Rechtsanwalt Kolumbien

  • Helmuth Mauricio Gallego Sánchez

    Dieser Anwalt ist mit dem rechtsanwalt.com Gütesiegel ausgezeichnet
  • Dr. Alexander von Bila

Rechtsanwälte in Kolumbien

Kolumbien ist ein im Norden des südamerikanischen Kontinents gelegener Staat mit rund 46,4 Millionen Einwohnern. Trotz eines im Lande stattfindenden bewaffneten Konfliktes, der mittlerweile schon Jahrzehnte andauert, gilt Kolumbien als Staat mit hohem wirtschaftlichem Potential. Die Nachbarstaaten Kolumbiens sind Venezuela, Brasilien, Peru, Ecuador und Panama, die Hauptstadt Kolumbiens ist das zentral gelegene Bogotá.

Für die Wirtschaft Kolumbiens spielen die Landwirtschaft und der Bergbau eine große Rolle. Kolumbien verfügt über die größten Kohlereserven Südamerikas, es gibt außerdem nennenswerte Vorkommen an Nickel, Erdöl, Gold und Smaragden im Land. Der im Export Kolumbiens früher dominierenden Kaffee spielt heute eine eher untergeordnete Rolle, größeren Anteil haben Bananen, Zucker und Schnittblumen. Es wird vermutet, dass bis zu 70% der weltweiten Kokainproduktion auf kolumbianischem Boden stattfindet. Die im Land hergestellten Drogen spielen in dem in Kolumbien stattfindenden bewaffneten Konflikt eine große Rolle.

Kolumbien verfügt über ein relativ weitmaschiges Eisenbahn- und Straßennetz, nur 26.000 Kilometer Straße sind in Kolumbien asphaltiert. Große wirtschaftliche Bedeutung kommt den Seehäfen in  Barranquilla (Karibik), Buenaventura (Pazifischer Ozean) und Cartagena (Karibik) zu, da über diese der Export des Landes abgewickelt wird. Der größte Flughafen des Landes befindet sich in Bogotá (Aeropuerto Internacional El Dorado). Er wird im Jahr von mehr als 20 Millionen Fluggästen genutzt und bietet Flugziele auf der ganzen Welt an.

Das Gebiet, auf dem sich heute der Staat Kolumbien befindet, ist schon seit Jahrtausenden durch Menschen besiedelt. 1499 betraten erstmals Europäer (Alonso de Ojeda und Amerigo Vespucci) kolumbischen Boden; obwohl Christoph Kolumbus später als Namensgeber für das Land fungierte, war er selbst niemals hier. Bedingt durch den Rohstoffreichtum des Landes kam es in der Folgezeit zu Städtegründungen durch die Spanier, zur Verdrängung der Ureinwohner und zum Import afrikanischer Sklaven. 1717 wurde das Vizekönigreich Neugranada gegründet, das unter der Kontrolle Spaniens lag und neben Kolumbien noch die heutigen Staaten Venezuela, Panama und Ecuador umfasste. Zwischen 1810 und 1819 konnte sich das Vizekönigreich vom Mutterland loslösen, auch aufgrund der damaligen Schwächung Spaniens durch Napoleon. Nach dem Tod des ersten Präsidenten des Landes, Simón Bolívar, spalteten sich zunächst Venezuela und Ecuador ab, 1903 kam es zum Verlust Panamas. 1886 wurde die Verfassung verabschiedet. Die Phase der Auseinandersetzung zwischen Konservativen und Liberalen ab 1948 mündete 1953 in der Errichtung einer Militärdiktatur. Die Konfrontation zwischen den verschiedenen Parteien in Kolumbien setzt sich bis heute fort, der Bürgerkrieg zwischen der linksextremistischen FARC-guerilla, rechten Paramilitärs und den von den USA unterstützten Regierungstruppen schwelt nach wie vor.