Rechtsanwalt Katar

Rechtsanwälte in den Katar

Katar (in Landessprache: Qatar) liegt an der Ostküste der arabischen Halbinsel am Persischen Golf. Das Land ist ein Emirat mit einer absoluten Monarchie, seine Hauptstadt ist Doha. Katar hat rund 2,1 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 11.606 km². Es ist in sieben Gemeinden gegliedert. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist mit rund 93.000 USD das höchste der Welt. Die Bevölkerung von Katar setzt sich zu großen Teilen aus Indern, Pakistani und Nepalesen zusammen, nur jeder siebte Einwohner ist katarischer Herkunft. Dementsprechend gibt es zusätzlich zum sunnitischen Islam als Staatsreligion noch zahlreiche weitere Glaubensrichtungen wie den schiitischen Islam oder den Hinduismus. Die Amtssprache ist Arabisch, weit verbreitet sind jedoch auch Persisch und Englisch. Eine Besonderheit von Katar ist das soziale Fürsorgesystem, das allen Hilfsbedürftigen staatliche Unterstützung gewährt und eine kostenlose Schuldbildung garantiert.

Menschliche Siedlungen auf dem heutigen Staatsgebiet von Katar lassen sich bis in die Steinzeit nachweisen. Um 630 n.Chr schlossen sich die dort lebenden Beduinen der islamischen Religion an. Über die Jahrhunderte hinweg kam es zu zahlreichen Machtkämpfen zwischen Anhängern unterschiedlicher Glaubensrichtungen, die sich schließlich in den Familienverbünden der Al Chalifa und der Al Thani manifestierten. Im Jahr 1867 schaltete sich das Vereinigte Königreich ein und sorgte gewaltsam für Frieden. Ein Schutzvertrag zwischen den beiden Ländern sicherte die Herrschaft der bis heute herrschenden Familie Al Thani gegen die Herrschaftsansprüche des Osmanischen Reiches. Am 3. September 1971 erklärte Katar schließlich seine Unabhängigkeit und erlebte seitdem nicht zuletzt dank zahlreicher Ölfunde einen wirtschaftlichen und sozialen Aufschwung.

Der herrschende Emir von Katar hat mehrere Funktionen: Er ist zugleich Staatsoberhaupt, Inhaber der legislativen und exekutiven Gewalt und das Oberhaupt der Regierung. Er ernennt die 35 Mitglieder seiner beratenden Versammlung, die fünf Gerichte des Landes urteilen in seinem Namen. Das Emirat ist Mitglied der UN, der Arabischen Liga, der OPEC sowie des Golf-Kooperationsrats. Der bekannte Nachrichtensender Al Jazeera hat seinen Sitz im Land, es gibt seit 1973 eine Universität in Doha. Im Jahr 2022 soll im Land die Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen werden. Katar wird häufig aufgrund der fehlenden Einhaltung von Menschenrechten und seinem mangelnden Umweltschutz kritisiert.

Die Wirtschaft Katars ist größtenteils auf die Förderung und Produktion von Erdöl, Erdgas und Düngemitteln spezialisiert. Des Weiteren gibt es ein Stahl- und ein Aluminiumwerk sowie zahlreiche Meerwasserentsalzungsanlagen. Auch der Dienstleistungssektor ist sehr ausgeprägt. Der staatliche Fond „Qatar Investment Authority“ ermöglicht den Ankauf von Unternehmensanteilen in aller Welt. Das Straßennetz von Katar ist rund 1.300 km lang und durchzieht das gesamte Emirat. Es gibt zahlreiche Häfen, die sowohl dem Passagier- als auch dem Güterverkehr dienen, eine Einreise in das Land ist auch über den internationalen Flughafen von Doha möglich. Der Tourismus spielt in Katar eine geringe Rolle, es existieren nur wenige Sehenswürdigkeiten wie das Museum für Islamische Kunst oder das Arabische Museum für moderne Kunst. Des Weiteren gibt es zahlreiche Bauprojekte im Land: Dazu gehören wie 400 Hektar große künstliche Insel „The Pearl“, zwei Brücken auf das arabische Festland sowie ein über 300 km langes Gleisnetz für den Bahnverkehr.

Rechtsanwälte in Katar

In Katar besteht kein Anwaltszwang, ebenso wenig gibt es eine kostenlose Rechtsberatung für Bedürftige. Alle Rechtsanwälte im Land müssen in das Anwaltsregister eingetragen sein, das dem Ministerium für Justiz untersteht. Aufgrund der zahlreichen Firmen und des Wohlstandes im Land gibt es in Katar zahlreiche Rechtsanwälte.

Voraussetzung für eine Anwaltstätigkeit in Katar ist die Staatsbürgerschaft des Landes oder eines anderen Golf-Kooperationspartners sowie das Zeugnis eines guten Charakters. Das Studium der Rechtswissenschaften wird nur an dem College of Law an der Universität in Doha angeboten. Nach erfolgreichem Abschluss und Eintragung in das Anwaltsregister muss der Anwärter noch ein Jahr warten, bis er eine Tätigkeit als Anwalt aufnehmen darf. Viele nutzen diese Zeit für Praktika oder Weiterbildungen.