Person übergibt einer jungen Frau einen Hausschlüssel

fotolia.com/pix4U

Mehrere Kläger, die in Berlin Zweitwohnungen besitzen, dürfen diese künftig als Ferienwohnung vermieten. Das sogenannte Zweckentfremdungsverbot wurde vom Berliner Verwaltungsgericht aufgehoben. 

Welcher Fall liegt hier vor?

In Berlin dürfen Zweitwohnungen zeitweise an Touristen vermietet werden. Das Berliner Verwaltungsgericht entschied, dass die zuständigen Bezirksämter dafür eine Ausnahmeregelung erteilen müssen. Damit gab es drei Eigentümern recht. Der Grund für ihre Klage war, dass ihnen die Bezirksämter die Genehmigung verweigert hatten. Zweitwohnungen werden damit völlig anders bewertet als normale Wohnungen. Seit Mai dürfen Ferienwohnungen angesichts des knappen Wohnraums in der Hauptstadt endgültig nicht mehr gewerblich angeboten werden. Man riskiert bis zu 100.000 Bußgeld, wenn man dennoch ohne besondere Genehmigung vermietet. Doch auch Zweitwohnungen unterlägen dem Zweckentfremdungsverbot, so die Bezirksämter von Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow. Nun scheitern sie mit dieser Auffassung vor Gericht. Die aus Rostock, Italien und Dänemark stammenden Eigentümer nutzen ihre Wohnungen zum Teil selbst. Sie wollten in der Zeit, in der sie nicht da sind, Feriengäste beherbergen. Das Gericht entschied nun, dass sie das auch dürfen. 

Weshalb dürfen normale Wohnungen nicht als Ferienwohnungen vermietet werden?

Das sieht bei normalen Wohnungen, die als reguläre Ferienwohnungen angeboten werden, anders aus. Der Grund dafür ist, dass die Praxis die Missstände auf dem Wohnungsmarkt verschärft. Immer mehr Menschen können sich das Leben in Innenstadtlagen nicht mehr leisten, weil die Mieten in den Großstädten steil ansteigen. Auch die Tatsache, dass immer mehr Wohnungen über Plattformen wie Airbnb als Gastunterkünfte angeboten werden, mindert die Probleme nicht. Es verspricht den Vermietern Profite, die weit über normale Mieten hinausgehen. Allerdings entzieht es dem Markt zusätzlich Wohnraum. Die Debatte über diesen Trend wird in Deutschland immer öfter mit juristischen Mitteln geführt. Bisher ergingen über hundert Gerichtsurteile und weitere 120 sind anhängig. Bisher war die Rechtsauffassung eindeutig diese, dass eine derartige Form der Untervermietung nicht gewollt ist. 
Quellen:
http://www.spiegel.de/reise/deutschland/verwaltungsgericht-erlaubt-untervermietung-von-zweitwohnungen-a-1106813.html

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren:

Streit um Hundehaltung in der Mietwohnung

Ein-Zimmer-Wohnung für vierköpfige Familie

Rechtstreit wegen Mängeln an Ferienhaus im Ausland


Telefonische Rechtsberatung

Telefonische Rechtsberatung

  • sofortige Rechtsauskunft
  • anwaltliche Ersteinschätzung
  • zum Festpreis ab 29€
Online Rechtsberatung

Schriftliche Rechtsberatung

  • Antwort in Ø 2 Stunden
  • Schwarz auf Weiß
  • zum Festpreis ab 99€
Anwalt vor Ort

Rechtsberatung vor Ort

  • direkte Kontaktaufnahme zum Anwalt
  • rechtlicher, persönlicher Beistand
  • ausgewählte, profilierte Rechtsanwälte