circa 30,8 Millionen Einwohner, von denen 9,6 Millionen in der Hauptstadt Lima leben. 80 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch, rund zehn Prozent evangelisch. Offizielle Landessprachen sind Spanisch, Quechua und Aymara. Das Staatsoberhaupt von Peru ist der jeweils amtierende Präsident, der für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird. Das peruanische Parlament besteht aus einer Kammer mit 130 Sitzen.

Die Nachbarländer von Peru sind Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador und Kolumbien. Im Westen grenzt Peru an den Pazifik. Charakteristisch für die Landschaft sind die drei unterschiedlichen Zonen Küste, Hochland und Regenwald. Die Küstenregion besteht zu großen Teilen aus Wüste. Das Hochland, die sogenannte „Sierra“, ist gekennzeichnet  von Gebirgszügen der Anden, deren höchste Erhebung  mit über 6.700 Metern der Nevado Huascaran ist. Zu den größten Gewässern des Landes gehören der Amazonas sowie einige Quell- und Nebenflüsse von ihm und der Titicacasee. Das Klima im Amazonasgebiet ist feuchttropisch, im Hochland herrscht tropisches Gebirgsklima vor, das Klima an der Küste ist bestimmt von Trockenheit, heißen Sommern und kühlen Wintern.

Wirtschaftsstruktur in Peru

Tourismus und Bergbau sind die wichtigsten Zweige der peruanischen Wirtschaft. Dazu kommen Fischerei, verarbeitendes Gewerbe und Handel. Peru exportierte nach Deutschland vorrangig Produkte aus dem Bergbausektor. Daneben werden Spargel, Avocados, Paprika, Mangos, Kaffee und Kakao bezogen. Aus Deutschland nach Peru werden vor allem Kraftfahrzeuge, Maschinen und pharmazeutische Produkte importiert.

Das peruanische Wirtschaftswachstum und die Inflationsrate sowie die Staatsverschuldung befinden sich auf einem guten Niveau. Bei der Kreditwürdigkeit liegt Peru unter den lateinamerikanischen Ländern auf einem der vorderen Plätze. Wirtschaftsgruppierungen, denen Peru beigetreten ist, sind unter anderem die Welthandelsorganisation, der Internationale Währungsfonds und  die Weltbank.

Beziehungen zu Deutschland

Außer auf wirtschaftlicher Ebene findet zwischen Deutschland und Peru auch ein Austausch in den Gebieten  Kultur und Entwicklungsarbeit statt. Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich dabei vor allem auf die Bereiche Demokratie, Klimawandel, Management natürlicher Ressourcen, Trinkwasserversorgung  und nachhaltige ländliche Entwicklung. Die kulturellen Beziehungen werden unter anderem durch das Goethe-Institut in Lima und deutsch-peruanische Institute in Cusco und Arequipa gepflegt. Außerdem existieren Stipendienprogramme des DAAD.

Infrastruktur

Die wichtigsten Verkehrswege in Peru sind Straßen und Seewege. Daneben existieren auch Eisenbahnlinien, denen aber nur eine untergeordnete Rolle zukommt. Von großer Bedeutung für Auto, Busse und LKWs ist die Panamericana. Längere Strecken werden von der Bevölkerung und Reisenden vor allem mit Nachtbussen zurückgelegt. Ausländische Flugverbindungen finden hauptsächlich über den internationalen Flughafen Jorge Chávez in der Nähe von Lima statt. Für Inlandsflüge stehen daneben kleinere Flughäfen zur Verfügung.

Peruanische Kultur- und Bildungspolitik

Im Mittelpunkt der staatlichen Förderung stehen der Erhalt des nationalen Kulturerbes und der Schutz der ethnischen Gruppen. In der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht eine Reihe von peruanischen Kulturschätzen, wie zum Beispiel Machu Picchu, die Nasca-Linien  und Teile des Inka-Straßensystems. Die peruanische Medienlandschaft beinhaltet neun landesweite Fernsehstationen sowie zahlreiche Zeitschriften und Radiosender.

Das Bildungssystem in Peru gliedert sich in Grund-, Sekundar- und Hochschulen. Landesweit existieren knapp 140 Hochschulen, von denen rund die Hälfte staatlich getragen wird. Die größten Universitäten befinden sich in Lima, Arequipa und Cusco.

Rechtsanwälte in Peru

Die bekanntesten Universitäten des Landes, an denen auch Recht studiert werden kann, sind die Universidad Nacional Mayor de San Marcos, die 1551 gegründet wurde und die älteste Universität Amerikas ist, und die Päpstliche Katholische Universität von Peru. Rechtsanwälte in Peru benötigen für ihre Zulassung einen Bachelor-Abschluss in „Derecho“. Außerdem müssen vor einem Universitätsausschuss zwei Fallstudien präsentiert werden. Im Anschluss daran erfolgt die Registrierung bei der Anwaltskammer.

Insgesamt gibt es rund 130.000 praktizierende Rechtsanwälte in Peru. Das entspricht etwa 235 Einwohnern pro Anwalt. Die Hälfte aller peruanischen Rechtsanwälte befindet sich in den Städten Lima und Callao.