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Streaming, Filesharing & Co.

Heutzutage sind verschiedene Arten der Datenverbreitung bei Internetnutzern weit verbreitet. Vielen Nutzern ist dabei nicht klar, wie Streamingdienste, Sharehoster und Filesharingplattformen rechtlich einzuordnen sind – handelt beispielsweise schon illegal, wer sich einen alten Spielfilm auf einem kostenfreien Onlineportal anschaut? Die Tatsache, dass es immer wieder zu Abmahnungen kommt, verunsichert viele Menschen. rechtsanwalt.com schafft Klarheit!

Streaming

Bei kostenlosen Streamingdiensten ist die rechtliche Lage nicht eindeutig, weshalb vielfach von der „rechtlichen Grauzone“ gesprochen wird. Beim Streaming bleibt, anders als beim Filesharing (siehe unten), keine Kopie des Werkes auf dem Rechner zurück. Nach herrschender Meinung liegt beim Streaming deshalb auch keine unerlaubte Vervielfältigung urheberrechtlich geschützter Inhalte vor. Erfolgreiche Abmahnungen gegen Streamingnutzer gab es in Deutschland bislang nicht. 2013 mahnte ein Rechtsanwalt zahlreiche Nutzer der pornografischen Streamingplattform redtube.com ab. Diese offenkundig missbräuchliche Verwendung des Instruments der Abmahnung kostete den Anwalt jedoch seine Berufszulassung und blieb für die meisten abgemahnten Streamingnutzer letztlich folgenlos.

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Legale Streamingdienste

Ganz auf der sicheren Seite sind Internetnutzer, wenn sie Dienste in Anspruch nehmen, die die Rechte an den angebotenen Filmen erworben haben, beispielsweise Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video. Der Nachteil liegt hierbei naturgemäß in den Kosten der legalen Streamingdienste. Die Anbieter müssen die Rechte für viel Geld erwerben und sind deshalb auf zahlende Kundschaft angewiesen. Wer die entsprechenden Angebote des legalen Streamings nutzen will, muss mit Kosten von etwa 8€ pro Monat (bei Netflix und Amazon Prime Video) bzw. 7€ monatlich (bei Disney+) rechnen.

Filesharing

Filesharing bezeichnet dem Wortsinn nach das Teilen und die Weitergabe von Dateien. Ein Nutzer bezieht dabei eine Datei von einem anderen Nutzer und gleichzeitig können andere Filesharing-Nutzer die nun auf dem Rechner des ersten Nutzers vorhandene Datei auf ihren Rechner laden. Da es sich hierbei in der Regel um die Weitergabe von urheberrechtlich geschützten Dateien handelt (Musikstücke, Filme, Serien), machen sich Filesharer eines Rechtsverstoßes schuldig. Abhängig von dem Umfang, in dem ein Internetnutzer Filesharing betreibt, kann dies weitreichende juristische Konsequenzen nach sich ziehen.

Sharehoster

Anders als beim Filesharing entsteht bei der Nutzung von Sharehostern nur eine einzige Kopie eines Werkes auf dem Rechner des Nutzers. Die Datei wird dann auch nicht anderen Personen zum erneuten Download angeboten. Dementsprechend liegt beim Nutzen eines Sharehosters zwar eine unerlaubte Vervielfältigung eines urheberrechtlich geschützten Werkes vor. Es fehlt allerdings die beim Filesharing vorhandene Zugänglichmachung der Datei für eine große Zahl weiterer Internetnutzer. Rechtlich gesehen ist das Sharehosting also weniger brisant als Filesharing. Abmahngefährdet sind in der Regel nur Personen, die urheberrechtlich geschützte Dateien bei Sharehostern hochladen.

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