Rechtsanwalt Versicherungsrecht in Italien

  • Corinna Marzi

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    Via Giuseppe Ferrari, 35 00195 Rom Italien
    Arbeitsrecht, Erbrecht, Familienrecht, Handelsrecht, Inkasso, Internationales Recht, Privatrecht, Speditionsrecht, Transportrecht, Verkehrsrecht, Versicherungsrecht, Wirtschaftsrecht,
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Rechtsanwalt zum Versicherungsrecht in Italien

Das Versicherungsrecht regelt die Beziehungen zwischen Versicherungsnehmern und Versicherungsunternehmen. Maßgebliche, jedoch nicht ausschließliche, Rechtsquelle ist das Versicherungsvertragsgesetz (VVG).

Versicherungen sind aus unserem Leben heute nicht mehr wegzudenken: Ob es um die KfZ-Versicherung geht oder die Privathaftpflicht, um die Lebensversicherung, private Krankenversicherung oder Kranken-Zusatzversicherung, um Produkte zur Altersvorsorge, Unfallversicherung, Gebäudeversicherung, Hausratsversicherung, Rechtsschutzversicherung oder spezielle Produkte wie etwa eine Tierhalterhaftpflicht – wir alle haben unterschiedliche Verträge abgeschlossen, die idealerweise möglichst genau auf unsere individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Bei Eintreten eines Versicherungsfalls erwarten Sie eine zügige Regulierung, seien es Entschädigungsansprüche nach einem Brandschaden oder Leistungen aus der Unfallversicherung wegen eines erlittenen Dauerschadens. Oftmals sehen Sie erst dann, ob der Versicherer hält, was er verspricht.

Wenn eine Versicherung nicht zahlt, heißt das noch lange nicht, dass sie auch nicht muss. Gerade im Versicherungsrecht ist anwaltlicher Beistand durch einen Rechtsanwalt und Rechtsanwalt für Versicherungsrecht im besonderen Maße geboten, denn auf Seiten der Versicherung stehen Profis, wie speziell geschulte Sachbearbeiter, Juristen und Sachverständige, die ausschließlich die Interessen der Versicherung im Blick haben. Nur mit Unterstützung durch einen Rechtsanwalt, der im Versicherungsrecht spezialisiert und erfahren ist, können Sie der Versicherung auf juristischer Augenhöhe begegnen und Ihre Ansprüche effektiv verfolgen.

In Zeiten von Finanzkrise und Wirtschaftskrise sind auch die Versicherungen gehalten, Schäden restriktiv zu regulieren. Manche Ablehnungsschreiben sind berechtigt, die meisten nicht. Kommt es zum Schadensfall, ist der Versicherungsnehmer oft auf eine schnelle und unbürokratische Schadensregulierung angewiesen. Die Versicherungen jedoch spielen auf Zeit und halten die Versicherten in der Regel unnötig lange hin. So können Kosten gespart und Zinsvorteile genutzt werden. Die Versicherten stehen oftmals vor dem aus ihrer Existenz.

Häufig werden die Weichen jedoch bereits bei der Beantragung der Versicherungsleistung gestellt. Die Versicherer achten gezielt auf formale Mängel oder inhaltliche Unvollständigkeiten in der Schadenmeldung, um die Regulierung des Schadensfalls hinaus zu zögern oder ganz abzulehnen. Gerade wenn es um hohe Beträge im Leistungsfall geht, wie etwa bei der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der Unfallversicherung, bei denen monatliche Renten für Jahrzehnte gezahlt werden müssen, überprüfen die Versicherungen akribisch ihre Eintrittspflicht.

Will Ihre Versicherung in einem Schadensfall die Kostendeckung nicht übernehmen? Meinen Sie, beim Verkaufsgespräch „überfahren“ worden zu sein und nun eine Versicherung abgeschlossen zu haben, die Sie weder wollten noch brauchen? Sind wichtige Vertragskonditionen nachträglich abgeändert worden? Sind Sie sich im Unklaren über den wahren Inhalt eines wichtigen Vertrages, der zum Beispiel Ihre Altersvorsorge, eine mögliche Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall oder etwa die Absicherung Ihrer Angehörigen betrifft? In allen diesen Fällen und vielen weiteren ist ein Rechtsanwalt für Versicherungsrecht Ihr kompetenter Ansprechpartner. 

Rechtsanwälte in Italien

Nach Angaben der Consiglio Nazionale Forense, der italienischen Rechtsanwaltskammer, sind in Italien rund 200.000 Rechtsanwälte tätig. Diese sind in der Regel Freiberufler und befugt, Ihre Mandanten in rechtlichen Belangen sowohl gerichtlich als auch außergerichtlich zu vertreten.

Um in Italien Rechtsanwalt zu werden, ist ein fünfjähriges Studium der Rechtswissenschaften vonnöten. Dieses gliedert sich auf in ein dreijähriges Grundstudium und eine zweijährige Spezialisierungsphase, in welcher der Student entscheiden kann, ob er nach Abschluss seines Studiums als Rechtsanwalt, Notar oder Richter tätig werden will. Den Weg zum Rechtsanwalt können Italiener nach Erlangen des allgemeinen Abiturs bzw. eines Fachabiturs beispielsweise an den Universitäten von Rom, Neapel, Turin, Florenz, Bologna etc. beschreiten.

Nach vollendetem Jurastudium verlangt die Consiglio Nazionale Forense ein zweijähriges Praktikum bei einem Anwalt, bevor sie die Zulassung als Rechtsanwalt erteilt. Verkürzt werden kann dieses Praktikum durch den parallelen Besuch einer Anwaltsschule. Nach dieser Phase muss sich der Anwaltsanwärter noch einer schriftlichen und mündlichen Prüfung unterziehen, bevor er in die Anwaltschaft aufgenommen wird und sich als Rechtsanwalt in Italien niederlassen darf.

Wer an den höchsten Gerichten in Italien antreten möchte, muss zusätzlich noch mindestens 12 Jahre Berufserfahrung vorweisen können oder eine gesonderte Prüfung absolvieren.